Lehman-Pleite, Schuldenkrise, 9/11 Was Anlegern Angst einjagte

Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten bescheren auch dem Dax ein heftiges Auf und Ab. Verglichen mit manchem Ereignis der Vergangenheit ist die Volatilität derzeit jedoch noch vergleichsweise gering - wie ein Blick auf den Volatilitäts-Index VDax zeigt.
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Immer, wenn irgendwo auf der Welt Beunruhigendes passiert, lässt sich das auch am zunehmenden Auf und Ab an den Börsen ablesen. Die Schwankungsbreite der Kurse bezeichnet der Fachmann als Volatilität, die hierzulande mit dem VDax beziehungsweise dessen Nachfolger, dem VDax New gemessen wird.

Es gilt: Je höher der VDax, desto stärker sind die Turbulenzen am Aktienmarkt. In ruhigen Zeiten bewegt sich der Index in der Regel im Bereich von 10 bis 20 Punkten. Ende der neunziger Jahre jedoch trieb die Asienkrise den VDax erstmals in die Höhe. Zunächst wurden Werte zwischen 40 und 50 Punkten erreicht. Als jedoch ...

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... die Sorge aufkam, dass die Asienkrise die gesamte Weltwirtschaft beeinträchtigen könnte, stieg der VDax New auf knapp 60 Punkte.

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Den nächsten Peak erreichte der Volatilitätsindex unmittelbar nach dem 11. September 2001. Die Terroranschläge von New York und Washington schockierten auch die Finanzmärkte - der VDax New schoss auf rund 55 Punkte in die Höhe.

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Danach kamen die Märkte eine zeitlang kaum zur Ruhe. Es folgten der Feldzug der USA und ihrer Verbündeten gegen den internationalen Terrorismus, mit Kriegen in Afghanistan ...

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... sowie im Irak. 2003 und 2004 notierte der VDax New fast ununterbrochen oberhalb der 30-Punkte-Marke. Erst 2005 sank er wieder auf ein Niveau unterhalb von 20 Punkten.

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Doch die nächste Erschütterung der Finanzmärkte ließ nicht lange auf sich Warten. 2007 und 2008 breiteten sich erste Sorgen wegen stark gestiegener Immobilienpreise aus. Betroffen waren vor allem die Häusermärkte in den USA, aber auch jene in Großbritannien und Spanien. Ebenso waren weltweit die Preise für Gewerbeimmobilien in die Höhe geschossen.

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Was folgte ist bekannt: Die Immobilienblase am US-Häusermarkt platzte und löste wegen der weitverbreiteten Kreditverbriefungspraxis weltweit die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten aus. Auf deren Höhepunkt meldete am 15. September 2008 die US-Bank Lehman Brothers Insolvenz an. In den Tagen danach erreichte der VDax New sein bisheriges Rekordhoch bei gut 83 Punkten.

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2010 hatten sich die Märkte gerade einigermaßen vom Lehman-Schock erholt, da erreichte sie die nächste Hiobsbotschaft: Griechenland offenbarte sich als hoffnungslos verschuldet und ohne fremde Hilfe finanziell praktisch nicht mehr überlebensfähig. Damit war der Startschuss für die Euro-Schuldenkrise gefallen - der VDax New reagierte mit einem Sprung auf 40 Punkte in die Höhe.

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Auch die verheerende Naturkatastrophe in Japan im Frühjahr dieses Jahres, in deren Folge es im Atomkraftwerk von Fukushima zum massiven Störfall inklusive des Austritts radioaktiver Strahlung kam, ließ die Börsen nicht unberührt.

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Die aktuellen Kursturbulenzen schließlich, die vor allem im Zusammenhang stehen mit der schwächelnden Konjunktur in der industrialisierten Welt sowie widerum mit der Euro-Schuldenkrise und den Problemen Griechenlands, sorgen erneut für hohe Werte beim Vola-Dax. Der Index ist zuletzt auf beinahe 50 Punkte gestiegen.

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Der Chart des VDax New zeigt deutlich, welche Ereignisse der jüngeren Weltgeschichte die Börsen in Wallung gebracht haben. Auffällig ist, dass der Vola-Dax immer dann in die Höhe schnellt, wenn der Dax auf Talfahrt geht. Experten zufolge hat das allerdings auch rechnerische Gründe.

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