Dax 2011 Nur noch 3 Dax-Werte seit Jahresstart im Plus

Elf Handelstage in Folge hat der Dax bereits verloren, am Mittwoch verlor der Aktienindex erneut 5 Prozent an Wert. Für RWE und Eon ziehen dunkle Wolken auf, nur drei Aktien notieren höher als zu Jahresbeginn. (Stand: Xetra-Schluss Mittwoch, 10. August)
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Elf Handelstage in Folge hat der Dax bereits verloren, am Mittwoch verlor der Aktienindex erneut 5 Prozent an Wert. Für RWE und Eon ziehen dunkle Wolken auf, nur drei Aktien notieren höher als zu Jahresbeginn. (Stand: Xetra-Schluss Mittwoch, 10. August)

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Commerzbank: Die europäische Schuldenkrise setzt der Commerzbank besonders zu. Sie hat griechische Staatsanleihen in den Büchern, auf die Abschreibungen fällig werden. Nach einer Kapitalerhöhung konnte die Bank zwar einen Großteil der Staatshilfe zurückzahlen, die Maßnahme drückte jedoch auf den Kurs: Seit Jahresbeginn hat die Commerzbank bis zum Mittwochabend55 Prozent an Wert verloren und war damit das Unternehmen mit dem bislang höchsten Kursverlust im Dax 2011. Mit einem erneuten Minus von 7,7 Prozent landete die Aktie am Mittwoch unter der Marke von 2 Euro.

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RWE: Einst galten die renditestaren Versorgerwerte als besonders sicher - vorbei. Die Energiewende in Deutschland zwingt RWE dazu, das Geschäftsmodell zu ändern. RWE-Chef Jürgen Großmann, der sich besonders für längere Atomkraftlaufzeiten eingesetzt hatte, wird im Juli 2012 das Amt an seinen Nachfolger Peter Terium übergeben. Zudem verhagelte eine Gewinn- und Umsatzwarnung die Halbjahresbilanz. Fast 47 Prozent Kursverlust für RWE-Aktionäre seit Jahresbeginn - der neue Chef steht vor großen Umbauarbeiten.

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Metro: Die größte deutsche Handelskette leidet unter anderem unter den roten Zahlen von MediaSaturn. Zudem würde ein Abflauen der Binnennachfrage die Metro empfindlich treffen: Gut 44 Prozent hat die Aktie seit Jahresbeginn nachgegeben. Konzernchef Cordes ist unter Zugzwang.

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Eon: Ebenso wie Konkurrent RWE muss sich Deutschlands größter Versorger Eon neu erfinden, um die alten Gewinnmargen wieder zu erreichen. Beide Energieriesen sind hoch verschuldet, der Ausstieg aus der Kernenergie reißt tiefe Löcher in die Bilanz. Mit einem Minus von knapp 40 Prozent seit Jahresbeginn hat sich Eon besser gehalten als RWE, gehört aber dennoch zu den vier Dax-Werten mit der bislang schlechtesten Performance 2011.

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HeidelbergCement: Die Aktie des Baustoffkonzerns verzeichnet seit Beginn des Jahres einen Kursverlust von 36 Prozent. Seit dem Jahreshoch im Frühjahr, als der Konjunkturfrühling durch Deutschland wehte, hat die Aktie sogar rund 44 Prozent an Wert verloren. Steigenden Umsätzen stehen auch gestiegene Kosten gegenüber. Es ist die fünftschlechteste Performance im Dax 30 seit Jahresbeginn.

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MAN: Der LKW-Hersteller MAN hat seit Jahresbeginn rund 32 Prozent an Wert verloren. Auch die forcierte Übernahme durch Volkswagen konnte den Kurs nicht stützen.

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ThyssenKrupp: Aktionäre des Stahlkochers und Industriekonzerns mussten seit Jahresbeginn rund 31 Prozent Kursverlust hinnehmen. Die Kostenexplosion durch den Bau neuer Stahlwerke in Brasilien und den USA sowie die Probleme beim Verkauf der Werftentochter Blohm & Voss haben Aktionäre ernüchtert.

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Lufthansa: Hohe Kerosinpreise, höhere Steuerbelastung durch die Bundesregierung, Flugasche nach Vulkanausbrüchen und nun auch noch mögliche Streiks: Die Lufthansa musste im Jahr 2011 bislang viel ertragen. Die Aktionäre ebenso: Mit einem Minus von knapp 30 Prozent sei 1. Januar 2011 rangiert die Airline im unteren Dax-Drittel.

