Neue Beweglichkeit Teilen, Vermieten, Planen - die neue Welt der Autobauer

Ob Kurzzeitmiete in Innenstädten, Wochenendfahrten zum Vorzugspreis oder der Vergleich verschiedener Reisearten via Internet: Mit neuen Konzepten wollen die Autokonzerne bei Jüngeren und Großstädtern punkten. Wie die Carsharing-Angebote von Daimler und BMW funktionieren, was die Franzosen bieten - und welches Start-Up den Großen Konkurrenz macht.
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Carsharing-Angebot Car2Go: Das Auto verliert seine Strahlkraft als Statussymbol bei Großstadtbewohnern und jungen Zielgruppen. Daimler versucht sich deshalb mit dem Angebot Car2Go als Pionier der Kurzzeitleihe: Seit März 2009 gibt es eine Leih-Flotte von 300 Smart-Kleinwagen im gesamten Stadtgebiet von Ulm, seit April ist Car2Go auch mit 300 Fahrzeugen in Hamburgs Innenstadt gestartet. Im texanischen Austin und in der kanadischen Stadt Vancouver sind die Smarts ebenfalls vertreten. Insgesamt verleiht Car2Go so 1100 Fahrzeuge.

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Kosten und Gebiet: Die Registrierung kostet in Deutschland einmalig 29 Euro, mit einem Chip können Nutzer dann die Autos aufschließen und einfach losfahren. Pro Minute werden in Hamburg 29 Cent fällig, in Ulm sind es 24 Cent. In Hamburg können die Fahrzeuge auf allen Parkplätzen innerhalb des zweiten Rings abgestellt werden, in Ulm im gesamten Stadtgebiet.

Foto: dapd
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Drive Now von BMW und Sixt: Seit Juni versucht sich Daimler-Erzkonkurrent BMW im Premium-Carsharing. 300 Autos der Typen BMW 1er, Mini Cooper und Mini Cabrio stehen nun in München zur Kurzzeitmiete bereit. In diesem Jahr will BMW noch mit 500 Fahrzeugen in Berlin starten, pro Jahr sollen dann zwei bis drei weitere Metropolen folgen.

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Kosten und Gebiet: Die Registrierung kostet einmalig 29 Euro, mit einem Chip können Nutzer dann die Autos aufschließen und losfahren. Pro Minute werden 29 Cent fällig, in Ulm sind es 24 Cent. Nutzen kann man die Fahrzeuge großteils innerhalb von Münchens mittlerem Ring, dort können die Fahrzeuge auf jedem öffentlichen Stellplatz der Mischparkzone abgestellt werden. Ausgenommen sind Anwohnerparkzonen, das Gebiet um den Hauptbahnhof und das Altstadtviertel. Hier soll es in Kürze eigene Drive Now-Stellplätze in Garagen geben.

Foto: Andreas Gebert/ dpa
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Mu von Peugeot: Der französische Autohersteller macht Autohändler zu Vermietern. Insgesamt sechs Autohäuser in München, Berlin und Hamburg bieten Mu bisher an, sie haben insgesamt 80 Fahrzeuge im Fuhrpark - vom Fahrrad über das Elektroauto Peugeot iOn bis hin zum Nutzfahrzeug Boxer. In diesem Jahr will Peugeot noch Händler in den Städten Saarbrücken und im Großraum Köln/Bonn dazunehmen.

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Kosten: Die Eröffnung des Mietkontos ist kostenlos, das Konto muss aber vor der Anmietung per Kreditkarte aufgeladen werden. Fahrzeuge lassen sich vorreservieren und werden pro Tag vermietet. Abgeholt werden sie bei den teilnehmenden Händlern, wo die Autos auch zurückgegeben werden müssen. Ein Kleinwagen kostet 45 Euro für 24 Stunden. Im Sommer gibt es spezielle Wochenendtarife. Wer zurzeit etwa das Cabrio 207 CC von Freitagmittag bis Montagmittag mietet, zahlt dafür 86 statt sonst 115 Euro.

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Citroën Multicity: Noch gibt es das Reiseinformations-Portal des Autoherstellers nur in Frankreich, in diesem Jahr soll es aber auch in Deutschland starten. Kunden geben ihren Ausgangspunkt und ihr Reiseziel ein, die Website listet sämtliche Reisemöglichkeiten per Bahn, Flugzeug, Auto, Leihfahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Mit wenigen Mausklicks können Nutzer Tickets für ihre Route buchen und Autos vorbestellen.

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Kosten und Nutzen: Die Nutzung der Website ist kostenlos, Kunden erhalten zudem Informationen über die notwendige Reisezeit, die Ticketkosten und den CO2-Ausstoß je gewählter Transportart. Mit wenigen Mausklicks können Nutzer Tickets für ihre Route buchen und Autos vorbestellen. Stundenweise lassen sich Autos ab 11 Euro mieten, auch Elektroautos sind teils verfügbar. Als besonderen Service liefert Citroën die Fahrzeuge auch direkt an der Haustüre ab - für 14 Euro Aufpreis.

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Mitfahrzentrale Flinc.org: Das junge Start-Up Flinc könnte den Autoherstellern mit interesanter Vernetzung bald Konkurrenz machen. Via Website oder unterwegs per Smartphone können Flinc-Nutzer mögliche Mitfahrgelegenheiten überprüfen - deutschlandweit. Fahrer können sich potenzielle Mitfahrer auch über ihr Navigationsgerät anzeigen lassen. Jeder Nutzer hat ein eigenes Profil, nach den Fahrten können Beifahrer ihre Fahrer bewerten. Daimler versucht sich mit seiner Mitfahrzentrale Car2Gether, die bislang in Ulm und Aachen getestet wird, an einem ähnlichen Konzept.