Dax-Aufsichtsräte In welchen Firmen Frauen etwas zu sagen haben

Weite Teile der 160 Firmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax sind noch immer frauenfreie Zone. Vor allem die Indizes mit den Nebenwerten setzen überwiegend auf Männer. Doch in ihren Reihen finden sich Ausreißer, die schon wesentlich weiter sind.
1 / 11

Männerriege: Ex-Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter (2. v.l.) mit Vertretern aus Aufsichtsrat und Vorstand. Der Baukonzern ist einer von vielen Konzernen aus MDax, SDax und TecDax, bei denen keine Frauen im Kontrollgremium sitzen. Andererseits sind neun der zehn Dax-160-Firmen, die bereits mindestens etwa 30 Prozent Kontrolleurinnen haben, in den Nebenwertindizes gelistet ...

Foto: DPA
2 / 11

Fielmann

Der Brillenhändler hat einen Frauenanteil von 27,3 Prozent im Aufsichtsrat - inklusive der Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite. Eine Quote oder Ziele gibt es nicht. Die Entscheidung bei der Auswahl von geeigneten Kandidaten erfolge "nicht aufgrund von Geschlechtsmerkmalen, sondern ausschließlich fachbezogen" und stehe somit im Einklang mit dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.

Quelle: Kienbaum, Stand Juni 2011

Foto: DPA
3 / 11

Deutsche Bank

Das Frankfurter Geldhaus ist der einzige Dax-30-Konzern, der es in die Riege der Dax-Firmen mit dem höchsten Frauenanteil im Aufsichtsrat schafft. Der Anteil liegt - inklusive Vertreter Arbeitnehmerseite - bei 30 Prozent. Berechnet man - wie der Verein Fidar in seinem "Women-on-Board-Index" - den Frauenanteil ohne die Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite, ergibt sich ein deutlich geringerer Anteil.

Foto: Deutsche Bank
4 / 11

GfK

Die Nürnberger gelten in Frauenfragen als vorbildlich. Im Aufsichtsrat beträgt die Frauenquote 30 Prozent . Sie soll mindestens gewahrt werden.

Foto: GfK
5 / 11

Amadeus FiRe

Gerade sind die ersten zwei Aufsichtsrätinnen in das sechsköpfige Kontrollgremium eingezogen - damit erreicht die Quote 33 Prozent. Eine Zielsetzung hat das Unternehmen (im Bild ein Foto aus einer Werbekampagne) nicht, "da bei der Auswahl von Kandidaten/innen die fachliche und persönliche Qualifikation an erster Stelle stehen".

Foto: Amadeus FiRe
6 / 11

Hamborner Reit

Das Duisburger Immobilienunternehmen hat jede dritte Stelle (33 Prozent) im Aufsichtsrat mit einer Frau besetzt. Dabei soll es - mindestens - bleiben.

7 / 11

TAG Immobilien

Die Immobilienbranche scheint nicht das schlechteste Pflaster für Frauen zu sein. Das Hamburger Unternehmen hat ebenfalls 33 Prozent seiner Kontrolleursposten mit Frauen besetzt. Ein offizielles Ziel gibt es aber noch nicht.

8 / 11

Bechtle

Jeder dritte Sitz (33 Prozent) im Aufsichtsrat ist beim IT-Dienstleister von einer Frau besetzt. Im TecDax rangiert das Unternehmen damit weit vorn. Ein offizielles Ziel gibt es aber nicht.

9 / 11

Centrotherm

Der Anlagenbauer hat in Brigitte Zürn (Foto) eine Frau als Chefin des Aufsichtsrats. Da nur zwei weitere (männliche) Aufseher das Unternehmen kontrollieren, liegt die Quote damit bei 33 Prozent.

Foto: DPA
10 / 11

Douglas

Die unter anderem in Parfum- und Buchhandel tätige Holding hat jeden zweiten (50 Prozent) der 16 Aufsichtsratssitze mit einer Frau besetzt. Die Anteilseigner stellen allerdings lediglich die Hamburger Werbeberaterin Karen Heumann. Im Geschäftsbericht heißt es, es werde besonders Wert darauf gelegt einen hohen Frauenanteil im AR zu halten.

Foto: DPA
11 / 11

Biotest

Das im SDax gelistete Unternehmen aus Dreieich hat eine Frauenquote von 50 Prozent im Aufsichtsrat. Über eine dauerhafte Zielsetzung wird noch beraten.

Foto: Biotest
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.