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Daimler: Trotz der boomenden Autokonjunktur und der jüngsten Rekordzahlen der Automobilhersteller ist die Aktie von Daimler voll in den jüngsten Abwärtsstrudel geraten. Ein Großteil des Kursminus von rund 28 Prozent der Aktie stammt aus den vergangenen zwei Wochen - Anleger nehmen Gewinne mit. Die Absatzrekorde scheinen für die meisten Investoren eher ein Blick in den Rückspiegel zu sein.

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Deutsche Bank: Das ambitionierte Gewinnziel der Deutschen Bank von 10 Milliarden Euro für das Jahr 2011 ist seit den jüngsten Finanzmarktturbulenzen unwahrscheinlicher denn je. Die Aktie notiert 26 Prozent schwächer als zu Jahresbeginn - mit der Aktienperformance können weder Investoren noch der scheidende Chef Josef Ackermann zufrieden sein.

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K+S: Durch die Übernahme der kanadischen Explorationsfirma Potash One hat der Rohstoffkonzern aus Kassel weiteres Wachstum signalisiert und wichtige Lizenzen für Kali-Lagerstätten erworben. Doch die hohen Schwankungen an den Rohstoffmärkten sowie die hohe Unsicherheit am Aktienmarkt bescherten auch dem Kasselaner Unternehmen ein Kursminus von rund 25 Prozent seit Jahresbeginn.

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Siemens: Der international tätige Industriekonzern profitierte im ersten Halbjahr 2011 wie kaum ein anderes Unternehmen von der hohen Nachfrage in den Schwellenländern und von der weltweiten Nachfrage nach umweltfreundlicher Energietechnik. Doch seit dem Hoch von knapp 100 Euro im Frühjahr hat die Aktie wieder deutlich nachgegeben - die Aktie ist inzwischen wieder um knapp 24 Prozent günstiger als zu Jahresbeginn.

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Bayer: Die Aktie des Pharmakonzerns verzeichnet seit Jahresbeginn einen Verlust von rund 23 Prozentpunkten - für einen Titel aus dem defensiven Pharma-Sektor ist das viel. Auf eine Neugestaltung des Berliner Standortes (altes Schering-Gelände) hat Bayer verzichtet.

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Munich Re: Trotz steigender Gewinne und der Kurserholung nach den Naturkatastrophen in Japan und Neuseeland hat die Münchener Rück seit Jahresbeginn rund 23 Prozent an Wert verloren.

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Allianz: Die Aktie der Allianz hat seit Jahresbeginn rund 20 Prozent an Wert verloren - und liegt damit gerade noch besser als der Dax. Das Unternehmen hat seine griechischen Staatsanleihen um fast die Hälfte abgeschrieben und sich für die Beteiligung privater Investoren an der Umschuldung Griechenlands ausgesprochen. Auch die Versicherer müssen sich nach neuen Anlagezielen umsehen, seit Staatsanleihen ihren Status als Hort der Sicherheit verloren haben.

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Infineon: Der Chiphersteller gehörte lange Zeit zu den Lieblingen im Dax - auch weil US-Konkurrenten wie Intel Rekordzahlen meldeten. Seit dem jüngsten Hoch, gefördert durch steigende Nachfrage der Autoindustrie, Anfang Mai hat Infineon jedoch einen Verlust von rund 33 Prozent erlitten und notiert jetzt etwa 20 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn.

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Deutsche Börse: Auch die baldige Fusion mit der New York Stock Exchange konnte den Kurs des Handelsplatzbetreibers nicht nachhaltig stützen. Mit einem Kursverlust von 19 Prozent seit Jahresbeginn zählt die Deutsche Börse aber schon zur oberen Dax-Hälfte.

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Deutsche Post: Der Logistiker überraschte erst kürzlich mit starken Halbjahreszahlen - auch die Post ist Profiteur der guten Konjunktur. Durch den jüngsten Kursrutsch im Dax ist aber auch die Post gegenüber Jahresbeginn um rund 18,5 Prozent in die Verlustzone gerutscht.

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BASF: Der Chemieriese reagiert besonders sensibel auf eine Abschwächung der globalen Konjunktur - und hat in den vergangenen Monaten eine Kursrally hingelegt. Doch nun überwiegen die Sorgen: Rund 17 Prozent betragen die Kursverluste seit Jahresbeginn.

