Genfer Autosalon Die Neuheiten im Überblick

Der Autosalon in Genf ist traditionell die Messe der Paradiesvögel unter den Autofirmen. Aber auch die arrivierten Marken sind präsent und stellen Fahrzeuge für eine breite Käuferschicht vor. Hier sind die interessantesten Studien und neuen Modelle der Schau.
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Designstudie Wiesmann Spyder: Mit einem Leergewicht von unter 1000 Kilogramm soll das extrem reduzierte Fahrzeug in weniger als 4 Sekunden die 100 km/h-Grenze ereichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt circa 290 km/h. Ein 420 PS starker V8 Hochdrehzahlmotor macht es möglich. Die in Genf vorgestellte Designstudie ist ein Zweisitzer ohne Türen, ohne Frontscheibe und ohne Dach und geht zurück auf frühe Konzepte der Brüder Wiesmann.

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Aston Martin Virage: Ein neuer Sportwagen aus Großbritannien feiert Weltpremiere in Genf, der Aston Martin Virage. Das Modell mit V12-Front-Mittel-Motor ist zwischen den Typen DBS und DB9 platziert und soll sowohl sportlich als auch luxuriös orientierte Kunden ansprechen. Der 6-Liter-Motor leistet 497 PS und katapultiert das Auto in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100; als Höchstgeschwindigkeit gibt Aston Martin 299 km/h an. Der Preis des Modells bleibt bis zur Enthüllung in Genf geheim.

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Opel Zafira Tourer Concept: Eine "Lounge auf Rädern" soll diese Kompaktvan-Studie sein, die einen Ausblick gibt auf den kommenden Opel Zafira, der auf der IAA im Herbst debütieren wird. Die Studie in Genf zeigt ein frisches Außendesign und einen variablen, siebensitzigen Innenraum. Bei Bedarf kann das Auto auch in einen Viersitzer umgewandelt werden - mit dann fürstlichen Platzverhältnissen für alle Insassen. Motorisiert ist die Studie mit einem 1,4-Liter-Turbobenziner mit Start-Stopp-Automatik.

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VW Golf Cabrio: VW stellt in Genf ein weiteres Kompaktklasse-Cabriolet vor, und zwar die offene Variante des aktuellen Golf, die künftig bei Karmann in Osnabrück gebaut wird. Erstmals tritt das Auto ohne Überrollbügel an. Der Verkauf des Wagens wird bereits in den kommenden Wochen beginnen, das billigste Modell wird 23,625 Euro kosten. Das Stoffverdeck öffnet oder schließt per Knopfdruck, Überrollbügel sind hinter den Fondsitzen verborgen und schnellen im Falle eines Unfalls binnen Sekundenbruchteilen hervor. Die Motorenpalette reicht von 105 bis 200 PS.

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Jaguar XKR-S: Eigentlich feiert Jaguar auf dem Autosalon in Genf den 50. Geburtstag des legendären Modells E-Type, das 1961 in Genf vorgestellt wurde. Zugleich aber trumpft die britische Marke mit einem neuen Sportmodell auf, der geschärften Version der Coupé-Baureihe XK, nämlich mit dem XKR-S. Der 5-Liter-V8-Kompressormotor des Wagens leistet 550 PS, sorgt für ein Beschleungiungsvermögen von 4,4 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 und macht das Auto bis zu 300 km/h schnell.

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Hyundai i40: Der koreanische Hersteller Hyundai stellt in Genf die neue Mittelklasse-Baureihe i40 vor - und zwar zunächst in der Kombiversion. Das 4,70 Meter lange Auto bietet ein Ladevolumen von 553 bis 1719 Liter und kommt ab Juni in den Handel. Als Antriebe stehen je zwei Benzin- und Diesel-Motorenvarianten zur Wahl. Das sparsamste Aggregat stößt 113 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Foto: Ho/ dpa
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Mini Rocketman: Bislang wurden Modelle der Marke Mini stetig größer, in Genf steht nun eine Studie, die den Mini sozusagen wieder in Richtung Ursprungsmaß schrumpft. Das Auto trägt den Namen Rocketman, ist ein 3,41 Meter langer Viersitzer mit zwei Türen und allerlei Extras. Die Karosserie etwa besteht aus Karbon, am Heck gibt es eine Art Schublade und im Innenraum so etwas wie eine atmosphärische Lightshow. Motor übrigens gibt es noch keinen, die Studie ist erstmal nur eine Hülle, um zu schauen, wie ein kleiner Mini beim Publikum denn so ankommt.

