Vierwaldstätter See Das blaue Wunder der Schweiz

Der Vierwaldstättersee wirkt wie ein stiller Riese. Aber er kann launisch sein und gibt seine Schätze nicht einfach so preis. Im Sommer ein Spielplatz für Segler und Surfer, kann er im Winter unberechenbar werden. Wer ihn kennt, hat Respekt - und will nicht mehr weg.
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Wie ein unregelmäßiger Tintenfleck schlingt sich der Vierwaldstättersee um Hügel und Berge der Zentralschweiz. An den Ausläufern des Bürgenstocks passieren Schiffe die schmalste Stelle des Sees: 800 Meter misst die Enge zwischen Unter Nas im Westen und Ober Nas im Osten. Der See vermittelt ...

Foto: Arthur F. Selbach
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... ein Gefühl von Freiheit. Mit seinen 114 Quadratkilometern ist er sogar größer als die Insel Sylt. Wer ihn per Boot bereist, hat die schönsten Rastplätze oft für sich allein und nie Parkprobleme.

Foto: Herbert Zimmermann
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Unter Schweizer Flagge kann man quer über den See fahren: Rund drei Stunden dauert die Überfahrt von Luzern nach Flüelen.

Foto: Darshana Borges
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Seit 38 Jahren ist Kuno Stein auf dem Vierwaldstättersee unterwegs. Früher als Matrose, heute als Kapitän. Für ihn ist klar: "Es gibt keinen schöneren Beruf."

Foto: Darshana Borges
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Das Schiff unter Kapitän Steins Kommando macht am Anleger von Weggis fest. 1200 Menschen finden darauf Platz.

Foto: Darshana Borges
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Eine 1300 PS starke Dampfmaschine treibt die Schaufelräder der "Stadt Luzern" an.

Foto: Darshana Borges
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Der Radar kam erst später: Die Jungfernfahrt der "Stadt Luzern" ist über achtzig Jahre her. Doch immer noch ist die "alte Dame" stolzes Aushängeschild der Schifffahrtsgesellschaft.

Foto: Darshana Borges
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Die Stadt Meggen mit ihrem Bootsteg liegt gleich bei Luzern. Im Vergleich zum restlichen Kanton Luzern verlangt diese Gemeinde geringere Steuern. Laut "Forbes Magazine" leben zwei der 22 Milliardäre der Schweiz in Meggen und genießen dort den Blick auf den See.

Foto: Darshana Borges
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Neben Schiffskapitän Stein leben hier viele Menschen in enger Verbindung mit dem See, der an vielen Tagen wie ein Gemälde wirkt. Fischer ...

Foto: Darshana Borges
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... Gottfried Hofer zum Beispiel. Er fährt fast jeden Tag auf den See. Am liebsten ist er allein auf dem Wasser. Früher hatte er noch ein Radio dabei, heute würde ihn das nur stören. Seine Familie fischt hier seit Generationen.

Foto: Darshana Borges
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Es gibt Tage, an denen der Fang bescheiden ist. Aber Hofer stört das nicht weiter.

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Die Netze trocknet er direkt am Haus. Sein Boot bringt ihn bis vor die Tür.

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Segeln auf dem Vierwaldstättersee ist beliebt: Das weitverzweigte Gewässer verbindet fünf Schweizer Kantone. Aber nicht nur auf dem Wasser ...

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... auch unter Wasser gibt es viel zu tun. Berufstaucher Franz Hattan sägt im Wasser zum Beispiel alte Anlegepfähle ab und gießt neue aus Beton nach. Am liebsten geht er um Mitternacht in den See. Unvergleichlich sei der Blick aus zehn Metern Tiefe auf den silbernen Mond.

Foto: Darshana Borges
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Der Winzer Toni Ottiger lebt im Örtchen Kastanienbaum und schaut Morgen für Morgen aus seinem tiefrosafarbenen Haus zuerst auf den See und dann auf seine gepachteten Weinberge ringsum. Ein Glas Muscat unter der Linde ist für ihn ein liebgewonnenes Ritual. Seinen "Kraftort" nennt er diese Stelle.

Foto: Darshana Borges
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Es fehlt an nichts hier: Sonnen am See, die Berge im Blick. Luzern ist sich selbst genug.

Foto: Darshana Borges
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Im Gasthof "Rössli" in Escholzmatt kocht "Hexer" Stefan Wiesner mit allem, was die Region hergibt, auch mit Steinen, Moos, Rinde und Holzkohle.

Foto: Darshana Borges
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Bei Sonnenuntergang bietet der See herrliche Panoramen.

Foto: Darshana Borges
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Am Fuss des Hausbergs von Luzern, dem Pilatus, direkt am Ufer des Vierwaldstättersees, liegt die Ortschaft Hergiswil. Der ...

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... 2132 Meter hohe Pilatus wird seit 1889 von der steilsten Zahnradbahn der Welt erschlossen. Touristen aus aller Welt bevölkern ...

Foto: Darshana Borges
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... die breite Panoramaterrasse und die Rundwege. Der Rummel kann ein ernüchternder Empfang für Wanderer sein, ...

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... die tatsächlich - zum Beispiel über den Trockenmatt - auf den Berg gelaufen sind.

Foto: Darshana Borges
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Die mit 1797,5 Metern kleinere Rigi wird auch die "Königin der Berge" genannt und besitzt die erste Bergbahn Europas. Höchster Gipfel ist der Rigi-Kulm. Auf dem Berg ...

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... findet der Wanderer heute wieder ein wenig mehr Ruhe. Einst nahm hier der Bergtourismus für die Massen seinen Anfang. Die Lage am Südhang der Rigi garantiert den Gästen eine grandiose Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Alpen.

Foto: Darshana Borges
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Anstelle zu wandern, kann der Luzern-Besucher auch mit dem Hammetschwand-Lift, einem spektakulären Freiluft-Aufzug, über 153 Höhenmeter auf den Bürgenstock fahren und die Aussicht auf den See genießen. Der Bürgenstock ist seit dem 19. Jahrhundert ein Ziel für reiche Touristen und neugierige Zaungäste.

Foto: Darshana Borges
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Hier liegt das Rütli, eine Wiese, auf der Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden ihr "ewiges Bündnis" beschworen haben sollen und der Nationalfeiertag (1. August) mit Bundesratsreden, Fahnenschwingen und Musik begangen wird. Mehr Schweiz geht nicht.

Foto: Darshana Borges