Rohstoffe Wilder Ritt bei Industriemetallen

Im Vergleich zu Gold und Silber geraten die so genannten Industriemetalle in den Hintergrund. Zu Unrecht - denn die Nachfrage nach Kupfer & Co dürfte trotz der Ereignisse in Japan mittelfristig wieder steigen, meint Metallexperte Neil Buxton.
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mm: Wie sehr ist der Preis von Kupfer vom Wirtschaftszyklus geprägt?

Buxton: Wir sehen Kupfer nicht als zyklisches Investment. Während die Preise unvermeidlich auf Phasen wirtschaftlicher Stärke reagieren werden, bleibt es dabei, dass die zugrundeliegenden Knappheit die Märkte unterstützt und das ermutigt Investoren.

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mm: Welche Folgen hat die japanische Katastrophe auf den Kupfermarkt und wie nachhaltig ist ihr Einfluss?

Buxton: Die Ereignisse in Japan dürften einen negativen Einfluss auf Kupfer haben, weil das Sinken der Nachfrage jeden kurzfristigen Produktionsstop überlagern wird.

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mm: Ist Kupfer zu ersetzen - kann es zum Beispiel durch ein anderes Metall mit ähnlichen Eigenschaften schlicht ausgewechselt werden?

Buxton: Substitutionsdruck ist ein offensichtlicher Aspekt des Marktes, besonders wegen des scharfen Preisanstiegs. Plastik im Bauwesen und Aluminium zur Energieverteilung sind die auffallendsten Alternativen. Allerdings werden die physikalischen Eigenschaften von Kupfer das Ausmaß solcher Ersatzstoffe mit Blick auf deren Volumina limitieren.

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mm: Welchen Einfluss haben Investoren auf die Preise?

Buxton: Die Investmentaktivität in Kupfer war einer der Haupttreiber der Kupferpreise. Allerdings wurde das Ganze auch durch die positive fundamentale Position unterstützt.

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mm: Wäre eine gesetzliche Reglementierung, zum Beispiel ein Short-Verbot, eine Lösung?

Buxton: Kein Kommentar dazu.

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mm: Man spricht so oft vom Superzyklus der Rohstoffe und meint einen langfristigen Preisanstieg. Halten Sie dieses Schlagwort für richtig?

Buxton: Wir stimmen mit dem dahinterstehenden Konzept des Superzyklus überein, dass eine starke Nachfrage der Emerging Markets gemeinsam mit dem limitierten Angebotswachstum die Preise treibt.

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