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Infiniti Etherea Concept: Die Toyota-Marke Lexus ist seit kurzem im Kompaktwagensegment aktiv, die Nissan-Marke Infiniti strebt nun auch auf diesen Markt. In Genf steht die Studie Etherea die zeigt, wie das kommende Einstiegsmodell von Infiniti aussehen könnte. Das 4,40 Meter lange Auto wurde von Designer Shiro Nakamura entworfen und soll über ein "innovatives Einstiegskonzept" verfügen.

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Maserati Grancabrio Sport: In Genf feiert die sportliche Variante des Maserati Grandabrio Weltpremiere. Außer dieser Information gibt es derzeit allerdings kaum Konkretes zum Auto. Unter der Haube sitzt der bekannte 4,7-Liter-V8-Motor, der statt der bislang üblichen 440 PS nun 450 PS leistet. Die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 285 km/h. Optisch erkennbar ist der Wagen am schwarzen Kühlergrill, den schwarz hinterlegten Scheinwerfern und dem neuen Farbton "Rosso Trionfale".

Foto: TMN
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Kia Rio: Für den koreanischen Hersteller Kia gehört der Kleinwagen Rio zu den wichtigsten Autos. Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 219.000 Einheiten verkauft. In Genf nun debütiert die neue Generation des Wagens - mit größerem Radstand, größerer Karosserie und einem Kofferraumvolumen von 292 bis 390 Liter. Angeboten wird das Auto als Drei- und Fünftürer. Die Motorisierung umfasst unter anderem ein 1,1 Liter großen und 70 PS starken Selbstzünder sowie ab dem kommenden Jahr auch ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung.

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Renault Wind Gordini: Das kleine Cabrio-Coupé der französischen Marke wird in Genf erstmals auch im Gordini-Trimm zu sehen sein. Der Wagen im satten "Gordini-Blau" trägt die charakteristischen weißen Streifen auf Motorhaube und Heckdeckel; dazu gibt es weiße Außenspiegelgehäuse und zweifarbig lackierte 17-Zoll-Felgen. Der Flitzer ist bereits das vierte "Gordini"-Sportmodell von Renault, die allesamt an die legendären Autos des französischen Tuners Amadée Gordini erinnern sollen, der als Vater aller Markenpokale gilt.

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Audi A3 Concept: Im nächsten Jahr wird Audi eine neue Generation des Kompaktwagens A3 vorstellen, eine Idee davon, wie dieses Auto aussehen wird, soll die in Genf erstmals gezeigte Studie A3 Concept vermitteln. Auffälig an der Studie ist die Stufenheckform. Die solle, so heißt es, in Zukunft in die Modellpalette aufgenommen werden und sei vor allem für den US-Markt gedacht.

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Fiat Freemont: Fiat feiert das Modell Freemont als Weltpremiere und zugleich als "erstes Fahrzeug, das aus der Kooperation mit der Chrysler Group" hervor gegangen ist. Das ist hübsch formuliert, denn tatsächlich handelt es sich um das Grundmodell Dodge Journey, dass von Fiat frisch eingekleidet und mit dem eigenen Logo versehen wurde. Ab der zweiten Jahreshälfte, so teilt der Konzern aus Turin mit, wird das Auto bei den Händlern stehen.

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Porsche Panamera Hybrid: Weltpremiere feiert in Genf das zweite Hybridmodell der Zuffenhausener Autobauer, der Panamera Hybrid. Die Antriebstechnik der Sportlimousine ist weitgehend mit jener des SUV-Modells Cayenne S Hybrid identisch. Die Arbeit teilen sich ein V6-Benziner mit drei Litern Hubraum und 333 PS und ein Elektromotor mit 47 PS. Beide Motoren können den Panamera jeweils alleine oder gemeinsam bewegen.
Gespeist aus einem Nickel-Metall-Hydrid-Akku kann die Limousine bis zu zwei Kilometer rein elektrisch fahren - bis zu einer Geschwindigkeit von 85 km/h. Mit vereinten Kräften kann es aber auch in 6,0 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und 270 km/h erreichen.
Der Verkauf des Panamera S Hybrid beginnt laut Porsche im Juni, zu Preisen ab 106.185 Euro. Damit ist der Wagen knapp 10.000 Euro teurer als der normale Panamera S, bleibt aber rund 30.000 Euro unter der Turboversion.

