Schadensfall Die Problemzonen und gefährlichsten Wettbewerber der Allianz

Einst war das Deutschlandgeschäft die Gelddruckmaschine der Allianz. Inzwischen ist es die größte Baustelle des global tätigen Konzerns. Ein Überblick über die Schwachstellen der Allianz - und ein Direktvergleich mit einem der gefährlichsten Wettbewerber.
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Allianz-Chef Michael Diekmann: 8,2 Milliarden Euro hat Europas größter Versicherer im Jahr 2010 verdient. Das ist ein Gewinnsprung von 17 Prozent - trotz der Belastungen durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr. Der Konzern will die Dividende auf 4,50 Euro je Aktie anheben, doch Anleger sind dennoch nicht zufrieden. Sie sehen strukturelle Probleme bei der ...

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Allianz: Der Versicherungsriese krankt ausgerechnet an seinem Heimatmarkt. Der neue Deutschland-Primus Markus Rieß kämpft mit Problemen, die er selbst mitverursacht hat. Zu den Problemzonen des Konzerns gehört beispielsweise ...

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Autoversicherung: Mehr als 13,3 Millionen Kfz-Haftpflichtpolicen hatte die Allianz kurz vor der Jahrtausendwende. Heute sind es noch knapp acht Millionen Verträge. Grund für den schleichenden Niedergang: Die Allianz hat der aggressiven Preisstrategie von Discountern wie der HUK Coburg wenig entgegenzusetzen. Die Malaise hat Rückwirkungen auf das übrige Geschäft. Die Autoversicherung dient den Vertretern als Einstiegshilfe für den Verkauf von Privathaftpflicht- oder Hausratpolicen. Ein komplett neuer Tarif soll den Niedergang in den kommenden Monaten verlangsamen.

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Krankenversicherung: Hohe Kosten und eine laxe Risikopolitik ließen den Krankenversicherungsarm zum Problemfall mutieren. Die Sanierung blieb Mitte 2010 stecken, als das Bundesverwaltungsgericht den Konzern zwang, den 2007 eingeführten Aktimed-Tarif vorübergehend vom Markt zu nehmen. Monatelang hatte die Allianz keine konkurrenzfähige Police am Markt. Hinzu kommt: Der renovierte Tarif ist teurer als ursprünglich. Im Januar wurde der für die Produktentwicklung verantwortliche Vorstand Wilfried Johannßen (57) ausgetauscht und in den vorzeitigen Ruhestand geschickt.

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Internet: Mit großem Tamtam startete der Konzern im September 2005 seinen eigenen Internetanbieter Allianz 24. Das Start-up sollte der Billigkonkurrenz im Sachversicherungsgeschäft Paroli bieten. Vier Jahre später klemmte die Allianz ihre Netzplattform mangels Erfolg wieder ab. Statt einer Million Autopolicen wie der Rivale HUK 24 hatte Allianz 24 nur 300.000 Stück geschafft. Intern hatte das Internetexperiment für reichlich Ärger gesorgt. Die eigenen Vertreter hatten massiv gegen die Billigkonkurrenz protestiert. Kurz nach dem Aus startete der Konzern einen neuen Internetversuch namens Allsecur.

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Bank: Rund eine Million Kunden hatten Allianz-Vertreter für die bis Anfang 2009 zum Konzern gehörende Dresdner Bank angeworben. Nach dem Verkauf an die Commerzbank blieben nur 350.000. Und auch die mussten vielfach mit Geschenken überredet werden. Pannen wie die fehlende Zugehörigkeit der Allianz zum Geldautomatenverbund verursachten hohe Zusatzkosten. Bankchef Andree Moschner hat das nicht geschadet. Er wurde zum Vertriebschef der deutschen Allianz befördert.

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Schadensfall: Die Schwachstellen im deutschen Sachversicherungsgeschäft der Allianz werden durch einen Vergleich mit dem Konkurrenten HUK Coburg deutlich

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