Weltgrößter Automarkt Die 15 Lieblingsautos der Chinesen

Knapp 98 Millionen Fahrzeuge rollen auf Chinas Straßen, das Land ist weltgrößter Auto-Absatzmarkt. Doch bei welchen Modellen greifen die Chinesen wirklich zu? Die Rangliste der 15 bestverkauften Autos in China zeigt, wie US-Hersteller und Japaner den Druck auf Volkswagen verstärken.
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Volkswagen Lavida: Volkswagen hat bereits im Jahr 1978 erste Kontakte nach China aufgebaut. Nun fahren die Wolfsburger reichlich Ernte im nunmehr größten Automarkt der Welt ein, etwa mit ihrem Bestseller Lavida. Im Juni 2011 verkaufte Volkswagen 22.980 Lavida-Limousinen, zeigen die Zahlen des amerikanischen Autodaten-Spezialisten J.D. Power - das ergibt wie im Vormonat Platz 1 in der Verkaufsstatistik. Die Limousine im Format des VW Jetta wurde vollständig in China entwickelt, bietet Hinterbänklern vergleichsweise viel Platz - und kostet dank der Verwendung billigerer Teile nur rund 13.000 Euro. Airbags, Klimaanlage und elektrische Fensterheber bietet der Lavida bereits in der Basisausstattung. Angeboten wird das Auto mit drei Benzinmotoren von 1,4 bis 2 Litern Hubraum, die zwischen 105 und 131 PS leisten.

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Buick Excelle: Der Kompaktwagen aus dem Hause General Motors basiert ursprünglich auf dem Modell Nubira der koreanischen GM-Tochter Daewoo - und erfreut sich in China großer Beliebtheit. Im Juni kam der Buick Excelle chinaweit auf 22.889 Verkäufe und musste sich nur knapp dem VW Lavida geschlagen geben. Optisch wurde die ursprünglich vom italienischen Designstudio Pininfarina gestaltete Limousine für den chinesischen Markt angepasst - mit deutlich größeren Scheinwerfern und einem markanten Heck. In Europa wurde das Auto übrigens unter dem Namen Chevrolet Lacetti verkauft.

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Ford Focus: Das Weltauto, dessen Design aus Köln stammt, hat sich einen fixen Platz in der chinesischen Mittelschicht erobert. Mit 16.992 Zulassungen hat sich der Focus im Juni auf Platz 3 der bestverkauften Autos in China vorgeschoben. In China wird der Focus als Stufenheck und Limousine angeboten, ab 2012 will Ford eine Neuauflage des Focus in seinem chinesischen Werk in Chongqing bauen.

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Chevrolet Cruze: Dem Innenraum ist die Verwandtschaft zum Opel Astra klar anzusehen, äußerlich kommt der Kompaktwagen aus dem Hause General Motors etwas bulliger als der Golf-Konkurrent der Konzernschwester Opel daher. Seit März 2009 wird der Cruze in China gebaut und verkauft, weltweit konnte GM bislang 800.000 Stück absetzen. In China verkaufte GM im Juni 16.885 Fahrzeuge. Damit lag der Cruze auf Platz 4 der China-Verkaufsrankings.

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Volkswagen Jetta : In Deutschland gilt der Jetta als etwas spießig, in China hingegen verkauft sich die Limousinen-Variante des VW Golf bestens. Mit 16.772 Zulassungen im Juni liegt der Jetta auf Platz 5 der meistverkauften Autos in China. In China wird übrigens noch immer die zweite Generation des Jetta produziert, die in Europa bereits 1984 vorgestellt wurde.

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Volkswagen New Bora: Seit 2009 verkauft Volkswagen den New Bora in China. Das Auto ist eine Variante des Jetta mit dynamischerem und eleganterem Design, die Bodenplatte des New Bora basiert auf dem Golf IV. Im Juni wurden laut Zahlen von J.D. Power 16.131 Fahrzeuge dieses Typs neu zugelassen - damit liegt der New Bora auf Platz 6 der Zulassungsstatistik. Im Vergleich zum Vormonat verbesserte sich der New Bora, der die zahlungskräftigeren Kunden anspricht, um mehr als zehn Plätze.

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Nissan Sunny: Der japanische Hersteller Nissan kann mit seinem Weltauto Sunny auch in China punkten. Die Neuauflage des Kompaktautos ist in China seit Anfang des Jahres erhältlich - zu Preisen ab umgerechnet 9.400 Euro. Angetrieben wird der Sunny mit einem 1,5-Liter-Benziner, der 109 PS leistet. Im Juni verkaufte Nissan 15.962 Exemplare des Sunny in China - das ist wie im Vormonat Platz sieben in der Verkaufsstatistik von J.D. Power.

