Einsatz in Afghanistan Abzug aus einem geschundenen Land

Die USA sind kriegsmüde: Barack Obama verkündete einen spürbaren Truppenabzug aus Afghanistan. Es ist der Anfang vom Ende des Einsatzes, ein Drittel der Soldaten soll schon bis Ende 2012 heimkehren - rechtzeitig zur Präsidentschaftswahl.
1 / 14

Seit fast zehn Jahren kämpfen Einsatzkräfte der internationalen Schutztruppe Isaf am Hindukusch; das größte Kontingent stellen noch immer die USA. Nun steht der schrittweise Abzug bevor. Der Einsatz in Afghanistan verlangt Soldaten und auch dem Material einiges ab - auf diesem Bild kämpft sich ein Helikopter der US-Armee durch einen heftigen Sandsturm in der Provinz Helmand im Süden des Landes (Juni 2011).

Foto: Anja Niedringhaus/ AP
2 / 14

Tägliche Patrouillen gehören zur Routine der ausländischen Truppen in Afghanistan, nicht selten kommt es dabei zu Zwischenfällen oder Gefechten. Diese Fußspuren hat ein Soldat der U.S. Marines im Schlamm in dem Ort Garmser in der Provinz Helmand hinterlassen. Die Aufnahme stammt vom März 2011.

Foto: ADEK BERRY/ AFP
3 / 14

Die Truppen sollen bald abziehen aus Afghanistan, ein Drittel der amerikanischen Soldaten soll schon bis Ende 2012 heimkehren

Foto: ADEK BERRY/ AFP
4 / 14

In einer Rede im Weißen Haus verkündete Obama Einzelheiten des Abzugsplans. Noch in diesem Jahr werden 10.000 US-Soldaten in ihre Heimat zurückkehren.

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ dpa
5 / 14

Mehr als 1500 US-Soldaten sind seit 2001 beim Einsatz am Hindukusch getötet worden. Besonders gefährlich sind Sprengfallen, die Aufständische am Straßenrand verstecken, aber auch Feuergefechte fordern immer wieder Todesopfer auf Seiten der Isaf-Truppen. Auf diesem Bild sind US-Soldaten während eines Schusswechsels im Juli 2010 nördlich von Kandahar zu sehen, den Staub wirbelt ein landender "Chinook"-Hubschrauber auf.

Foto: BOB STRONG/ REUTERS
6 / 14

Diese Aufnahme ist am selben Stützpunkt entstanden, am Außenposten Nolen im Arghandab-Tal. Die Männer nutzen eine Feuerpause, um sich zu erholen.

Foto: BOB STRONG/ REUTERS
7 / 14

Eine Soldatin versucht, mit zwei afghanischen Mädchen Kontakt aufzunehmen. Die Amerikaner sind im November 2010 in den Ort Boldoc in der Provinz Helmand gefahren, um medizinische Hilfe und Aufklärungsarbeit zu leisten. Auch das gehört zum Einsatz der Nato-Truppen.

Foto: Paula Bronstein/ Getty Images
8 / 14

Ein US-Soldat spielt mit einem Kind Fußball im afghanischen Kalat: Die USA finanzieren mit Milliardenaufwand ein Wiederaufbauprogramm, das ein zentraler Teil des Einsatzes ist. Mehrere Hundert Millionen fließen monatlich in das "Nation Building", das den Ausbau einer Zivilgesellschaft fördern soll.

Foto: REUTERS/ U.S. Air Force
9 / 14

Händlerin in Herat: Afghanistan zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Einer Schätzung zufolge geht das erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt zu großen Teilen auf internationale Hilfsgelder zurück.

Foto: Jalil Rezayee/ dpa
10 / 14

Afghanistans Präsident Hamid Karzai: Er hatte bei Amtsantritt eine Bekämpfung der weit verbreiteten Korruption versprochen - messbare Ergebnisse gibt es bislang nicht.

Foto: AFP
11 / 14

Die Regierung von US-Präsident Obama kämpft mit den aus dem Ruder laufenden Kosten des Kriegs.

Foto: DPA/ ISAF
12 / 14

Arbeiter in Afghanistan: Das Land ist abhängig von internationalen Wiederaufbauprogrammen. Doch was passiert, wenn die Truppen abziehen, die Gelder versiegen?

Foto: Ahmad Massoud/ AP
13 / 14

Eine afghanische Familie in Herat: Der geplante stufenweise Abzug der US-Truppen soll bis zum Ende des Jahres 2014 abgeschlossen sein

Foto: Jalil Rezayee/ dpa
14 / 14

Nato-Soldaten eskortieren afghanische Offizielle auf dem Weg zu einem Wiederaufbauprojekt in der Provinz Helmand. Das Land ist komplett abhängig von US-Dollar.

Foto: ABDUL MALIK/ AFP