Renditen am Anleihemarkt Berlusconi wird für Italien immer teurer

Obwohl die EZB mit Milliardeneinsatz Anleihen aufkauft, klettern die Risikoprämien für italienische Staatsanleihen wieder in die Höhe. Der laxe Kurs von Ministerpräsident Berlusconi kommt dem Land teuer zu stehen: Ein Überblick über die jüngste Entwicklung der Risikoprämien.
1 / 7

Schönwetterpräsident: Italiens Premier Silvio Berlusconi (als Souvenirpuppe in Rom dritter von rechts) hat Haushaltsreformen wieder zurückgenommen, die er erst vor wenigen Tagen versprochen hatte. Nun verlieren auch die Währungshüter die Geduld und stellen den Reformwillen der italienischen Regierung in Frage. Die Folge: Die Risikoprämien für italienische Staatsanleihen, die auf Grund der Stützungskäufe der EZB zuletzt gesunken waren, zogen wieder steil an ...

Foto: REUTERS
2 / 7

... so kletterte die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen wieder über die Marke von 5,5 Prozent, nachdem die EZB-Käufe die Renditen zuletzt deutlich gedrückt hatten. "Italien hat ein Problem mit der politischen Führung, nicht mit der Wirtschaftsstruktur", sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing. Italien muss Investoren rund dreimal so hohe Zinsen zahlen wie zum Beispiel Deutschland ...

Foto: Bloomberg / manager magazin
3 / 7

... so fiel die Rendite für die zehnjährige Bundesanleihe zu Wochenbeginn klar unter die Marke von 2 Prozent. Bereinigt um die Inflation ist die Verzinsung zehnjähriger deutscher Staatsanleihen sogar negativ. Das andere Extrem in der Euro-Zone ist Griechenland ...

Foto: Bloomberg / manager magazin
4 / 7

... die Rendite zehnjähriger Griechenland-Anleihen liegt bei fast 20 Prozent. Anders gesagt: Der Markt geht nicht mehr davon aus, dass Griechenland seine Schulden vollständig zurückzahlen kann, denn in diesem Fall würden Anleihe-Investoren ein famoses Geschäft machen. Eine ähnliche Entwicklung wie Italien ...

Foto: Bloomberg / manager magazin
5 / 7

... weisen auch die Renditen für spanische Staatsanleihen auf, die ebenfalls deutlich über 5 Prozent notieren. Spanien hat sich zum Euro bekannt, muss durch eigene Haushaltsdisziplin aber auch einen Beitrag zur Stabilität des Euro leisten. Zweistellige Renditen ...

Foto: Bloomberg / manager magazin
6 / 7

... fordern Investoren, wenn sie Portugal Geld leihen sollen. Portugal ist deshalb ebenso wie Griechenland unter den Rettungsschirm geflüchtet und wird bis Jahresende noch mit neuen Krediten in Höhe von rund 78 Milliarden Euro versorgt. Das Geld kommt je zu einem Drittel aus dem Rettungsfonds EFSF, dem Internationalen Währungsfonds IWF sowie dem EU-Fonds EFSM. Die Renditen von knapp 10 Prozent gelten also für Altanleihen Portugals und nicht für frisches Geld aus Mitteln des Rettungsfonds. Ein noch größeres Hilfspaket ...

Foto: Bloomberg / manager magazin
7 / 7

... in Höhe von rund 85 Milliarden Euro nutzt Irland, dessen Sparbemühungen im Gegensatz zu Italien von der EU ausdrücklich gelobt werden. Altanleihen Irlands werden nichtsdestotrotz derzeit mit einer Rendite von mehr als 8 Prozent gehandelt.

Foto: Bloomberg / manager magazin