Angriffe auf den Koloss Wie sich Konkurrenzgewerkschaften gegen Verdi formieren

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kämpft gegen sinkende Mitgliederzahlen. Vor allem kleinere Spartengewerkschaften machen Verdi zu schaffen.
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Die Etablierten
Berufsgruppen Piloten, Flugbegleiter, Angestellte der Flugsicherung, Ärzte und Lokführer
Verhandlungsmacht sehr hoch
Positionierung Am härtesten trifft Verdi die Kon-kurrenz von ehemals reinen Berufsverbänden wie dem Marburger Bund (Ärzte). Sie haben ihre Berufsgruppe fest im Griff und können trotz niedriger Mitgliederzahlen hohe Forderungen durchsetzen, weil streikende Ärzte nicht schnell zu ersetzen sind.

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Die Außenseiter
Berufsgruppen Zeitarbeiter und Beschäftigte der privaten Postdienstleister
Verhandlungsmacht schwach
Positionierung Gruppierungen wie die Christliche Zeitarbeitergewerkschaft gelten als arbeitgebernah und schwach organisiert. Verdi wirft ihnen vor, Dumping-Tarifverträge abzuschließen, um das Gehaltsniveau branchenweit zu senken. Die Zeitarbeitergewerkschaft hat ihre Tariffähigkeit inzwischen verloren.

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Die Newcomer
Berufsgruppen Feuerwehrleute, Techniker der Lufthansa und Angestellte der Versicherungsbranche
Verhandlungsmacht potenziell hoch
Positionierung Etliche Sparten fühlen sich bei Verdi nicht recht vertreten. Folge: Neue Konkurrenten entstehen, oft aus Betriebsratslisten (Lufthansa-Techniker) oder aus Verdi-Abspaltungen (Versicherungskaufleute). Die Verhandlungsmacht wäre vor allem bei den Feuerwehren hoch.

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