Anlegerliebling ETF Die Stolpersteine hinter der glänzenden Fassade

ETF galten noch vor wenigen Jahren als Aushängeschild der Finanzindustrie - transparent und günstug. Doch inzwischen hat das glänzende Bild Schlieren bekommen.
1 / 4

Künstliche Bausteine:
Urspünglich waren ETF schlichte Abbilder eines Aktienindex, zum Beisiel des Dax. Sie bildeten ihn nach, indem sie die im Index enthaltenen Aktien kauften. Doch daneben trat die Technik der synthetischen Replikation. Das bedeutet, dass sie mit Derivaten arbeiten, die in der Summe die gleichen Erträge liefern wie der Index - aber inhaltlich nichts mit ihm zu tun haben. Das legt unter anderem den Keim für das so genannte "counterpark risk", das Risiko, dass der Emitent so eines Derivats insolvent wird

Foto: ANDERS BROHUS/ AP
2 / 4

Liquidität:
Weil ETF Fonds sind, werden sie auch von Hedgefonds genutzt. Das muss nichts Übles bedeuten. Doch es kann heißen, dass Investoren in engen Märkten schlimmstenfalls sich nicht mehr von ihren ETF trennen können

Foto: Oliver Berg/ dpa
3 / 4

Kosten:
Auch wenn ETF als günstiges Anlagevehikel beworben werden, sollten Investoren genauer hinsehen. Denn zum Beispiel die Kosten der derivativen Handelsaktionen lasten auf dem Produkt. Und die Geld-Brief-Spanne, zu der die Papiere gehandelt werden, sind nicht so offensichtlich wie beispielsweise ein Ausgabeaufschlag.

Foto: REUTERS
4 / 4

Begeisterung:
ETF sind in Deutschland knapp zehn Jahre alt. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten erfreuen sich diese Anlagevehikel hoher Beliebtheit. Doch wie lange noch?

Foto: Friso Gentsch/ dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.