Gottschalk, Jauch, Raab und Co. Die einträglichen Geschäfte der TV-Stars

Fernsehgrößen wie Günther Jauch und Harald Schmidt sahnen ab. Langfristige Verträge bescheren den Quoten-Königen Millionen. manager magazin gibt einen Überblick über das Wirken und das Einkommen der Fernsehstars.
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Wer ist Millionär? Fernsehgrößen wie Günther Jauch und Harald Schmidt sahnen ab. Langfristige Verträge bescheren den Quoten-Königen Millionensummen. manager magazin gibt - zusätzlich zu einem ausführlichen Report im aktuellen Heft - einen Überblick über das Wirken und das Einkommen der Fernsehstars.

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Mit seinem Wechsel ins ARD-Vorabendprogramm wird sich Thomas Gottschalk (61) keinen Gefallen tun. Tagesaktualität ist nicht seine Stärke. Nicht wenige Leute in der Szene glauben, dass ARD-Programmchef Günter Struve ihn nur geholt hat, um aller Welt zu zeigen, dass er nicht nur Jauch, sondern schlichtweg jeden bekommt, den er haben will.

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Harald Schmidt (53), der graue Mann, und sein Geschäftspartner und Produzent Fred Kogel kehren zu Sat1 zurück. Die Quoten in der ARD waren zuletzt schlechter als bescheiden. Er gilt in der Szene als ausgebrannt und wenig innovativ. Bei seinem neuen alten Sender will er beweisen, dass er noch auf Draht ist. Mindestens 70 Sendungen pro Jahr sind geplant, dafür kassieren Schmidt und seine Produktionsfirma jährlich 8,4 Millionen Euro. Fred Kogel möchte, dass Schmidt "wieder daily geht".

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Günther Jauch (55) braucht keinen Manager. Er managt sich selbst. Auch Geld verdient er genug. Auf Werbeverträge will er künftig völlig verzichten. Seine Firma I & U Information und Unterhaltung setzt rund 40 Millionen Euro um, produziert mehr als ein Dutzend verschiedener Sendungen. Der Mann ist so gut, dass ihm sogar das Privileg zugestanden wurde, auf zwei Kanälen (Erstes und RTL) aufzutreten.

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Stefan Raab (44) hat im Dezember für weitere fünf Jahre bei Pro Sieben unterschrieben. Sein Vertrag hat ein Volumen von 185 Millionen Euro. Auch die Öffentlich-Rechtlichen hat der Kölner Metzgersohn im Griff: Die ARD überließ ihm ohne Not die eigene Marke Eurovision Song Contest 2011. Raab hat bei Pro Sieben den Ruf, schwierig und kompromisslos zu sein. Das macht die Arbeit mit ihm nicht immer zu einem Vergnügen. Raab will nicht als Unternehmer, sondern als Entertainer wahrgenommen werden.

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Kai Pflaume (44) moderiert, was es zu moderieren gibt. Notfalls moderiert er sich selbst in den Schlaf. Nachdem er jahrelang für Sat.1 "Nur die Liebe zählt" gemacht hatte, sieht sich der ehemalige Börsenhändler nun gereift und auf Kulenkampff-Niveau. Die ARD, außerstande, eigene Show-Kräfte in ausreichender Zahl zu entwickeln, machte ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen konnte. Bei Sat1 unternahm man nur halbherzige Versuche, ihn zum Bleiben zu bewegen.

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Wenn es nach dem ZDF geht, soll der Pilger Hape Kerkeling (46) die Nachfolge von Thomas Gottschalk antreten bei "Wetten, dass ...". Kerkeling gehört nicht zu den Höchstbezahlten, aber zu den beliebtesten deutschen Entertainern.

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Jörg Pilawa ("Rette die Million") gehört zu den Spitzenverdienern der Branche. Der 45-Jährige begann bei pro Sieben, wechselte zu Sat1, ging zur ARD und ist heute beim ZDF. Geschadet haben ihm die Transfers nicht.

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Es heißt, das Johannes B. Kerner (46) einen frischen und besser dotierten Dreijahresvertrag vom ZDF haben wollte - und als er ihn nicht bekam, seinen Abschied einreichte. In Mainz ist man nicht mehr besonders gut auf Kerner zu sprechen. In der Banche sagt man, dass Kerner sich böse verrechnet hat und einen schweren Bedeutungsverlust hinnehmen musste. Nicht zuletzt, weil er glaubte, bei Sat.1 auf seinen Redaktionsleiter Markus Heidemanns verzichten zu können, der inzwischen erfolgreich für den Kerner-Nachfolger Markus Lanz arbeitet. Rund 9 Millionen Euro von Sat.1 kassiert Kerner für insgesamt rund 75 Auftritte im Jahr sowohl als Gastgeber der Talkrund "Kerner" als auch für Moderationen im Sport und bei Shows.

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Anne Will (45) lieferte am Sonntagabend regelmäßig gute, ja sogar steigende Quoten. Ihre Leute sind stocksauer, dass sie wegen Jauch ihren Sendeplatz verlieren. Denn der Sonntagabend gilt als bequemster Arbeitsplatz des deutschen Fernsehens: Der "Tatort" schafft verläßlich ein großes Publikum heran, dass sich nur zu gerne bettmüde quatschen läßt.

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Auch Reinhold Beckmann (55) ist freier Unternehmer (Beckground TV). Seit 1999 moderiert er "Beckmann". Er versteht sich als der feinfühligste Frager unter all den feinfühligen Fragern der ARD. Trotz der Milde, die er sich antrainiert hat, zeigt der Mann aus Twistringen bei Bremen immer noch einen gewissen Biss.

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Nach dem Ende von "Christiansen" 2007 und der ersten Absage von Günther Jauch stand auch die unprätentiöse, allseits beliebte Sandra Maischberger (45) als Nachfolgerin zur Debatte. Man sagt, dass sie gegen Anne Will den Kürzeren zog, weil sie für das falsche Funkhaus, den WDR, arbeitete, Will aber für das richtige: den NDR.

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Anke Engelke: Die gebürtige Montrealerin erhält seit 1999 mindestens einen Preis pro Jahr für ihre vorzüglichen Darbietungen ("Ladyland", "Ladykracher"). Trotzdem gibt es Kritiker, die die Meinung verbreiten, die 46-Jährige sei zu dünn, zu spitz und in jüngster Zeit auch in kreativer Hinsicht nicht mehr so gut in Form. Beim Eurovision Song Contest moderierte die zweifache Mutter neben Stefan Raab und der steifen Hanseatin Judith Rakers.

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Maybrit Illner (46) ist bekanntlich dem Telekom-Chef René Obermann aufs Innigste zugetan. In zweiter Ehe übrigens. Wir wissen nicht, wie Michael Illner das findet, ein Drehbuchautor und Grimme-Preisträger. Die Berlinerin, die es 1986 für geboten hielt, in die SED einzutreten, ist eine ganz Fixe: intelligent, schnell, offen, sympathisch und dem ZDF seit Anfang der 90er Jahre verbunden. Schon seit 1999 moderiert sie ihre eigene Sendung (bis 2007 unter dem Titel "Berlin Mitte") - und man fragt sich, ob es ihr jemals langweilig wird.

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