Wandelanleihen Wie das Zwitterwesen funktioniert

Wie funktionieren Wandelanleihen? Eine kurze Gebrauchsanweisung in Bildern.
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Entscheidung des Unternehmens: Firmen wie zum Beispiel Celesio (im Bild) begeben Wandelanleihen genau wie herkömmliche Unternehmensanleihen. Sie zahlen also einen von vorneherein festgelegten Kupon, sprich eine Verzinsung, und am Ende der Laufzeit erhält der Anleger sein Geld zurück.

Foto: Celesio
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Kompensation: Zwar ist der Zinssatz bei Wandelanleihen in der Regel niedriger als bei vergleichbaren Anleihen - doch dafür erhält der Anleger einen Ausgleich: Er kann seine Anleihen zu bestimmten Zeitpunkten in Aktien des Unternehmens umtauschen, also wandeln.

Foto: AFP
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Umtausch: Ein Umtausch in Aktien ist dann sinnvoll, wenn der Aktienkurs des Unternehmens gestiegen ist. Bleibt das aus, behält der Anleger einfach seine Anleihe und lässt sich zum Ende ihrer Laufzeit auszahlen

Foto: DPA
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Feierlaune: Wandelanleihen gelten daher als geeignetes Investment in unsicheren Zeiten. Steigen Aktien, ist der Anleger dabei - und fallen sie, ist er in einem gewissen Rahmen abgesichert. Gegen eine Insolvenz des emittierenden Unternehmens ist er jedoch nicht geschützt - und auch die Bedingungen, zu denen die Anleihe getauscht werden kann, sollte der Investor vorher genau analysieren

Foto: Getty Images
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Kritik: "Ein Kapitalschutz in Phasen wie 2001 - 2003 war oft nicht gegeben", sagt Jens Kummer, der bei SEB Asset Management Fonds verwaltet, die auf unterschiedliche Anlageklassen zugreifen können. Wandelanleihen spart Kummer derzeit aus. "In der letzten Finanzmarkkrise 2008 bis 2009 kam dann noch die mangelnde Liquidität hinzu. Als Banken reihenweise ihre Kreditlinien zurückfuhren, mussten viele Hegdefonds-Manager mit Convertable-Arbitrage-Strategien notgedrungen ihre Papiere verkaufen. Die Folge: Wandelanleihen überschwemmten den Markt" Zudem existieren laut Kummer auch synthetische Wandelanleihe-Positionen, die ein Emittentenrisiko zu Kontrahenten darstellen.

Foto: SEB Asset Management
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Genau Hinsehen: Ganz so einfach ist das Wandelanleihen-Investment nicht. Denn entweder der Anleger kauft sich direkt in die Wandler ein - und muss dazu vorab die Konditionen analysieren. Oder er setzt auf Fondsmanager, die ihm diese Arbeit abnehmen. Eine Garantie für einen Anlageerfolg bietet das aber auch nicht.

Foto: Bundesinstitut für Risikoforschung
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