Edle Papiere Die Macht des Haptischen

Viele der feinen Papiere spielen mit einem angenehmen Gefühl in der Hand oder Glitzereffekten für das Auge. Die Familientradition und die Treue zum Handwerk oder der Umweltschutz sind zusätzliche Verkaufsargumente auf einem engen Markt, der komplett globalisiert ist.
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Das Briefeschreiben ist ziemlich aus der Mode gekommen. Umso stärker der Auftritt eines mit Füller geschriebenen Briefes auf edelstem Papier. "Diese Wertigkeit kann man über das Internet nicht transportieren", sagt Gmund-Chef Florian Kohler.

Foto: Büttenpapierfabrik Gmund
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Silberionen hat die Papierfabrik Gmund in ihr Papier 925 eingearbeitet. Die glänzende, gebürstete Oberfläche, die sich je nach Lichteinfall verändert, wirkt wertvoll und technisch zugleich.

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Von wegen Generation Facebook. Es soll auch Schüler geben, die mit allerfeinsten Heften zum Unterricht erscheinen. Wer der Schule schon entwachsen ist, nutzt die farbenfrohen Schoolbooks für Skizzen und Notizen.

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Die historische Fabrik liegt im engen Tal der ...

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... Mangfall, Trinkwasserspeicher Münchens. Strengstes Augenmerk auf umweltfreundliche Herstellung ist da eine Frage des Überlebens.

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Wasser und Zellstoff mischen und fein mahlen und färben, dann ...

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... auf die Papiermaschinen auftragen. Weil der Prozess seit Jahrhunderten der gleiche ist, tut die Maschine aus dem Jahre 1886 unverändert ihren Dienst. Sie ist auch stilles Denkmal für den tragischen Tod des Urahns: Sein Mantel geriet eines Nachts in die Rollen.

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Im Papierlager warten die Rollen auf weitere Bearbeitung. Veredeln, ...

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... prägen (Bild) und schneiden sind die nächsten Schritte auf dem Weg zum fertigen Produkt.

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Endkontrolle und einmal durchzählen bei den Damen im Papiersaal. Danach werden die Papiere verpackt und versandt - vom Tegernsee in 80 Länder der Welt.

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Handgeschöpft sind die Gmunder Papiere längst nicht mehr. Gäste und Interessierte können sich im Büttenraum der Fabrik aber an diesem alten Handwerk versuchen.

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Ein Feuerwerk an Ideen hat der eher streng wirkende Chef Florian Kohler seinem Haus verordnet. Nur mit ständigen Innovationen und neuen Vertriebswegen kann er bestehen.

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Die wichtigsten Wettbewerber sitzen im Ausland. So das amerikanische Traditionsunternehmen Mohawk in Cohoes im Bundesstaat New York. In dritter Generation führen die vier O'Connors die 1931 gegründete Papiermühle. Mit 800 Mitarbeitern sind sie einer der Großen im Geschäft mit feinen Papieren.

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Fein, alt und familiengeführt ist auch das Haus Fedrigoni aus Verona in Italien. 1717 bauten sie dort die erste Papierfabrik. Heute macht die Firma 660 Millionen Euro Umsatz und hat gerade eine neues Zentrallager in Oberhaching bei München eröffnet. Mit ihren Papieren wollen die Fedrigonis "Emotionen anfassbar machen".

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