Ausstiegsszenario Siemens bei Kernenergie im Glück

Von seinem französischen Atompartner Areva hat sich Siemens getrennt. Sofern dem Konzern auch der Rückzug aus der Nuklear-Allianz mit der russischen Rosatom gelingt, könnte Siemens schneller als die Konkurrenz die Energiewende in ein atomfreies Zeitalter vollziehen.
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Gasturbinen-Produktion bei Siemens: Die Auftragsbücher für die nächsten zwei Jahre sind gefüllt. Die Nachfrage nach gasbetriebenen Stromerzeugern ist nicht erst seit der Atomkatastrophe von Fukushima gestiegen.

Foto: Siemens AG
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Im Gegensatz zu Versorgern wie RWE oder Eon könnte für Siemens das atomfreie Zeitalter schon morgen beginnen. Die Münchener haben sich von ihrem bisherigen Atompartner Areva getrennt - mit dem französischen Konzern war Siemens beim Bau eines Atommeilers in Finnland (Foto) aneinander geraten. Außerdem ...

Foto: REUTERS
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... ist die vor zwei Jahren vereinbarte Nuklear-Allianz mit dem russischen Partner Rosatom ist noch nicht gestartet. Sofern Siemens-Chef Peter Löscher (links) nun auch der Rückzug aus dem Rosatom-Projekt gelingen sollte, ohne Russlands Präsidenten Vladimir Putin nachhaltig zu verärgern, könnte es schnell gehen mit dem Ausstieg. ...

Foto: DPA
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... der Wert des Siemens-Anteils, den Areva übernehmen soll, ist bereits mit 1,6 Milliarden Euro taxiert. Löscher müsste allerdings die Russen besänftigen. Etwa indem er ihnen die Perspektivlosigkeit des Atomgeschäfts näherbringt. Er könnte ihnen aber auch vermitteln, dass die Moskauer Firma durch die Beinahe-Allianz mit Siemens an Attraktivität gegenüber potenziellen Partnern in den USA oder Frankreich gewonnen hat. "Rosatom ist durch Siemens gesellschaftsfähig geworden", meint ein Konzerninsider.

Foto: PHILIPPE DESMAZES/ AFP
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