Automarken Was hinter den berühmtesten Logos steckt

Jede Automarke hat ihre Geschichte. Während die eine aus einer Kritzelei heraus entstand, wurde die andere am Reißbrett entworfen. Eine Übersicht.
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Das alte Skoda-Logo tünchte den geflügelten Pfeil in ein kräftiges Grün, umringt von einem breiten schwarzen Rahmen mit dem Schriftzug des Unternehmens. An Kopfschmuck und Pfeil eines Indianers, wie es eine Legende unterstellt, soll es nach Ansicht des Autobauers indes nicht erinnern.

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Skoda sieht in dem neu gestalteten Logo vor allem Symbole für globale Ambitionen (Ring), eine breite Produktpalette (Flügel) und moderne Produktionsmethoden (Pfeil). Das Grün ist heller, der schwarze Rahmen schlanker, der Schriftzug aus dem Emblem verschwunden. Das Re-Design soll Frische, Modernität, Dynamik und Präzision ausdrücken.

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Das Streben, Dynamik und Fortschritt zur Geltung zu bringen, sorgte bei Skodas Schwesterunternehmen Seat schon 1999 zu einem grundlegenden Re-Design. Aus einem hellblauen "S" wurde ein chromfarbenes auf rotem Grund. Das zackige "S" war bereits 1982 von einer Werbeagentur entworfen worden. Heute gehört Seat, wie Skoda, zum VW-Konzern.

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Wie das VW-Logo entstand, ist nicht genau überliefert. Eine Version besagt, dass der technische Zeichner Franz Xaver Reimspieß einst die zwei Buchstaben V und W in mehreren Kritzeleien und Skizzen zusammensetzte. So sei das heutige Emblem entstanden, das das bis dahin verwendete VW-Zahnrad ablöste.

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Auch am Logo der heutigen VW-Tochter Porsche arbeitete Franz Xaver Reimspieß mit. Vorgabe des Firmengründers Ferdinand Porsche war es, ein Emblem mit Bezug zum Standort Stuttgart mit einer dynamischen Ausdruckskraft zu schaffen. So zieren seit 1952 das Ross des Stuttgarter Stadtwappens, die Geweihe und die rot-schwarzen Streifen des württembergischen Wappens jeden Porsche.

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Eines der besten Pferde im Stall des Volkswagenkonzerns ist auch die Marke Audi. Audi, das ist die lateinische Übersetzung des Nachnamens von Unternehmensgründer August Horch. Die vier Ringe des Logos stehen für Audi und drei weitere Marken, die sich 1932 zur Auto Union zusammengeschlossen hatten. Heute befinden sich die Ingolstädter in Deutschland auf Augenhöhe mit BMW und Mercedes.

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Mercedes steht seit jeher für den dreizackigen Stern. Dieser sollte einst die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft symbolisieren. Denn als Gottlieb Daimler mit Wilhelm Maybach das erste Auto bauten, planten die auch Schiffe und Flugzeuge. Den Stern malte Daimler angeblich einst auf eine Postkarte an seine Familie. Dazu soll er den Satzz notiert haben: "Dieser Stern wir einmal segenreich über meinem Werke stehen". Der Name Mercedes geht hingegen auf den Vornamen der Tochter des österreichischen Daimler-Verkäufer Emil Jellinek zurück.

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Dass das Akronym BMW für Bayerische Motoren Werke steht, ist da schon bekannter. Dass das im bayerischen weiß-blau gehaltene Rautenmuster angeblich einen rotierenden Propeller darstellen soll, weniger. Nach Konzernangaben ist die Propellerlegende allerdings ein Mythos. Sinn würde sie aber schon machen: Schließlich baute BMW im Ersten Weltkrieg noch Flugzeugmotoren. Erst 1923 folgte das erste Motorrad. 1929 rollte schließlich das erste Auto vom Werksgelände.

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Auch die Buchstaben des italienischen Fiat-Konzerns stehen für eine Abkürzung: Fabbrica Italiana di Automobili Torino. Seit der Gründung im Jahr 1899 blieb das Akronym fast durchgängig im Logo erhalten. Nur zwischen 1982 und 1999 wurde es eine Zeit lang von fünf nebeneinander angeordneten von links unten nach rechts oben strebenden Linien ersetzt. Lange war das Logo zudem blau. Erst seit 2007 ist es wieder rot, wie in den frühen Jahren des Unternehmens.

