Tata-Chef Carl-Peter Forster Die Inder und der Deutsche

Warum ein Patriarch aus Mumbai Carl-Peter Forster an die Spitze seines wichtigsten Unternehmens rief
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Mal indische Großstadt, mal englisches Landhaus: Tata- und Jaguar-Chef Carl-Peter Forster

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Der Konzern: Hotels, Textilien, Solarzellen, Düngemittel, Automobile - es gibt kaum eine Branche, in der Indiens wichtigster Unternehmer, Ratan Tata (73), nicht mitmischt. Dem Dynastiechef gehört nur knapp ein Prozent der Tata-Gruppe. Über den Großteil der Anteile wachen Stiftungen. Aber er bestimmt, wo es langgeht. Der Konzern beschäftigt fast 400.000 Mitarbeiter und setzt rund 51 Milliarden Euro um.

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Ratan Tata war es auch, der dem Konzern 2008 Jaguar Land Rover einverleibte, eine Markenikone, den automobilen Stolz des einstigen Kolonialherren Großbritannien.

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Der Manager: Kaum jemand kennt die weltweiten Facetten der Automobilindustrie so wie Carl-Peter Forster (56). Bei BMW lenkte er als Vorstandsmitglied die Produktion von Nobelkarossen, als Chef von Opel und General Motors Europe hatte er es mit billigeren Autos und einem internationalen Markennetzwerk zu tun.

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Die Aufgabe: Wegen der Neuerwerbung Jaguars und des Ziels, Tata Motors von Indien aus auf den Weltmarkt zu führen, suchte Ratan Tata internationale Topmanager. Er fand Forster. Das war 2009, Opel kämpfte ums Überleben, Forster fahndete nach einem Käufer. In dieser Situation wollte er GM nicht verlassen. Also dauerte es bis Ende des Jahres, bevor Ratan Tata und dessen langjähriger Autochef Ravi Kant (66; rechts im Bild) Forster "von den enormen Chancen und Möglichkeiten" in Indien überzeugten. Gut bezahlt ist der Job ohnehin, sofern die Ergebnisse stimmen. Zwar ist das Grundgehalt mit rund 720.000 Euro überschaubar. Aber zusätzlich, heißt es in Unternehmenskreisen, lockten mehrere Millionen an Boni und Aktienoptionen.

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