Staatsanleihen Italien wird für Versicherer zum Risiko

Die prekäre Lage in Italien macht deutschen Versicherern Kopfzerbrechen. Assekuranzen legen ihre Policeneinnahmen zum Großteil in Staatsanleihen an. Diese Engagements erscheinen nun nicht mehr sicher. Welche Versicherer wie viel Geld in italienische Staatsanleihen gesteckt haben.
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Allianz: Nach den massiven Problemen in Griechenland, Irland und Portugal haben die Märkte sich momentan auf das ebenfalls hoch verschuldete Italien eingeschossen. Besondere Sorgen muss sich Europas größter Versicherer Allianz machen: Der Konzern hatte Ende 2010 in italienische Staatsanleihen 28,2 Milliarden Euro investiert. Seitdem ist das Volumen in etwa auf diesem Niveau geblieben. 19 Milliarden Euro davon entfallen auf die italienische Tochter, hier wiederum vor allem die Lebensversicherung.

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Münchener Rück: Das Italien-Engagement des weltgrößten Rückversicherers hatte gemessen an Marktwerten Ende März ein Volumen von 5,4 Milliarden Euro. Darin sind auch die Anleihen der Düsseldorfer Erstversicherungstochter Ergo - der Nummer zwei in Deutschland - enthalten. Insgesamt summieren sich alle Kapitalanlagen der Münchener Rück auf 191 Milliarden Euro.

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Hannover Rück: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer hatte Ende Juni gut 26 Millionen Euro in Italien investiert. Bezogen auf die gesamten Anlagen von fast 25 Milliarden Euro entspricht dies nur 0,09 Prozent - die Niedersachsen stehen damit in der Branche am besten da.

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Talanx: Die Talanx-Gruppe um den Erstversicherer HDI hatte Anfang der Woche ein Engagement von knapp 600 Millionen Euro. Das sind weniger als ein Prozent aller angelegten Gelder. Die Hannover Rück, an der Talanx 50,2 Prozent der Aktien hält, ist in diesen Zahlen nicht enthalten. Der Großteil entfällt mit 372 Millionen Euro auf die italienische HDI-Tochter.

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