Investitionsdrang Wo Daimler Milliarden investiert

Daimler nimmt für den Ausbau seiner Produktionsstätten viel Geld in die Hand - doch die Milliarden fließen vor allem in Fabriken außerhalb Deutschlands. Wieviel Geld der Autokonzern derzeit in Wachstumsmärkte investiert und was er sich davon verspricht, zeigt der Überblick.
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Daimler nimmt für den Ausbau seiner Produktionsstätten viel Geld in die Hand - doch die Milliarden fließen vor allem in Fabriken außerhalb Deutschlands. Wieviel Geld der Autokonzern derzeit in Wachstumsmärkte investiert und was er sich davon verspricht, zeigt der Überblick.

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa
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Pkw-Produktion in China: Für die Autokonzerne wird China zum wichtigsten Markt der Welt. Auch Daimler nimmt hier kräftig Geld in die Hand: Bis 2013 investiert der Stuttgarter Konzern rund 2 Milliarden Euro in sein Werk in Peking (im Bild), das Daimler gemeinsam mit seinem chinesischen Partner BAIC betreibt. Bislang fertigt Daimler in Peking Mercedes-Benz-Limousinen, noch in diesem Jahr kommt der Geländewagen GLK hinzu. Ab 2013 laufen in Peking auch die Nachfolger der jetzigen A- und B-Klasse vom Band. 2015 will Daimler in Peking pro Jahr 200.000 Fahrzeuge produzieren, derzeit sind es rund 80.000.

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Vorstoß im Nutzfahrzeug-Markt: Auch für die Nutzfahrzeug-Sparte hat Daimler große Pläne. Ein Jointventure-Vertrag mit dem chinesischen Lkw-Hersteller Foton ist unterzeichnet, auf die Produktionslizenz wartet Daimler noch.
Seit April 2010 produziert der Autokonzern im Gemeinschaftsunternehmen Fujian Daimler Automotive (im Bild) Mercedes-Benz-Transporter der Typen Vito und Viano im Südosten Chinas. Jährlich werden 40.000 Transporter gefertigt, künftig soll auch noch der Transporter "Sprinter" in China gebaut werden.

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Billig-Lkw für Indien: Auch im zweiten Auto-Hoffnungsmarkt in Asien investiert Daimler - allerdings nur im Bereich Nutzfahrzeuge. Bis Anfang 2012 steckt Daimler 700 Millionen Euro in den Aufbau einer Lkw-Fertigung in Chennai. Diese soll für den lokalen Markt günstige Lkws bauen, die unter der Marke BharatBenz laufen werden. Anfänglich 30.000 bis 35.000 Lkws pro Jahr das Werk verlassen, Daimler will die Produktion bei entsprechender Nachfrage bis auf 70.000 Fahrzeuge pro Jahr erhöhen.

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Verbund mit russischem Lkw-Marktführer: Rund 250 Millionen Dollar hat Daimler in Russland investiert. Gemeinsam mit der europäischen Entwicklungsbank EBRD halten die Stuttgarter nun 15 Prozent an Kamaz, Russlands Marktführer für schwere Lastwagen. Daimler arbeitet in zwei Gemeinschaftsunternehmen mit Kamaz zusammen, die Werke wurden im März eröffnet (im Bild Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler bei der Werkseröffnung). Künftig will Daimler eine hohe fünfstellige Zahl an schweren Lkws in Russland produzieren, bislang importierte die russische Daimler-Tochter jährlich gerade einmal 2500 schwere Lastwagen.

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US-Werk wird ausgebaut: In den nächsten Jahren investiert Daimler 2 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,4 Milliarden Euro, in sein Werk in Tuscaloosa im südlichen US-Bundesstaat Alabama. Damit bleibt Daimler seiner SUV-Produktion in den USA treu. Das US-Werk produziert künftig die neue M-Klasse und die Nachfolgegeneration der GL-Klasse. Ab 2014 rollen auch kleinere Fahrzeuge von den US-Bändern: Als einer von vier Standorten fertigt Tuscaloosa die Nachfolgegeneration der C-Klasse.

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Mercedes-Werk in Ungarn: Rund 800 Millionen Euro steckt Daimler derzeit in den Neubau seines Pkw-Werks in Kecskemet (im Bild die Grundsteinlegung im Oktober 2009). Die ungarische Fabrik wird eines der beiden Hauptwerke für die Nachfolger der A- und B-Klasse werden, die ab 2012 verkauft werden. Die Hallen stehen bereits, ab Herbst laufen die Produktionstests. Künftig will Daimler mehr als 100.000 Kompaktwagen in Ungarn erzeugen - das zweite Werk für die neue Daimler-Kompaktklasse steht im deutschen Rastatt.

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