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Renault Captur: Laurens van den Acker, der neue Designchef der französischen Marke, hat für den Messeauftritt in Genf die Studie Captur kreiert, die zeigen soll, wohin sich das Renault-Design künftig entwickelt. Das Crossover-Modell changiert zwischen Coupé, Cabrio (das Hardtop ist abnehmbar) und SUV; motorisiert ist die Studie mit einem 1,6-Liter-Diesel mit Doppelturbo, der 160 PS leistet aber weniger als 99 Gramm CO2 je Kilometer emittieren soll.

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Toyota iQ E-Prototyp: Erstmals in Europa zeigt Toyota das Kleinstauto iQ mit Elektroantrieb. Der Antriebsstrang ist von jenem der Toyota-Hybridmodelle abgeleitet, beim Energiespeicher handelt es sich um eine besonders kompakte Lithium-Ionen-Batterie. Als Reichweite gibt Toyota 105 Kilometer an, ab dem kommenden Jahr wird das Auto im Rahmen eines Leasingprogramms in Kundenhand gegeben.

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VW Tiguan: Volkswagen zeigt am Lac Léman eine überarbeitete Version des Kompakt-SUVs Tiguan. Besonders auffällig sind die Änderungen an der Fahrzeugfront. Verbaut sind nun Scheinwerfer mit den VW-typischen eckigen Abschlüssen zum Kühlergrill. Auch der wurde überarbeitet und entspricht jetzt der Optik von Golf & Co.
Insgesamt sollen vier Benziner und drei Dieselmotoren für den Tiguan zur Wahl stehen. Nach Unternehmensangaben konnte der Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent gesenkt werden. Die Preise für das Auto beginnen bei 24.175 Euro und liegen damit ungefähr auf dem Niveau des Vorgängers.

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Peugeot 308: Seit 2007 ist die aktuelle Version des Kompaktwagens auf dem Markt, jetzt zeigen die Franzosen in Genf das Facelift. Anfang Mai soll der Wagen bei den Händlern stehen. Wie üblich änderten die Designer das Aussehen nur dezent: Neue, nicht mehr ganz so ausladenende Scheinwerfer und ein weniger absurder Kühlergrill.
Außerdem konnten die Techniker den Spritverbrauch der Motoren drosseln. Besonders hervorzuheben ist der 1,6 HDi FAP mit 112 PS und Start-Stopp-Technologie. Der Normverbrauch soll bei nur 3,7 Liter auf 100 Kilometer liegen. Diese Variante soll ab Sommer 2011 verfügbar sein.

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SsangYong SUT 1: Die südkoreanische Automarkte war bislang für merkwürdige SUVs bekannt - wenn überhaupt. In Genf zeigen sie nun die SUT 1 genannte Studie, bei der es sich um einen so gannten Sport Utillity Truck handeln soll. Wie bei den Modellen des Herstellers üblich, sieht das Auto recht eigenwillig aus, wirkt jedoch nicht mehr ganz so absurd wie etwa der Actyon. Durchaus möglich, dass genau dieses Modell vom SUT 1 abgelöst werden könnte.

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Mercedes SLK: Die Stuttgarter stellen in Genf den Roadster der Öffentlichkeit vor. Das Auto kann bereits zu Preisen ab 38.675 Euro bestellt werden.

Zum Marktstart bieten die Stuttgarter einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor mit 184 PS und einen 3,5-Liter-V6 mit 306 PS an. Optisch wirkt der Zweisitzer etwas erwachsener, was vor allem an der massigen Front und den auffälligen Schwellern liegt.

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Rinspeed Bamboo: Schräge Studien der Schweizer Firma haben in Genf Tradition. Diesmal zeigt das Team um Firmengründer Frank Rinderknecht ein Modell namens Bamboo.

Das Auto sieht aus wie eine Mischung aus Golfkarre und Eisverkäufer-Mobil und soll auch noch ökologisch korrekt sein. Ein 72 PS starker Elektromotor treibt das knapp 1,1 Tonnen schwere, viersitzige Mobil an. Als Stromspeicher sind Lithium-Eisen-Akkus vorgesehen, deren Kapazität bei 16 Kilowattstunden liegt, womit nach Angaben von Rinspeed eine Reichweite von rund hundert Kilometern gewährleistet ist.

