Regionalbörsen Die Davids gegen den Goliath aus Frankfurt

Sieben Wertpapierbörsen ringen in Deutschland um die Gunst der Anleger. Ein Überblick.
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Flaggschuff der deutschen Börsen ist und bleibt die Frankfurter Wertpapierbörse. Sie ist die bedeutendste deutsche Börse mit Sitz in Frankfurt am Main. Betreiber und Träger sind die Deutsche Börse AG und die Scoach Europa AG. Der Orderbuchumsatz der elektronischen Handelsplattform Xetra und des Parketts der Börse Frankfurt lagen allein im Juni 2011 bei 109,9 Milliarden Euro.

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Die 1830 gegründete Börse München hat erst vor zwei Jahren den neuen Hauptsitz am Karolinenplatz nezogen. Von dort aus handeln die Münchner rund 11.700 Wertpapiere. Als Plattform dient dabei unter anderem das vollelektronische System MAX-ONE, das 2003 eingeführt wurde. Für mittelständische Unternehmen hat die Börse München das Segment "M:access" gegründet, womit sie wie die Mehrzahl der Regionalbörsen dem Trend zur Mittelstandsfinanzierung Rechnung trägt.

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Am 11. Februar 1861 wurde der "Stuttgarter Börsenverein" gegründet und damit die die Wertpapierbörse eröffnet. Heute ist daraus die boerse-stuttgart AG erwachsen. Mit einem durchschnittlichen Orderanteil von derzeit gut 44 Prozent im deutschen Parketthandel ist die Börse Stuttgart Deutschlands zweitgrößter Handelsplatz nach Frankfurt. An der Euwax (European Warrant Exchange) werden zudem eine Vielzahl von derivativen Anlage- und Hebelprodukten gehandelt. Allein im Mai 2011 setzte die Börse Stuttgart nach Orderbuchstatistik rund 9,8 Milliarden Euro um.

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Gegründet im Jahre 1558, ist die Börse Hamburg die älteste noch existierende Börse Deutschlands. Stand zunächst der Warenhandel im Vordergrund, begann 1815 auch der regelmäßige Handel mit Wertpapieren. Seit 1999 firmiert die Börse Hamburg unter einem Dach mit der Börse Hannover. Im Jahr 2010 betrug das gemeinsame Orderbuchvolumen rund 28 Milliarden Euro, womit die Norddeutschen den drittgrößten Handelsplatz unter den deutschen Börsen stellen. Neben dem klassischen Handel von Wertpapieren haben die Börsen Hamburg und Hannover mit dem Handel offener Fonds ein neues Segment erschlossen. Eine weitere Spezialität sind auch Zweitmärkte für geschlossene Fonds und „gebrauchte“ Lebensversicherungsverträge.

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Die Börse Berlin vereint zwei Marktplätze unter einem Dach. Neben dem traditionellen Handel auf Xontro, dem Handelssystem aller Parkettbörsen in Deutschland, betreibt sie die unter der Marke Equiduct bekannte Handelsplattform ETS. Die Verantwortlichkeit für den Betrieb, die Wartung und weitere Entwicklung des Handelssystems liegt bei Equiduct Systems Ltd., an der die Berliner eine Minderheitsbeteiligung halten. Spezialisiert haben sich die Hauptstädter auf ausländischen Unternehmen. So werden in Berlin nahezu alle Nasdaq Werte gehandelt, aber auch Unternehmen aus China oder Südafrika stehen auf dem Kurszettel. Die Oderbuchumsätze auf den Marktpätzen Xontro und und Equiduct betrugen im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Euro.

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An der Börse Düsseldorf werden heute rund 11.350 in- und ausländische Wertpapiere gehandelt. 72 Banken und Sparkassen sowie 15 Maklerfirmen sind in der Landeshauptstadt als Marktteilnehmer tätig. Die Düsseldorfer Börse war die erste in Deutschland, die ein mit der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID konformes Leistungsprogramm mit Xetra-Preis- und Volumengarantien sowie der Ordervollausführung verbindlich im Regelwerk verankert hat. Seit September 2007 berechnet die Börse Düsseldorf den von ihr entwickelten „NRW-MIX“-Index.

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