Inditex Das größte Bekleidungshaus der Welt

Der Spanier Amancio Ortega hat mit Zara das größte Bekleidungshaus der Welt geschaffen. Der Mutterkonzern Inditex, der neben Zara noch sieben weitere Marken führt, hat an der Börse den Konkurrenten H&M abgehängt. Zaras Erfolg ist die Folge einer einzigartigen Strategie - ein Überblick.
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Der Spanier Amancio Ortega hat mit Zara das größte Bekleidungshaus der Welt geschaffen. Der Mutterkonzern Inditex hat neben Zara noch sieben weitere Marken entwickelt ...

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... und hat an der Börse den schwedischen Konkurrenten H&M abgehängt. Der Erfolg von Inditex mit der Hauptmarke Zara ist die Folge einer einzigartigen Strategie ...

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... der Konzern gibt wenig Geld für Produktwerbung aus, steckt aber riesige Summen in 1-A-Verkaufslagen sowie in die Produktpräsentation. Die Präsentation in den Schaufenster wird im galizischen Arteixo von einem zehnköpfigen "Windows-Team" akribisch vorbereitet. Im Schnitt werden bei Zara alle zwei Wochen die Schaufenster komplett umdekoriert, zweimal die Woche kommt neue Ware. Für den Flagship-Store an der Fifth Avenue in New York blätterte Zara mal eben 325 Millionen Dollar hin ...

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... doch Geld hat Inditex-Gründer Amancio Ortega genug. Mit einem geschätzten Vermögen von 20 Milliarden Euro gilt er als der reichste Mann Spaniens. Der Galizier, der zurückgezogen lebt, hat im Juli 2011 die Geschäfte an seinen Nachfolger Pablo Isla übergeben ...

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... Pablo Isla, der neue Chef von Inditex, muss die weitere Expansion des Konzerns vor allem in den Schwellenländern vorantreiben - denn noch ist Inditex mit einem Umsatzanteil von 73 Prozent sehr europalastig. Alle Kleidungsstücke des Konzerns landen ...

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... egal wo in der Welt sie zusammengenäht wurden, wieder in Spanien, nämlich in den beiden großen Warenlagern in Arteixo oder Saragossa. Das eine Lager liegt direkt unter der Konzernzentrale wie ein gigantisches Labyrinth. Es ist mit seinen rund 500.000 Quadratmetern so weitläufig, dass die Arbeiter mit Fahrrädern zu ihren Einsatzorten fahren.

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Gesteuert von einem allwissenden Computer werden die Artikel dann in alle Welt verschickt. Die Folge: Je weiter der Kunde von Spanien entfernt ist, desto teurer sind die Zara-Produkte. In der restlichen Euro-Zone außerhalb Spaniens sind es rund 20 Prozent, in Japan sogar rund 100 Prozent. Der Vorteil dieser zentralistischen Methode: Der Produktentwicklungsprozess - von der Idee bis zum Laden, dauert nur zwischen zwei und sechs Wochen. Das schafft sonst keiner in der Branche. Zara gilt als "die schnellsten Zweiten" ...

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... denn in der Zentrale in Spanien sitzen rund 360 Designer und Produktmanager, die eher begnadete Kopisten als Erfinder sind. Sie adaptieren Haute Couture aus den Modemetropolen Paris und Mailand, aber auch Trends aus London und Tokio, und verarbeiten all diese Informationen an ihren Laptops permanent zu neuen Kleidungsschtücken. Kein Konkurrent setzt Trends fixer um. "Zara funktioniert inzwischen wie eine Maschine", sagt ein Branchenkenner. Zudem drückt und knebelt Inditex mit seiner Marktmacht seine Zulieferer, wie man es in Deutschland auch vom Lebensmittel-Discounter Aldi kannte.

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Expansion in Asien: Auch in Bangkok ist Zara inzwischen präsent. Das so genannte "Fast Fashion Retailing" - der schnelle Wechsel immer neuer, vergleichsweise günstiger Kollektionen - soll auch in Asien zum Erfolg führen. Um dabei nicht nur auf eine Marke konzentriert zu sein, hat Inditex neben Zara noch sieben weitere kleinere Labels geschaffen: Bershka, Massimo Dutti, Pull & Bear, Stradivarius, Oysho, Zara Home und Uterqüe. Bershka zum Beispiel zielt auf junge Kundschaft und soll bald auch in Berlin Shops eröffnen.

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