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Saab 9-5 SportCombi: Lange mussten die Schweden um ihre Zukunft zittern. Doch seit Saab zum niederländischen Sportwagenbauer Spyker gehört, geht es wieder aufwärts. Bereits die Resonanz auf die Limousine des 9-5 war positiv, jetzt will Saab mit dem Kombi nachlegen. Wie bei einem Wagen dieser Klasse üblich, soll das Auto einen besonders großen und variablen Laderaum bieten. Eine U-förmige Schiene erhöht die Flexibilität und selbst ein wasserdichter Transportraum unter dem Ladeboden steht zur Verfügung.
Interessenten sollen das Auto ab April bestellen können. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei rund 35.000 Euro beginnen.

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Volvo V60 Diesel-Plug-In-Hybrid: Erstmals stellt der schwedische Hersteller Volvo ein Auto mit Diesel-Plug-In-Hybridantrieb vor. Es handelt sich um eine Studie in Gestalt des Volvo V60, das Serienmodell soll im kommenden Jahr vorfahren. Der Wagen kann etwa 50 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Als Durchschnittsverbrauch gibt der schwedische Hersteller einen Wert von 1,9 Liter je 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 49 Gramm je Kilometer entspricht. Beim Selbstzünder handelt es sich um einen 2,4-Liter-Fünfzylinder mit 215 PS; der Elektromotor mit einer Leistung von 70 PS treibt die Hinterräder an und bezieht seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie.

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Pagani Huayra: Die norditalienische Supersportwagen-Manufaktur Pagani präsentiert in Genf erstmals seit zehn Jahren ein neues Modell - das Extrem-Coupé Huayra. Auszeichnen soll sich der Wagen vor allem durch seine ausgefeilte Aerodynamik, die beispielsweise Spoiler oder Ähnliches überflüssig macht. Als Antrieb kommt ein 6-Liter-Zwölfzylinder von Mercedes AMG zum Einsatz, der rund 700 PS freisetzt und das Auto auf mehr als 370 km/h beschleunigen soll. Grob geschätzter Preis des Renners - mindestens 1,5 Millionen Euro.

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Kia Picanto: Sieben Jahre lang wurde die erste Generation des Kleinwagens Kia Picanto gebaut, jetzt fährt die zweite Generation vor. In Genf debütiert das neue Modell, das weltweit als Fünftürer, in Europa zudem auch als dreitüriges Modell angeboten wird. In Deutschland wird das kompakte Wägelchen voraussichtlich ab Mai zunächst mit einem 1-Liter-Benzinmotor in den Handel kommen und außerdem auch in einer Bi-Fuel-Variante verfügbar sein, die mit Benzin und Flüssiggas betrieben werden kann.

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Ferrari FF: Von einem Kombi mag in Maranello selbstverständlich niemand reden, passender für die Form der Karosserie ist der Begriff Shooting Brake. Klar ist: Im Nachfolger des 612 Scaglietti finden vier Personen Platz - FF bedeutet "Ferrari Four".
Angetrieben wird das Auto von einem V12 mit 6,3 Liter Hubraum und einer Leistung von 660 PS. Damit ist eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h möglich. Preis und Verbrauch? Das dürfte die Kunden kaum interessieren. Für alle anderen: Der Viersitzer mit der optionalen Start-Stopp-Automatik genehmigte sich auf dem Prüfstand satte 15,4 Liter, der Preis ist noch nicht bekannt.

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Honda Accord: Auf dem Genfer Salon zeigen die Japaner eine überarbeitete Version des Accord. Wie bei einem Facelift üblich, zeigt sich das Auto mit aufgefrischten Stoßfängern und Scheinwerfern. Das sieht zwar schick aus, entscheidener sind aber die Änderungen unter der Haube.
Der 150 PS starke Diesel mit 2,2 Liter Hubraum soll etwas sparsamer als sein Vorgänger sein, genaue Daten liefert Honda allerdings noch nicht.

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Lancia Ypsilon: Seit 26 Jahren baut Lancia den Kleinwagen Ypsilon, mehr als eine Million Exemplare wurden bislang verkauft. In Genf stellt die Marke die jüngste Generation des Stadtautos vor, die erstmals auch als Fünftürer angeboten wird. Zwei Benzinmotorisierungen (69 und 85 PS) sowie ein Dieselmotor mit 95 PS stehen als Antriebsvarianten zur Wahl. Der Verkauf des Autos beginnt im Juni.

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