Gefängnisinsel Rikers Island Minizelle statt Luxussuite

Es ist eine Insel voller Häftlinge, gigantisch wie eine Kleinstadt, mitten im East River: Seit Montag sitzt Dominique Strauss-Kahn im berüchtigten Gefängnis von Rikers Island. Streng wird der Topbanker von den anderen Insassen getrennt - zu groß ist die Angst vor einem gewalttätigen Übergriff.
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Rikers-Island aus der Luft betrachtet: Dort sperrt die Acht-Millionen-Metropole New York ihre gefährlichsten Verbrecher weg, rund 14.000 Insassen sollen sich ständig auf dem Areal im East River befinden.

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Seit Montagabend (Ortszeit) hat der Hightech-Knast einen neuen namhaften Insassen, auch wenn dessen Schuld in keiner Weise belegt ist. Mindestens bis zum kommenden Freitag wird Dominique Strauss-Kahn eine Einzelzelle auf Rikers Island beziehen, dann steht der nächste Termin mit dem Haftrichter an. Der Franzose soll am Samstag versucht haben, in einem New Yorker Luxushotel ein Zimmermädchen zum Sex zu zwingen.

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Das einzige Gefängnisschiff der USA, das Vernon C. Bain Correctional Center, ist ebenfalls Teil der Anlage - allerdings mit einer eigenen Zufahrt von der Bronx aus.

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Der einzige Zugang zur eigentlichen Insel befindet sich im Stadtteil Queens. Von hier werden die Insassen über eine 1,28 Kilometer lange Brücke nach Rikers Island gebracht.

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Ein Insasse von Rikers Island: Rund 7000 Wachleute kümmern sich um die Gefangenen, 1500 zivile Angestellte organisieren die Infrastruktur. Strauss-Kahn wird als Schutz vor Übergriffen in einer Einzelzelle untergebracht.

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Das Gelände beherbergt Schulen, Kliniken und Geschäfte - hier arbeiten Insassen in der gefängniseigenen Bäckerei.

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Strenge Regeln: Eine Stunde pro Tag bekommt Finanzmanager Strauss-Kahn für Freizeitaktivitäten, um elf Uhr wird das Licht in der Einzelzelle gelöscht.

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Historische Aufnahme: Im Jahr 1980 ist das gewaltige Ausmaß der Anlage bereits zu erkennen, heute sind die Insassen in zehn Einzelgefängnissen untergebracht.

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Gefängnisbus auf dem Weg nach Rikers Island. Die Liste der ehemaligen Gefangenen ist lang, auch Prominente haben hier schon eingesessen: Rapper Tupac Shakur wegen sexueller Belästigung, Sex-Pistols-Bassist Sid Vicious wegen Mordes, dazu David Chapman, der den Beatles-Musiker John Lennon erschossen hatte.

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Rikers Island am Montag im Nebel: Dreieinhalb mal vier Meter soll Strauss-Kahns Zelle im westlichen Teil der Insel groß sein. Normalerweise ist dieser Bereich für erkrankte, drogenabhängige oder psychisch labile Gefangene reserviert - oder eben für solche, die zu ihrem eigenen Schutz vom Rest der Insassen getrennt werden sollen.

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