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Das "Cavallino rampante", das sich aufbäumende Pferdchen, steht in Italien hingegen schon seit vielen Jahrzehnten für den berühmtesten Sportwagenherstellers des Landes - Ferrari. Das Pferdchen stammt aus dem Hauswappen der Gräfin Paolina Baracca. Das Gelb ist die Farbe der Stadt Modena, dem ersten Unternehmenssitz. Eine Legende besagt, dass Baron Baracca das Pferd von einem deutschen Piloten, der das sehr ähnliche Wappen der Stadt Stuttgart auf seinem Flugzeug trug, kopierte.

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Auf ein anderes Tier setzten die Brüder Jean-Pierre und Jean-Frédéric Peugeot schon 1810. Damals bauten sie noch Metallsägen. Der Löwe im Logo balancierte zunächst noch auf einem Pfeil. Das Tier sollte die Qualität der Peugeot'schen Sägeblätter symbolisieren: die Robustheit der Sägezähne, die Elastizität der Klinge und der schnelle Schnitt. Autos produziert Peugeot seit 1890, und bis 1958 gab es den Löwen sogar als Kühlerfigur.

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Der französische Wettbewerber Citröen startete ebenfalls nicht gleich mit dem Bau von Autos. Der Ursprung des Firmenemblems geht auf ein von André Citröen um das Jahr 1900 erworbenes Patent zur Herstellung einer doppelten Schrägverzahnung von Zahnrädern zurück. Mit diesem Patent gründete der Unternehmer zunächst eine Getriebewerkstatt. Erst 1919 baute er das erste Automobil.

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Eines der am häufigsten veränderten Logos der Automobilgeschichte besitzt Renault. Zuerst standen die in ein verziertes Oval eingelassenen Initialen der Unternehmensgründer Louis, Ferdinand und Marcel Renault für das Unternehmen. Später war es ein kreisrundes Symbol, das bis 1919 in Auto und dann bis 1923 einen Panzer abbildete. Erst 1925 nahm das Logo des Unternehmens die heutige Rautenform an. Sie soll seitdem die klassische und klare Form der Modernität widerspiegeln.

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Der Japanischen Autoherstellers Nissan, heute in einer strategischen Allianz mit Renault verbunden, enstand 1933 mit dem Kauf des Unternehmens Jidosha-Seizo-Konzern durch die Firma "Nihon Sangyo", was soviel wie "Japanische Industrie" bedeutet. Daraus wurde später der weltweit verwendete Name Nissan. Das verchromte Logo war ursprünglich rot wie die japanische Sonne.

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Das Logo des Wettbewerbers Toyota dachte sich Firmengründer Kiichiro Toyoda 1937 aus. Das zweite "D" im Firmennamen ersetzte er durch ein "T", um ihn vom Familiennamen zu unterscheiden. Wer genau hinschaut, erkennt in den mittleren zwei Ellipsen bis heute den Anfangsbuchstaben des Firmennamens wieder. Die Ellipsen sollen nach Angaben der Konzerns das Herz des Kunden und das Herz des Autos symbolisieren.

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Was Kiichiro Toyoda für Japan war, ist Henry Ford für die Vereinigten Staaten. Ford indes griff beim Entwurf des Firmenemblems nicht selber zu Papier und Bleistift. Die pflaumenförmige Logo mit dem in Schreibschrift gehaltenen Firmennamen wurde 1903 zur Gründung der Ford Motor Company vom Werksingenieur Childe Harold Wills entworfen. In Deutschland wurde das Logo später von den Nationalsozialisten verboten bis lange nach dem Krieg durch eine Silhouette des Kölner Doms ersetzt.

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Die Konkurrenz von General Motors setzt in Deutschland bis heute auf Opel. So wechselhaft wie der wirtschaftliche Erfolg der Tochter ist auch die Geschichte ihres Logos. So bestand es seit 1862 zunächst aus den Initialen des Gründers Adam Opel, wurde 1886 durch ein Bild eines Fahrradfahrers ersetzt, nahm 1910 die Form eines Auges an, stellte seit 1937 einen Zeppelin da und entwickelte sich dann Schritt um Schritt bis 1964 zur heutigen Blitzform.

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