Kampf um die Lufthansa Wie Gewerkschaften um die Airline-Beschäftigten buhlen

Auch die Lufthansa leidet unter der Zersplitterung der Arbeitnehmervertreter: Eine Einigung mit den standesbewußten Piloten bedeutet noch lange keine Einigung mit dem Bodenpersonal. Ein Überblick.
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Cockpit-Schock: Piloten und Flugbegleiter haben vorgemacht, dass sich mit gezieltem Druck hohe Lohnsteigerungen durchsetzen lassen. Ihr Drohpotenzial ist enorm: Ein eintägiger Pilotenstreik im Frühjahr 2010 kostete die Lufthansa 48 Millionen Euro.

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Jetzt versuchen Teile des Bodenpersonals, mit der Gründung eigener Organisationen nachzuziehen. Die Vereinigung Boden und die Technik Gewerkschaft Luftfahrt wollen Verdi die Tarifhoheit bei der Airline streitig machen.

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Verdi im Sinkflug: Seit Jahren verliert die Dienstleistungsgewerkschaft Sitze bei den Wahlen zu Betriebs- und Aufsichtsräten. Um das Bröckeln der Gefolgschaft zu stoppen, steuern die Verdi-Vertreter nun einen verschärften Kurs; in der Vergangenheit hatten sie teils harte Sanierungsrunden mitgetragen.

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Vorstände unter Druck: Die guten alten Zeiten sind für die Lufthansa endgültig vorbei - selbst wenn die Tarifeinheit gesetzlich festgeschrieben wird. Um die immer stärker ausdifferenzierte Gewerkschaftslandschaft managen zu können, wären jedoch aus Arbeitgebersicht klare Regeln hilfreich: einheitliche Laufzeiten der verschiedenen Tarifverträge oder die Pflicht zur Schlichtung, bevor zum Streik aufgerufen werden darf.

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