Foto: Wu Hong/ picture alliance / dpa
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BYD F3: Der Kompaktwagen des chinesischen Autobauers Build Your Dreams wird seit 2005 gebaut. Äußerlich erinnert er stark an japanische Autos, angetrieben wird er von einem 1,5-Liter-Benzinmotor von Mitsubishi, der rund 100 PS leistet. Mit 15.603 verkauften Autos lag der F3 im Juni auf Platz 8 der meistverkauften Autos in China. Bekannt ist BYD aber vor allem als Batteriehersteller und Elektroauto-Pionier. Gemeinsam mit Kooperationspartner Daimler will BYD im Jahr 2013 ein Elektroauto auf den chinesischen Markt bringen. Doch in den letzten Monaten geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten, der Gewinn ist im ersten Halbjahr 2011 eingebrochen.

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP
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Great Wall Voleex C30: Die chinesische Marke Great Wall kennen in Deutschland nur Eingeweihte - in ihrem Heimatland China ist das wohl anders. Von seinem kompakten Limousine Voleex C30 verkaufte Great Wall im Juni 2011 14.622 Exemplare. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Voleex damit um einen Platz auf Platz 9 vorgearbeitet. Im Bild ist das Konzept-Limousine Voleex C70 zu sehen, die der Hersteller auf dem Shanghaier Autosalon vorstellte. Das Fahrzeug soll ab 2012 ausgeliefert werden.

Foto: Corbis
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Chevrolet Sail: Auf Platz 10 der meistverkauften Autos in China findet sich ein Auto, das ursprünglich auf dem Opel Corsa basierte. Doch mit der Neuauflage des Sail ging Chevrolet in China einen anderen Weg: Das seit Anfang 2011 verkaufte Modell wurde gemeinsam mit dem GM-Partner SAIC komplett in China entwickelt. Der Wagen trifft offenbar den Geschmack der Chinesen: Im Juni wurde die kleine Limousine, die in China ab 8800 Dollar zu haben ist, insgesamt 13.936 Mal verkauft.

Foto: Corbis
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Nissan Teana: Seit 2008 produziert Nissan die zweite Generation des Teana in China - eine Limousine, die in Deutschland unter dem Namen Maxima verkauft wird. Nissans Auto zählt schon zur gehobenen Mittelklasse: Verkauft wird der Teana mit 2,5 und 3-Liter-Motoren, der Einstiegspreis liegt um die 28.000 Dollar. Mit 13.175 Verkäufen im Juni 2011 liegt der Teana auf Platz 11 der bestverkauften Autos in China.

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Nissan Tiida: In Deutschland vermarktet Nissan den Tiida als Stadtauto, in China gilt die Limousinenversion des Tiida als kleines Familienauto. Seit Mai dieses Jahres steht in China eine Neuauflage des Golfklasse-Autos in den Nissan-Verkaufsräumen - zu Preisen ab rund 11.500 Euro. Die Chinesen scheinen sich mit dem kompakten Japaner anzufreunden: 11.091 Tiidas verkaufte Nissan den Zahlen von J.D. Power zufolge im Juni, damit liegt der Tiida auf Platz 12.

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Volkswagen Polo: Der Kleinwagen-Primus aus Wolfsburg findet auch in China Anklang - sowohl mit Fließheck als auch in Limousinen-Form. Ab 9150 Euro verkauft Volkswagen die Neuauflage seiner in China hergestellten Polos, im Juni lag der Polo mit 12.937 verkauften Autos an Platz 13 der Verkaufsstatistik von J.D. Power.

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Chery QQ: Das Stadtauto des chinesischen Herstellers Chery wird seit 2003 gebaut, die optische Ähnlichkeit zu dem Kleinwagen Daewoo Matiz war unübersehbar. Das bemerkten einst auch die Manager der General-Motors-Tochter Daewoo. Sie verklagten Chery im Jahr 2004 wegen der Raubkopie-Vorwürfe. Dem Verkaufserfolg des QQ tut das aber keinen Abbruch: 12.484 Exemplare verkaufte Chery im Juni 2011 in China und liegt damit auf Platz 14 der Verkaufsstatistik von J.D. Power. Im Bild ist die Neuauflage des QQ aus dem Jahr 2009 zu sehen, die mit dem auch als Chevrolet Spark verkauften Matiz nicht mehr so viel gemein hat - zumindest äußerlich.

Foto: AFP
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Hyundai Elantra Yuedong: Der koreanische Autohersteller Hyundai hat sich zu einem ernstzunehmenden Gegner von VW gemausert - auch in China machen die Koreaner VW langsam Konkurrenz. Mittlerweile wird Hyundais Kompaktlimousine Elantra in der fünften Version gebaut, in China verkauft Hyundai jedoch noch eine überarbeitete Version der vierten Modellgeneration. Im Juni verkaufte Hyundai 12.264 Exemplare des Elantra, damit liegen sie auf Platz 15. Zu Hyundais zwei Werken in China soll in Kürze ein drittes hinzukommen.
Wie es unterdessen mit den Lieblingsautos der Deutschen im ersten Halbjahr 2011 bestellt ist, erfahren Sie hier.

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