Finanzjongleure Welche Schäden Leeson, Kerviel & Co anrichteten

Finanzjongleure haben schon mehrfach riesige Schäden mit Finanzgeschäften angerichtet. Bei einigen ging es um Milliarden. Einige spektakuläre Fälle ...
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September 2011: Die Schweizer Großbank UBS kommt nicht zur Ruhe. Kürzlich erst musste sie mitteilen, rund 3500 Stellen streichen zu wollen; die meisten Arbeitsplätze davon im einst verhätschelten Investmentbanking der Schweizer Großbank. Jetzt stellt sich heraus, dass ein Mitarbeiter dieser Sparte das Geldhaus noch so richtig teuer zu stehen kommen wird.
Nach eigenen Angaben hat ein Händler der Bank sich dermaßen verspekuliert, dass dem Institut ein Schaden von zwei Milliarden Dollar entstanden ist - mit verheerender Wirkung auch auf die Geschäftslage des Schweizer Traditionshauses.

Finanzjongleure haben schon mehrfach riesige Schäden mit Finanzgeschäften angerichtet. Bei einigen ging es um Milliarden. Ein Überblick über die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre ...

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS
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März 2011: Vier Jahre nach dem mehr als 600 Millionen Euro teuren Desaster mit Aktien-Fehlspekulationen bei der WestLB erhebt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei ehemalige Aktienhändler der WestLB und zwei externe Händler wegen Marktmanipulation, Untreue oder Beihilfe zur Untreue. Die Anklage geht von einem strafrechtlich relevanten Schaden von 48 Millionen Euro aus. Die verlockende Aussicht auf millionenschwere Bonus-Zahlungen soll die Banker dazu verleitet haben, vom Vorstand gesetzte Risikogrenzen zu ignorieren und dies mit Hilfe externer Händler zu verschleiern.

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Oktober 2010: Der ehemalige französische Börsenhändler Jérôme Kerviel wird in Paris wegen Veruntreuung, Fälschung und betrügerischer Manipulation zu fünf Jahren Haft, davon zwei zur Bewährung, verurteilt. Bei Börsengeschäften für die Großbank Société Générale verzockte er bis Anfang 2008 rund 4,9 Milliarden Euro. Diese Summe muss er nach dem Urteil seinem ehemaligen Arbeitgeber zurückerstatten.

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Januar 2009: Die spanische Polizei hebt eine Betrügerbande aus, die an der Londoner Börse 450 Millionen Euro erschwindelt haben soll. Die Bande soll über fünf Jahre die Aktienkurse einer Scheinfirma mit komplizierten Transaktionen und gefälschten Papieren künstlich in die Höhe getrieben und dann mit großen Gewinnen verkauft haben.

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Dezember 1995: Der britische Finanzjongleur Nick Leeson wird in Singapur wegen Betrugs zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte mit Fehlspekulationen in Höhe von 860 Millionen Pfund (damals knapp zwei Milliarden Mark) den Zusammenbruch der Barings-Bank ausgelöst. Bei der ältesten britischen Handelsbank war sogar die Queen Kundin.

Quelle: dpa

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