Augsburg Die Prachtstadt des Südens

Römische Brunnen, prunkvolle Rokokosäle, Fuggersiedlung, moderne Museen und auch noch glücklich machende Wiesen und Weiler: Dafür, dass Augsburg nicht gerade groß ist, hat es seinen Besuchern ganz schön viel zu bieten. Kein Wunder, es ist ja auch rund 1000 Jahre älter als die bayerische Hauptstadt.
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Zentrum im Zauberlicht: Das doppeltürmige Rathaus bildet mit dem Perlachturm eine Einheit, beide sind vom Renaissance- Baumeister Elias Holl gestaltet. Überragt werden sie nur vom Turm der Basilika St. Ulrich und Afra am Südende der Maximilianstraße - ein Zeichen der Dominanz der Kirche über die Bürgerstadt. Hier ...

Foto: Walter Schmitz
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... am Nabel der Stadt, wo im 17. Jahrhundert der Baumeister Elias Holl mit dem Rathaus Macht und Größe feierte und in majestätischer Pose der Imperator Augustus gebietet, wehte am Tag des Aufstiegs in die Erste Bundesliga die Fahne des Fußballclubs Augsburg. Und wieder einmal sind die Bürger stolz auf ihre Stadt.

Foto: Walter Schmitz
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Stadtbaumeister Elias Holl schuf mit dem Rathaus sein größtes Meisterwerk. Der Bau entstand zwischen 1615 und 1620 als Machtsymbol der Augsburger Ratsgesellschaft. Links vom Rathaus sieht man den 70 Meter hohen Perlachturm.

Foto: Gudrun Petersen
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Die Gemälde im perfekt erhaltenen Rokokosaal des heutigen Schaezlerpalais zeigen die Jahreszeiten, Tierkreiszeichen, Kontinente, das ganze Universum. 1770 wurde er mit dem Besuch von Marie Antoinette eingeweiht; sie war auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit Ludwig XVI.

Foto: Walter Schmitz
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"Wenn der Föhn über die Alpen kommt, leuchtet die Maximilianstraße in italienischem Licht, erscheint sie in südlicher Weite und Großzügigkeit", so schwärmte schon Franz Herre, Historiker, Publizist und gebürtiger Augsburger über die Prachtfassaden in der Maximilianstrasse.

Foto: Walter Schmitz
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Augsburgs schönste Straßen-Kunst sind Brunnen: drei Werke von europäischem Rang. Denn die drei Figuren Augustus, Merkur und Herkules (siehe Bild) rücken Augsburg als römische Gründung ins rechte Licht: als Freie Reichsstadt, die keinem unterworfen ist. Stolz stehen sie auf den öffentlichen Plätzen und demonstrieren Weltläufigkeit, Reichtum und Kunstsinn.

Foto: Gudrun Petersen
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Der erste Brunnen der Stadt ist der 1594 vollendete Augustusbrunnen auf dem Rathausplatz, hier vom Perlachturm fotografiert. Zum 1600. Jubiläum der Stadt wollte man an den römischen Kaiser als Gründer zu erinnern, zumal die Antike damals im Trend lag. Der Brunnen ist ...

Foto: Walter Schmitz
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... Sinnbild für die schöpferische Kraft des Wassers. Vier Liegefiguren symbolisieren Augsburgs Flüsse, vier Allegorien stehen spritzig für Überfluss und Reichtum, vier Putten sitzen auf Löwen und spielen mit Fischen - und alles fließt.

Foto: Walter Schmitz
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1602 schließlich komplettierte de Vries mit dem Herkulesbrunnen das Trio der großen Augsburger Wasserspiele: Am ehemaligen Weinmarkt kämpft der griechische Halbgott die Hydra nieder. Grazien und Reliefs, die der Stadtgründung gedenken, säumen den Sockel.

Foto: Gudrun Petersen
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Achtung, jedes Jahr werden die Brunnenbronzen im November winterfest gemacht und im April wieder aufgedeckt. Wegen der schädlichen Umwelteinflüsse wurden die originalen Brunnenbronzen durch Kopien ersetzt. Die Originalplastiken aber ...

Foto: Walter Schmitz
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... können Sie jederzeit kostenlos im überdachten Viermetzhof des Maximilianmuseums anschauen.

Foto: Walter Schmitz
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Das Stadttheater wurde 1876/77 nach dem Vorbild der Dresdner Semperoper erbaut. Davor steht die 1990 geschaffene metallene Großplastik von Matschinsky-Denninghoff als Kontrast und Streitpunkt. Modernes findet durchaus seinen Platz in Augsburg: Das zeigt auch ...

Foto: Walter Schmitz
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... das Textil- und Industriemuseum, das beste seiner Art in Europa. Auf diesem Bild sieht man eine Hightech-Umkleidekabine: Mithilfe von Beamern können die Besucher die vier Meter hohen "Grazien" digital anziehen. Kunst und Handwerk hat historische Tradition in Augsburg: ...

