Offshoring Die attraktivsten Länder für Unternehmen

Indien, China und Malaysia sind die attraktivsten Offshore-Länder für Unternehmen weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung A. T. Kearney in ihrem jüngsten Global Services Index (GSLI). Ein Überblick über die Stärken und Schwächen der wichtigsten Länder.
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Die ersten drei Ränge des Global Services Location Index 2011 werden von denselben Ländern belegt wie schon bei der letzten Messung im Jahre 2009. Das attraktivste Offshoring Land bleibt Indien. Vor allem in Bezug auf die finanzielle Attraktivität, also etwa Löhne, Strom- und Telefonkosten sowie Steuerbelastung sammelt Indien Punkte. Beim Ausbildungsstand und der Personalverfügbarkeit liegt der Halbkontinent klar auf Rang eins der Liste.

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Knapp dahinter folgt China. Das Land zeichnet sich laut A. T. Kearney vor allem durch sein großes Repertoire an qualifizierten Arbeitskräften aus.

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Den dritten Rang des GSLI belegt, wie vor zwei Jahren, Malaysia. Im Hinblick auf die drei gemessenen Kategorien wirtschaftliches Umfeld, Arbeitskräftemarkt und finanzielle Attraktivität liegt das Land jeweils im oberen Drittels der Top 50, ohne es allerdings in einer der Kategorien in die Spitzengruppe zu schaffen.

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Ägypten wird von A.T. Kearney auf Rang vier geführt. Allerdings waren hier noch die Rahmenbedingungen vor dem Regierungsumsturz die Grundlage. Profitiert hatte Ägypten wie auch andere Länder Nordafrikas zuvor von der Nähe zum hochindustriellen Westen und den vielen gut ausgebildeten Fachkräften. Nun werden die Unternehmen das Risiko in Nordafrika völlig neu bewerten.

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Indonesien hält sich auf dem fünften Rang, wie schon 2009. Was die finanzielle Attraktivität betrifft, liegt das Land sogar auf Rang zwei der Liste. Nur in Vietnam sind die Kosten für Steuern, Verwaltung, Versorgung und Infrastruktur in der Summe günstiger.

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Einen Sprung nach vorne schaffte Mexiko. Was allerdings stark von den Devisenmärkten abhängig war, welche die Offshoring-Kosten in Ländern wie Mexiko, aber auch Estland, Lettland, Litauen und den Vereinigten Arabischen Emiraten zuletzt minderten.

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Thailand stuften die Experten von A. T. Kearney hingegen drei Plätze herunter. Zwar gehört das Land im Hinblick auf das wirtschaftliche Umfeld - gemessen in Länderrisiken, Infrastruktur, Landeskultur und Schutz des geistigen Eigentums - eher zu den schwächeren Standorten. Allerdings macht Thailand dies durch seine finanzielle Attraktivität weg.

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Dies gilt auch für Vietnam, das im Ranking von Rang 10 auf Rang 8 kletterte. Mit Blick auf Lohnkosten und Aufwand für Versorgung, Bürokratie und Steuern liegt das Land vor allen anderen. In der Kategorie Infrastruktur hingegen schafft es Vietnam nur ins untere Drittel der Liste.

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Ähnliches gilt für die Philippinen. Sie werden im GSLI von 2011 auf dem neunten Platz eingestuft. Die finanzielle Attraktivität gilt es hervorragend, das wirtschaftliche Umfeld indes als vergleichsweise schlecht.

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Gerade noch unter die Top Ten reichte es für Chile, das vor zwei Jahren noch den achten Platz hielt. Der Andenstaat liegt in allen drei Kategorien im Mittelfeld des Rankings.

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Unter den Industrieländern gilt Großbritannien auf Rang 16 mittlerweile als das Maß. Das Land sprang damit im Vergleich zu vor zwei Jahren um 15 Plätze nach oben. Allerdings profitierten die Briten und ihr Pfund von massiven Währungsschwankungen.

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Dennoch ließen sie die US-Amerikaner diesmal hinter sich. Denn die Vereinigten Staaten verloren vier Plätze und belegen in diesem Jahr Rang 18. Und das, obwohl das Land laut A. T. Kearney über den attraktivsten Arbeitsmarkt verfügt, vor Indien, China, Großbritannien und Deutschland.

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Deutschland - hier nutzen die Berater den Standort Leipzig als Vergleichsmaßstab - liegt in Bezug auf seine Offshoring-Attraktivität derzeit auf Rang 26. Vor zwei Jahren war es noch Rang 34. Das gute Arbeitskräftepotenzial und das hervorragende wirtschaftliche Umfeld sprechen für die Bundesrepublik - in letzterer Kategorie ist einzig Singapur vor den Deutschen gelistet. Wegen der vergleichsweise geringen finanziellen Attraktivität landet Deutschland dennoch nur auf einem Mittelfeldplatz.

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Die großen europäischen Nachbarstaaten liegen allerdings auch in diesem Jahr noch hinter Deutschland zurück. Zwar gewann Spanien drei Plätze. Doch im Ranking reicht es nur für den 42. Platz.

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Die Franzosen verloren gar drei Plätze und liegen in diesem Jahr auf Rang 44. Hauptgrund ist die im Vergleich zu Billiglohnländern geringe finanzielle Attraktivität. Dort belegen die Franzosen den letzten Platz der Liste. Nur Iren auf Platz 49 und Portugiesen auf Platz 50 sind in Europa als Offshoring-Standorte unattraktiver. Italiener und Griechen haben es gar nicht unter die Top 50 geschafft.

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