Fotostrecke Wie rasant das Internet die Wirtschaft antreibt

Auf den ersten Blick scheint die Webwirtschaft in den großen Volkswirtschaften kaum zu Buche zu schlagen. Doch ihr Anteil am Wirtschaftswachstum ist gewaltig. Ein Blick auf die Wucht, mit der das Internet für Schub sorgt.
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Internethochburg Moskau: Mit dem Internet ist enorm viel Geld zu verdienen. In Europas zweitgrößter Internetwirtschaft, in Russland, werden Wachstumsraten von 30 Prozent gemeldet. Ende Mai wurde der erste elektronische G8-Gipfel in Frankreich abgehalten. In Polen trägt die Internetökonomie mehr zum Bruttoinlandsprodukt bei als die etablierte Minenindustrie.

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Stilblüten der Wirtschaft: Internetadressen sind - wegen der Endung .co - eines der heißesten Exportprodukte von Kolumbien (im Bild: Bogota) geworden. Und die Cyber-Kriminalität ist eines der dynamischsten Wachstumssegmente überhaupt.

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Bedeutung wie ein G7-Staat: Wie stark die Netzwirtschaft bereits geworden ist, hat vor wenigen Tagen ein Bericht des McKinsey Global Institute aufgelistet. Demnach ist die gesamte wirtschaftliche Leistung im Internet - vor allem Onlineshopping und -werbung - bereits größer als das Bruttoinlandsprodukt des G7-Staats Kanada (im Bild: Vancouver). McKinsey untersuchte die Internetwirtschaft in 13 Staaten - den G8 sowie Brasilien, Indien, Südkorea, Schweden und China.

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Schub für das Wachstum: Im Schnitt dieser Länder macht das wirtschaftliche Gewicht des Internets zwar erst 3,4 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) der untersuchten Staaten aus, aber schon 11 Prozent des BIP-Wachstums. In den Industrieländern beträgt der Internetanteil am gesamtwirtschaftlichen Wachstum seit 2006 bereits 21 Prozent. Selbst im Schwellenland Indien, wo Hunderte Millionen von Bauern noch nie vor einem Computer gesessen haben, steuert das Internet inzwischen 5 Prozent zum Turbowachstum bei.

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Deutschland in der Spitzengruppe: In der Bundesrepublik (im Bild: Düsseldorf) hat das Internet einen Anteil von 3,2 Prozent am BIP erreicht, steuerte aber von 2004 bis 2009 bereits satte 24 Prozent zum BIP-Zuwachs bei. In Schweden liegt dieser Prozentsatz international mit 33 Prozent am höchsten. Im Jahr 2009 trug das Internet demnach 1670 Milliarden Dollar zur weltweiten Wirtschaftsleistung bei.

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Mehr Arbeitsplätze: Dabei erweist sich die Onlinewirtschaft keineswegs als Jobkiller, im Gegenteil: Für jeden traditionellen Arbeitsplatz, den Internetfirmen oder -tätigkeiten eliminierten, wurden 2,6 neue geschaffen. Und Firmen, die das Internet stark in ihr operatives Geschäft einbinden, wachsen laut McKinsey zwei Mal so schnell wie Firmen, die auf eine Cyber-Strategie verzichten.

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