Air-Berlin-Chef Hunold Stars, Sternchen und Politiker an seiner Seite

Er hat Air Berlin mit aufgebaut und nicht zuletzt durch Übernahmen groß gemacht, doch kaum Gewinne eingefahren. Dennoch zeigte er sich gern in illustrer Runde. Ein Überblick über die wichtigsten Unternehmensstationen und die Stars, Sternchen und Politiker an Hunolds Seite.
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Aus kleinen Anfängen: Sein Start ins Berufsleben verlief holperig, doch im Lauf der Jahre hat Air-Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold viele Neider und Kritiker überflügelt. Der hemdsärmelige Manager startete 1992 den Flugbetrieb mit nur zwei Boeing-Jets und 150 Mitarbeitern. Bis heute hat der 61-Jährige über die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands mit über 9000 Beschäftigten und 168 Maschinen geherrscht.

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Von Flugzeugen begeistert: Die Fliegerei hat Hunold, Sohn eines Düsseldorfer Kosmetikvertreters, schon früh gereizt. Eine Ausbildung zum Berufspiloten nach dem Abitur blieb ihm aber wegen einer Sportverletzung am Arm verwehrt. Stattdessen studierte er neun Jahre lang Jura, ohne jedoch das erste Staatsexamen zu schaffen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Kellner in Düsseldorf, was er später sein "Psychologiestudium" nannte.

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Startrampe Düsseldorf: 1978 nahm Hunold eine Stelle am Flughafen Düsseldorf an, wo er das Be- und Entladen überwachte. Von 1982 bis 1990 war Hunold bei der LTU-Gruppe tätig, zuletzt als Vertriebs- und Marketingdirektor. Im April 1991 gründete Hunold dann die Air Berlin GmbH & Co Luftverkehrs KG und übernahm damit die amerikanische Air Berlin Inc., die der ehemalige PanAm-Pilot Kim Lundgren 1978 gegründet hatte.

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Spezialist für Charterflüge: Als sein eigener Chef setzte Hunold erfolgreich auf Charterflüge nach Mallorca und in andere Mittelmeer-Destinationen sowie die Kanaren. 2002 etablierte sich Air Berlin erfolgreich mit Billigangeboten auch für Geschäftsreisende. Nach Easyjet und Ryanair wurde die Gesellschaft 2003 drittgrößter Low-Cost-Carrier in Europa. Air Berlin wurde zweitgrößte deutsche Airline hinter der Lufthansa.

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Übernahme in Österreich: 2004 übernahm Hunold eine 24-Prozent-Beteiligung an der österreichischen Billigfluglinie Niki seines Freundes Niki Lauda, ein Jahr später kam die Fluglinie Germania Express hinzu, und 2006 folgte die Übernahme der DBA. Im selben Jahr wagte Hunold zudem den Börsengang und baute nach und nach eine moderne Flotte auf.

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Neuer Zukauf: Im März 2007 erwarb die Air Berlin, eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht, komplett die LTU - für 140 Millionen Euro inklusive Schulden von 200 Millionen Euro. Inzwischen haben sich Hunolds Jets vom Ruf der Billigflieger emanzipiert; mit nennenswerten monetären Gewinnen ging die Niveauverbesserung aber nicht einher.

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Gesellschaftsfan:2007 erhielt Hunold den Karnevalsorden "Wider den tierischen Ernst", wurde aber auch vom Naturschutzbund NABU als "Dinosaurier des Jahres" angeprangert, weil er "Umweltsünder ohne schlechtes Gewissen" sei und allen Fakten zum Trotz das Flugzeug als klimafreundliches Verkehrsmittel darzustellen versuche. Bei seinen öffentlichen Auftritten in den vergangenen Monaten schien Hunold einiges von seiner Hemdsärmeligkeit verloren zu haben.

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Teurer Gast: Zur Jubiläumsfeier 2009 kam auch die Kanzlerin; bei der anschließend verabschiedeten Luftverkehrsabgabe hatte sie trotzdem kein Erbarmen mit Hiunold.

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Impresario: Die Sängerinnen der Popgruppe "Appassionante", die Hunold unter seine Fittiche genommen hat.

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Nützliche Verbindung: Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (links) umgarnt Hunold als Hauptstadtinvestor, Peter Maffay (Mitte) und Hunold stehen einander bei Charity-Projekten bei.

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Wiedersehen: FDP-Chef Guido Westerwelle (rechts) traf Hunold bereits bei allerlei Events - zum Beispiel bei der Eröffungsfeier des Weltfests des Pferdesports in Aachen, wo sie mit Franziska van Almsick anstießen.

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Überzeugter Rheinländer: Der am 5. September 1949 geborene Hunold ist verheiratet und hat vier Kinder. Er lebt in Düsseldorf, hat aber auch ein Haus auf Sylt. Seine Hobbys sind Golf und Tennis.

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