Aufgeld im Aufschwung Die Topverdiener in deutschen Aufsichtsräten

Rund 20 Prozent mehr kassierten die Topverdiener unter den Dax-Aufsichtsräten im vergangenen Jahr. Eine manager-magazin-Untersuchung zeigt die Großverdiener unter den Unternehmenskontrolleuren.
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Rang 20: Ferdinand Oliver Porsche
Ein einsames Mandat reichte für Porsche, um sich unter die 20 Großverdiener der Dax-Aufsichtsräte einzureihen. Der Sitz im Kontrollgremium von Volkswagen brachte ihm exakt 416.000 Euro ein.

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Rang 19: Frank Bsirske
Rund 428.000 Euro bekam der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für seine Madate in den Kontrollgremien der Lufthansa (175.000 Euro), der RWE (234.000 Euro) und der Deutschen Postbank. Damit war er aber verdienstmäßig nur die Nummer drei unter den Gewerkschaftsführern in den deutschen Aufsichtsräten. Den Großteil des Geldes hat er wie es der Comment unter den Arbeitnehmervertretern verlangt an die gewerkschaftsnahe Hans Böckler-Stiftung abgegeben.

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Rang 18: Michael Vassiliadis
Auf insgesamt 451.300 Euro und damit auf knapp 23.000 Euro mehr als Frank Bsirske kam die Nummer eins der Industriegewerkschaft Bau Chemie und Energie. Die Summe stammt aus seiner Kontrollfunktionen bei BASF (217.500 Euro), bei Henkel (109.000) und bei K+S (124.800 Euro).

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Rang 17: Ekkehard Schulz
Der langjährige ThyssenKrupp-Lenker kontrolliert RWE (175.000 Euro), Bayer (90.000 Euro) sowie MAN (192.000 Euro). Dafür gab es im vergangenen Jahr insgesamt 457.000 Euro.

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Rang 16: Eggert Voscherau
475.000 Euro kassierte der BASF-Chefaufseher im vergangenen Jahr. Es war das einzige Aufsichtsratsmandat des einstigen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Ludwigshafener Chemieriesen in Dax, MDax und SDax.

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Rang 15: Jürgen Weber
488.000 Euro brachten den langjährigen Chefpiloten der Lufthansa die Kontrollmandate bei der Frankfurter Airline und dem Leverkusener Pharmakonzern Bayer - ziemlich exakt 300.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr

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Rang 14: Ulrich Hartmann
Der einstige Multiaufsichtsrat und langjährige Eon-Oberaufseher (440.300 Euro) zog sich im vergangenen Jahr aus dem Kontrolleurgremium der Lufthansa (48.700 Euro) zurück. Aus den Gremien der Münchener Rück und der Deutschen Bank hatte er sich bereits zuvor verabschiedet. Mit insgesamt 489.000 Euro gehört er nicht mehr unter die ersten zehn der Topverdiener.

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Rang 13: Ulrich Lehner
Mit insgesamt 497.200 Euro blieb der Oberkontrolleur der Deutschen Telekom (196.500 Euro) und Aufsichtsrat von Eon (220.100 Euro) und ThyssenKrupp (80.600 Euro) knapp unter der Schwelle von 500.000 Euro

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Rang 12: Joachim Milberg
523.300 Euro verdiente der gelernte Maschinenbauschlosser und promovierte Fertigungstechniker mit dem Chefkontrolleurposten bei BMW (347.300 Euro) und seinem Mandat beim Softwarekonzern SAP (185.000 Euro)

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Rang 11: Berthold Huber
Die Nummer eins der IG Metall war mit 534.500 Euro der Topverdiener unter den Arbeiterführern in den deutschen Aufsichtsräten. Für diese Summe genügten exakt zwei Aufsichtsratssitze: Bei Siemens (255.700 Euro) und Volkswagen (278.800). Auch Huber gab wie Vassiliadis und Bsirske den Großteil seiner Tantiemen ab.

