Archäologie Geheimnisvoller Tempel wird am Computer rekonstruiert

Die Khmer-Tempel Kambodschas dienen als Actionfilmkulissen, ziehen Millionen Touristen an und stellen Forscher vor Rätsel. Doch viele der prachtvollen Bauten sind bis zur Unkenntlichkeit zerfallen. Jetzt bauen deutsche Mathematiker einen Tempel wieder auf - am Computer, Stein für Stein.
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Angkor Wat: Er ist der berühmteste der Khmer-Tempel in Kambodscha - allerdings sind längst nicht alle so gut erhalten wie dieser Touristenmagnet

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Tempel Banteay Chhmar: Ein Team um den deutschen Mathematiker Hans Georg Bock will das gigantische 3D-Puzzle am Computer virtuell lösen. Schon seit zehn Jahren reist der Heidelberger immer wieder nach Kambodscha, um die Behörden vor Ort beim Schutz der teilweise eingestürzten historischen Stätten zu unterstützen.

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Virtuell und real: Wie der Tempel einst ausgesehen hat, haben die Heidelberger Wissenschaftler zumindest schon einmal für ein Teilstück am Computer dargestellt

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Avalokiteshvara: Viele Details des Wesens mit den tausend Armen sind auf dem Relief nur schwer zu erkennen

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Maßarbeit: Mit dem 3D-Scanner wird ein Relief auf einer Tempelmauer digitalisiert

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Perfekt ausgeleuchtet: Dank virtuellem Licht erkennt man auf der Computerdarstellung des Reliefs viel mehr als in der Realität, wie ...

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Virtueller Mauerbau: Am Computer können die Forscher die gescannten Steine immer wieder neu aneinanderfügen

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Auferstanden: Das Skelett des Khmer-Tempels haben die Heidelberger Wissenschaftler am Computer erstellt

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Rekonstruiert: Einige Steine fehlen, aber zumindest am Computer steht die Mauer wieder. Die Suche nach passenden Nachbarn soll künftig eine Software übernehmen. Bei dieser Rekonstruktion haben die Forscher die Steine noch mit der Maus sortiert - ein gutes Auge reichte aus.

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Banteay Chhmar Tempel: Die Anlage ist größtenteils eingestürzt, nur noch 20 Prozent der Mauern und Gebäude sind intakt

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Mauerstil der Khmer: Kein Stein gleicht dem anderen. Damit eine Steinlage immer auf einem Niveau endet, wurden die Steine passend gemacht und teils Ecken herausgeschlagen. Dies erleichtert das Wiederfinden benachbarter Steine.

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Erfassen der Brocken: Mit einem 3D-Scanner haben Wissenschaftler bereits Dutzende Steine genauestens digitalisiert. Ein Scan dauert 30 Minuten.

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Kunstvoll gearbeitet: Viele Mauern des Tempels sind mit Reliefs verziert. Diese erleichtern auch das Wiederfinden zusammengehöriger Steine von eingestürzten Mauern.

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Fasznierender Tempel: Vor etwa 800 Jahren wurde die Anlage Banteay Chhmar im Nordwesten Kambodschas errichtet. Aber nur wenige Mauern und Türme stehen noch.

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Preah-Khan-Tempel in Angkor: Auch hier sieht man die Folgen des langsamen Verfalls

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