Geldanlagen im Stresstest Wohin mit dem Geld?

Die Angst vor dem großen Crash treibt Sparer, Vermögende und ihre Berater um. Wer viel Geld hat, misstraut Dollar, Yen und Euro. manager magazin nennt die größten Risiken und sagt, wie Anleger ihr Geld sichern können.
1 / 7

Geldentwertung: Hohe Schulden der Industrienationen machen eine schleichende Entwertung des Geldes immer wahrscheinlicher. Für Staaten ist es eine verlockende Strategie, die immensen Staatsschulden durch das Drucken frischen Geldes "wegzuinflationieren". Viele Anleger suchen daher seit Monaten Schutz vor Inflation - zum Beispiel durch Investments in Immobilien, Gold oder Sachwerte.

Foto: ANDREA COMAS/ REUTERS
2 / 7

Raus aus den Schuldenwährungen: Wer viel Geld hat, der möchte es derzeit nicht in Dollar, Yen oder Euro anlegen - aus Angst vor Geldentwertung und Staatsbankrotten. Als Fluchtziele nennen Finanzprofis asiatische Währungen (Foto: Chinesische Yuan-Note) sowie Devisen von Staaten mit großen Rohstoffvorkommen, zum Beispiel Norwegen oder Kanada.

Foto: STRINGER SHANGHAI/ REUTERS
3 / 7

Raus aus Staatsanleihen: Staatsanleihen haben ihren Status als sicherer Hafen verloren - sie leiden unter der Schuldenkrise. Dass Anleihen von Staaten inzwischen auch hohe Risiken bergen, haben viele Vermögensverwalter und Banken am Beispiel griechischer Anleihen erfahren. Der Vermögensverwalter Feri empfiehlt, nur einen kleinen Anteil von 10 Prozent in Anleihen zu stecken.

Foto: Corbis
4 / 7

Nach Rückschlägen Aktien kaufen: Die Schuldenkrisen in Europa und den USA sorgen derzeit für herbe Einbrüche am Aktienmarkt. Wie nach dem Kursrutsch 2008 bieten Aktien jedoch Erholungspotenzial, sobald sich die Angst legt und die Weltwirtschaft wieder Tritt fasst. Der Dax zum Beispiel hat sich zwischen März 2009 und März 2011 mehr als verdoppelt - gefragt sind vor allem Aktien mit hohem Cashflow und nachhaltigem Geschäftsmodell. Anleger brauchen vor allem Geduld: Den exakt richtigen Zeitpunkt zum Einstieg erwischen auch die Profis nicht.

Foto: STAN HONDA/ AFP
5 / 7

Gold als Absicherung: Wer Papierwährungen misstraut, hat in Gold eine Alternative. Gold bringt jedoch keine Zinsen und profitiert alks klassisches "Angstbarometer" lediglich durch Kurssteigerungen. Die Angst vor einem Crash treibt den Goldpreis derzeit von Rekord zu Rekord. "Es kann sein, dass man eines Tages 25 Prozent Gold im Depot haben muss", sagt Feri-Stratege Heinz-Werner Rapp.

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS
6 / 7

Spekulationsblasen meiden: Die Sonderstellung von Gold als Ersatzwährung bedeutet nicht, dass die Krisenwährung vor Preiseinbrüchen geschützt ist. Bei Industriemetallen, Öl, Agrargütern kommt es ebenso wie bei Gold immer wieder zu gefährlichen Spekulationsblasen. Zudem bieten Rohstoffanlagen seit dem massenhaften Einstieg von Spekulanten vor wenigen Jahren keine Absicherung gegen Aktienkursverluste mehr, stellten Ökonomen der Universität Princeton in einer Studie fest.

Foto: DPA
7 / 7

Sachwerte kaufen: Wer sein Geld vor der Inflation sichern und auf Sachwerte setzen möchte, kauft Immobilien oder Akeien von Firmen mit stabilem, nachhaltigem Geschäftsmodell, welche Preissteigerungen an ihre Kunden weitergeben können. Niedrige Zinsen und Angst vor Inflation haben die Häuserpreise in Ballungszentren wie Hamburg oder Düsseldorf (Foto) jedoch bereits weit nach oben getrieben.

Foto: DPA