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Rang 10: Henning Schulte-Noelle
Obwohl der langjährige Vorstands- und heutige Aufsichtsratsprimus der Allianz mit insgesamt 537.900 Euro nur 11.000 Euro weniger kassierte als im vergangenen Jahr, rutschte er von Rang 5 der Topverdiener auf Rang 11 ab. Schulte-Noelle kontrolliert neben seinem Stammhaus (225.500 Euro) noch Eon (220.100 Euro) und ThyssenKrupp (92.200 Euro).

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Rang 9: Hans Michael Gaul
Der ehemalige Eon-Controlling-Vorstand kam dank seiner Aufsichtsratssitze bei Siemens (291.200 Euro) und Volkswagen (271.300 Euro) auf insgesamt 562.400 Euro.

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Rang 8: Theo Siegert
Der langjährige Haniel-Topmanager saß 2010 in den Aufsichtsräten von Eon (293.500 Euro), Merck (30.100 Euro) Henkel (109.000 Euro) und der Deutschen Bank (132.000 Euro). Ergab summa summarum 564.700 Euro.

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Rang 7: Michael Diekmann
Der Allianz-Lenker war vergangenes Jahr der Vorstandsvorsitzende mit dem höchsten Aufsichtsratssalär. Insgesamt bekam er 593.200 Euro überwiesen - von BASF (282.500 Euro), von Linde (190.600 Euro) und von Siemens (120.100 Euro).

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Rang 6: Klaus-Peter Müller
Der Oberaufseher der Commerzbank (links) verdiente im vergangenen Jahr mit seinen Kontrollmandaten insgesamt 599.100 Euro und kam damit auf mehr als die dem derzeitigen Bankchef Martin Blessing (rechts) zustehende Summe von 500.000 Euro. Der Vorsitzende der Corporate-Governance-Kommission überwachte neben seiner Heimatfirma (271.900 Euro) noch das Gesundheitsunternehmen Fresenius (120.000 Euro), den Industriegasespezialisten Linde (190.600 Euro) sowie den Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport (16.600 Euro).

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Rang 5: Bernhard Walter
Der einstige Chef der Dresdner Bank war als Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit einer Gesamtvergütung von 654.200 Euro noch immer gut im Geschäft. Mandate bei Henkel (143.500 Euro), bei Daimler (205.600 Euro), bei der Deutschen Telekom (166.200 Euro) und nicht zuletzt der Chefkontrolleurposten beim Baukonzern Bilfinger Berger (139.000 Euro) sorgten für das durchaus auskömmliche Salär.

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Rang 4: Clemens Börsig
Exakt 686.700 Euro warfen die vier Dax-Aufsichtsratssitze des Obercontrollers der Deutschen Bank (271.000 Euro) ab. Neben dem Frankfurter Branchenprimus war Börsig noch in den Gremien von Bayer (90.000 Euro), Daimler (156.000 Euro) und Linde (169.800 Euro) vertreten.

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Rang 3: Ferdinand Piëch
Die graue Eminenz des Volkswagen-Reichs kam mit dem Aufsichtsratsvorsitz in Wolfsburg (592.800 Euro) und dem Chefkontrolleursposten bei MAN (245.000 Euro) auf insgesamt 837.800 Euro und damit auf knapp 289.000 Euro mehr als im Jahr 2009. In der Liste der Topverdiener stieg er um fünf Ränge auf Platz 3.

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Rang 2: Gerhard Cromme
Auch für die Nummer zwei gab es im vergangenen Jahr einen zweistelligen Zuschlag. Insgesamt 914.500 statt wie 2009 nur 797.700 Euro strich der Gründungsvorsitzende der Corporate-Governance-Kommission für die Kotrollposten bei ThyssenKrupp (251.500 Euro), Siemens (513.400 Euro) und der Allianz (150.500 Euro) ein.

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Rang 1: Manfred Schneider
Wie im vergangenen Jahr war der einstige Bayer-Chef der einzige Aufsichtsrat, dessen Honorare sich insgesamt auf über eine Million Euro summierten. Exakt 1.138.200 Euro brachten ihm die Chefkontrolleursposten bei Bayer (270.000 Euro), Linde (381.300 Euro), RWE (350.000 Euro) sowie der einfache Aufsichtsratsitz bei der Allianz (137.000 Euro) ein.

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