Foto: Darshana Borges
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... Silberne Prunkplatten waren eine Spezialität der Augsburger Kunsthandwerker und beliebte Geschenke für europäische Höfe im 17. und 18. Jahrhundert. Getrieben, gegossen, ziseliert, graviert und vergoldet und etwa 60 mal 70 Zentimeter groß, waren sie die Krönung mehrstufiger Büfetts. Die ...

Foto: Walter Schmitz
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... alte Silberschmiede in der Pfadergasse 10 aus dem 16. Jahrhundert gilt als prominentestes Beispiel eines Augsburger Handwerkerhäuschens. Seit 1670 gehen hier Goldschmiede jenem Kunsthandwerk nach, für das die Stadt berühmt ist. Ein ...

Foto: Darshana Borges
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... kunstvolles steinernes Bilderbuch sieht man bei einem Besuch des Südportals (um 1356) des Mariendoms. Es zeigt Maria und die Stationen ihres Lebens, 36 Vorfahren Christi, 24 Propheten und Patriarchen, Apostel mit Wappenschilden und Stifterfamilien, vier Bischöfe und das Jüngste Gericht.

Foto: Walter Schmitz
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Aufwendig bemalte Fassaden waren im Rokoko groß in Mode. Im 18. Jahrhundert war das Gebäude keine Besonderheit, denn üppige Malereien schmückten damals unzählige Augsburger Fassaden. Heute lohnt das von einem unbekannten Künstler um 1750 überreich verzierte Haus als historisches Relikt den Abstecher in die Kapuzinergasse. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Augsburgs ...

Foto: Walter Schmitz
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... gehört die 1521 von Jakob Fugger gestiftete älteste Sozialsiedlung der Welt, die "Fuggerei". Allerdings ist sie kein rein musealer Ort, sondern wie eh und je bewohnt von Bedürftigen, die 88 Cent Jahreskaltmiete aufbringen und täglich drei Gebete für das Seelenheil der Stifter sprechen.

Foto: Gudrun Petersen
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Eigentlich heißt er "Fünfgratturm", doch der Volksmund verpasste dem Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten Wehrbau am Stadtgraben seinen bildhafteren Namen "Fünffingerlesturm". Dank der vier Eck-Erker hatten die Wächter freie Sicht in alle Richtungen.

Foto: Walter Schmitz
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Die 1513-15 errichtete Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters wurde Anfang des 18. Jahrhunderts barockisiert. Noch beeindruckender sind die Exponate: Grabmale, Altäre, Münzen, Gebrauchsgegenstände erzählen viel vom Alltag in Augusta Vindelicorum. Beeindruckend ist ...

Foto: Gudrun Petersen
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... ein bronzener Pferdekopf, der, ursprünglich vergoldet, Teil eines Reiterstandbilds war.

Foto: Walter Schmitz
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Die St.-Moritz-Kirche in Augsburg gilt als einer der ältesten Kirchbauten in der bayerischen Großstadt.

Foto: Gudrun Petersen
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Ihre lange und reiche Historie feiern die Augsburger natürlich: Seit 1985 begeht man hier das Historische Bürgerfest. In diesem Jahr konnte die Stadt Augsburg nämlich auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken. Das Rad der Geschichte wurde aus diesem Anlass um 365 Jahre zurück gedreht. Auch heute wird in unregelmäßigen Abständen ...

Foto: Walter Schmitz
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... rund um das Rathaus und in der Maximilianstraße ausgelassen gefeiert. Zahlreiche Bürger schlüpfen dafür in historische Gewänder. Es gibt ...

Foto: Walter Schmitz
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... zahlreiche Marktstände und Handwerker und Vereine zeigten ihre Künste bei Vorführungen. Auch die Renaissance wird in Augsburg zu manchen Anlässen wieder lebendig: ...

Foto: Walter Schmitz
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.... So tanzt die Gruppe "Augsburger Geschlechtertanz" der Interessengemeinschaft Historisches Augsburg für das MERIAN-Fotoshooting im Goldenen Saal des Rathauses. Die 28 Mitglieder, darunter Selbstständige, Angestellte und Pensionäre, schneidern ihre Kostüme nach Vorbildern aus der Renaissance.

Foto: Darshana Borges
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In die "Stauden" kommen die Augsburger, um zu entspannen. So wird der südliche Zipfel des Naturparks Westliche Wälder genannt. Die Landschaft aus Wald und Feld, Wiesen und Weilern lässt keine Aufregung zu. Sie macht einfach nur glücklich. Genauso wie ...

Foto: Walter Schmitz
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... die wunderbaren einsamen Badestrände am Lech.

Foto: Gudrun Petersen
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