McKinseys Private Banking Survey Wachsende Skepsis, sinkende Margen

Wer das Vermögen eines deutschen Millionärs betreut und verwaltet, verdient an einer Million Euro Anlagekapital pro Jahr gerade einmal 1600 Euro. Die Gründe für die schwindenden Margen sind vielfältig. Ein Überblick.
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Skepsis gegenüber der Bank: Wer das Vermögen eines deutschen Millionärs betreut und verwaltet, verdient an einer Million Euro Anlagekapital pro Jahr gerade einmal 1600 Euro. Die Gründe für die schwindenden Margen sind vielfältig ...

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Gewinnmarge: Im langjährigen Durchschnitt liegt die Gewinnmarge der Privatbanker bei 0,35 Prozent: Wer also eine Million Euro Kapital eines Kunden verwaltete, verdiente daran im Schnitt 3500 Euro.

Diese Gewinnmarge ist während der Finanzkrise eingebrochen und erholt sich nur zaghaft, wie eine Studie von McKinsey zeigt. In Europa liegt die Marge im Durchschnitt jetzt wieder bei 24 Basispunkten (0,24 Prozent), in Deutschland dagegen deutlich niedriger (0,16 Prozent / 16 Basispunkte). Gesellschafter in deutschen Banken müssen sich fragen lassen, warum ihre europäischen Kollegen im Schnitt eine um 50 Prozent höhere Marge vorweisen können. Zu den möglichen Ursachen zählt ...

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Vermögensverteilung: Deutsche Kunden weigern sich bisher erfolgreich dagegen, den Banken umfassende Mandate für die Verwaltung ihres Vermgens zu erteilen. 71 Prozent der deutschen Kunden entscheiden selbst und nutzen Banken nur zum Ausführen ihrer Käufe und Verkäufe. In Europa entscheiden dagegen nur 61 Prozent der Kunden noch selbst - knapp 40 Prozent geben den Bankern freie Hand. Dieser Unterschied drückt sich auch darin aus, dass deutsche Kunden gegenüber alternativen Anlageprodukten deutlich skeptischer sind.

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Kapitalwachstum: Insgesamt wuchs das verwaltete Kapital der Branche in Europa zwar um 9 Prozent, allerdings sind sieben Prozentpunkte dieses Zuwachses auf Kursgewinne in den Kundendepots zurückzuführen und nur zwei Prozentpunkte stammen von Nettozuflüssen. In Deutschland ist die Lage ähnlich: Der Anstieg von 10 Prozent stammt zu mehr als zwei Dritteln aus Kursgewinnen in den Kundendepots, nur drei Prozentpunkte sind durch Nettozuflüsse an Kundengeld verursacht worden.

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