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Volkswagen: Der Automobilkonzern meldete regelmäßig Absatzrekorde und Milliardengewinne und gehörte seit Monaten zu den Anlegerlieblingen im Dax. Nun bringen Anleger Geld in Sicherheit: Die Aktie hat seit ihrem Hoch bei 152 Euro rund 28 Prozent an Wert verloren. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 10 Prozent zu Buche.

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Linde: Der Industriegasehersteller hat seit Jahresbeginn rund 9 Prozent an Wert eingebüßt. Damit gehört Linde bereits zum oberen Drittel der Dax-Konzerne mit der besten Kursperformance. Hohe Nachfrage in Asien sowie das fortlaufende Sparprogramm stützen die Performance des Konzerns.

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Henkel: Die Aktie des Konsumgüterherstellers hat seit Jahresanfang rund 8 Prozent Wertverlust verzeichnet. Auch die Zugehörigkeit zu einer "defensiven" Branche schützt nicht vor Kursverlusten.

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Adidas: Der Sportartikelhersteller meldete Anfang August einen Gewinnsprung, die Aktie haussierte. Doch noch am gleichen Tag begann der Dax seinen atemberaubenden Kursrutsch. Die Aktie hat seit Jahresbeginn 2011 rund 7 Prozent verloren und hat seit dem jüngsten Hoch Mitte Juli einen Verlust von rund 21 Prozent seines Wertes hinnehmen müssen.

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SAP: Die geplante Zusammenarbeit mit Google sowie die Verlegung von Anwendungen ins Internet sorgen bei der Softwareschmiede wieder für Phantasie. Doch seit dem jüngsten Hoch Ende April schmolz auch bei SAP der Börsenwert um knapp 20 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 7 Prozent zu Buche.

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Deutsche Telekom: Die Aktie der Deutschen Telekom ist wieder unter die Marke von 10 Euro gerutscht - und hat seit Jahresbeginn 2011 5,7 Prozent an Wert verloren (Stand: Mittwochabend, 10. August)Als Kursstütze erweist sich die vergleichsweise hohe Dividende, die die Telekom auch 2012 und 2013 zahlen will. Die Dividendenrendite des Unternehmens beträgt derzeit rund 7 Prozent. Eine Platzierung unter den Top 5 schaffte dagegen ...

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BMW: Man produziere "am Anschlag", hat BMW-Chef Norbert Reithofer angesichts der Rekordzahlen zum ersten Halbjahr verkündet. Doch wie lange noch? Die Aktie hat seit ihrem Jahreshoch rund 25 des Marktwertes wieder eingebüßt, gehörte am Dienstag aber ebenso wie VW bereits wieder zu den größten Gewinnern. Ergebnis: Seit Anfang 2011 hat BMW nur 5 Prozent nachgegeben.

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Beiersdorf: Der Konzernumbau und der Abschied von dekorativer Kosmetik hatte den Hamburger Konsumgüterkonzern bereits im Jahr 2010 belastet. Umso größer die Hoffnungen auf einen Turnaround 2011: Doch seit dem jüngsten Kursrutsch notiert auch Beiersdorf wieder rund 3,7 Prozent tiefer als noch zu Jahresbeginn.

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Fresenius: Die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius hat seit Jahresbeginn knapp 3 Prozentpunkte dazu gewonnen, auch am Mittwoch gehörte sie zu den wenigen mit Kursplus. Erfolgreiche Übernahmen und die Aktivität in bevölkerungsreichen Schwellenländern lassen den Umsatz des Konzerns wachsen. Die minimal positive Performance reicht für einen Platz unter den besten drei Dax-Werten.

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Merck: Der Pharmakonzern hat bislang ein Kursplus von gut 3 Prozent verteidigt. Ob die drei Pharmawerte im Deutschen Leitindex bis zum Jahresende das Ranking anführen, wird auch entscheidend von der Entwicklung der Konjunktur abhängen. Zieht sie wieder an, dürften viele Anleger wieder in andere Branchen wechseln.

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Fresenius Medical Care: Die Aktie des auf Blutwäsche spezialisierten Unternehmens verteidigt bislang immer noch einen Kursgewinn von rund 7 Prozent - das Geschäft gilt als krisensicher, und trotz der anstehenden Kürzungen in den USA bleibt FMC in den Vereinigten Staaten auf Expansionskurs. Damit ist die Dialysetochter des ebenfalls im Dax notierten Fresenius-Konzerns Spitzenreiter im deutschen Leitindex. zusammengestelllt von Janina Liersch

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