Griechisches Tafelsilber Welche Firmen Hellas loswerden will

Alles muss raus - die griechische Regierung versilbert ihre Beteiligungen, um das horrende Staatsdefizit einzudämmen. Auf dem Tableau finden sich Versorger, Hafenanlagen, ein Glücksspielkonzern - manager magazin gibt einen Überblick.
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OTE: Die Regierung will ihre 16-prozentige Beteiligung an der Telefongesellschaft im zweiten Quartal 2011 verkaufen. OTE befindet sich bereits zu 30 Prozent im Besitz der Deutschen Telekom. Athen hat eine Option darauf, dass die Telekom weitere 10 Prozent kauft - und hat diese Option nun gezogen. Der Marktwert von Südost-Europas größtem Telekomkonzern beträgt 3,2 Milliarden Euro.

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Hellenic Postbank: Der Staat will sich bis Jahresende von seinem Anteil von 34 Prozent an der Hellenic Postbank trennen. Der Marktwert beträgt 800 Millionen Euro. Die Beteiligung an der ATEbank soll bis Ende 2013 um 25 Prozent auf dann 51 Prozent reduziert werden. Der Marktwert beträgt rund 430 Millionen Euro.

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Hafen Piräus (OLP): Die Gesellschaft ist mit 75 Prozent mehrheitlich in öffentlicher Hand. Von diesen Anteilen will sich die Regierung bis Ende des Jahres komplett trennen...

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... was auch für den Hafen Thessaloniki (OLTH) gilt. Zusammen sind die beiden Unternehmen am Markt 512 Millionen Euro wert.

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Versorger: Athen kündigte an, Aktienpakete an den als attraktiv geltenden Wasserversorgern zu veräußern: Der Anteil an Athens Water (EYDAP) soll im dritten Quartal 2012 auf 34 von derzeit 61 Prozent gesenkt werden. Der Marktwert von Athens Water beträgt 550 Millionen Euro. Von Thessaloniki Water (EYATH) will Griechenland bis zu 40 Prozent bis Jahresende verkaufen. Derzeit beträgt der Anteil 75 Prozent. Der Marktwert dieses Unternehmens beläuft sich auf 174 Millionen Euro. Die Beteiligung an dem Gasunternehmen Depa soll im vierten Quartal diesen Jahres auf 33 von 65 Prozent reduziert werden. Depa ist nicht börsennotiert. Der Buchwert beträgt rund eine Milliarde Euro.

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Hellenic Defence Systems: Der verschuldete Rüstungskonzern ist derzeit voll in Staatsbesitz und soll noch in diesem Jahr privatisiert werden.

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Bahnbetreiber OSE: Der Staat will schleunigst 49 Prozent an dem verschuldeten Unternehmen loswerden, das im Jahr eine Milliarde Verlust schreibt - bei einem Umsatz von gut 100 Millionen Euro.

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Casino Mont Pares: Noch ist der Staat mit 49 Prozent an dem Zockerhaus beteiligt, doch in diesem Jahr soll die Beteiligung reduziert werden.

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Athener Flughafen: An dem Infrastrukturunternehmen ist Erbauer Hochtief mit gut der Hälfte beteiligt. Nun hat sich der Flughafenbetreiber Fraport als Interessent für den staatlichen Anteil ins Spiel gebracht.

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Opap: Der 34-prozentige Anteil am börsennotierten Wettbüro soll im ersten Quartal 2012 komplett verkauft werden. Am Markt wurde Europas größtes Wettbüro zuletzt mit 4,1 Milliarden Euro bewertet.

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