Gewalt in Libyen Ölkonzerne auf der Flucht

Die Ausweitung der Gewalt in Libyen hat den Öl-Preis am Montag auf mehr als 104 Dollar je Barrel getrieben. Zahlreiche Energiekonzerne wie Wintershall, BP oder Exxxon evakuieren ihre Mitarbeiter aus dem Opec-Staat. Ein Überblick.
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Die Ausweitung der Gewalt in Libyen hat den Preis für Brent-Öl zuletzt in immer neue Höhen getrieben. Energiekonzerne evakuieren ihre Mitarbeiter aus dem Opec-Staat und viertgrößtem Ölproduzenten Afrikas. Darunter sind auch deutsche Unternehmen wie ...

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Wintershall: Die BASF-Tochter fliegt wegen der Unruhen Mitarbeiter aus und drosselt die Produktion. Auch die Produktion der acht Ölfelder, die Wintershall vor Ort mit dem libyschen Partner National Oil Corporation (NOC) betreibt, wird von den Massenprotesten beeinträchtigt. Ob die Anlagen teilweise oder ganz heruntergefahren würden, sei noch nicht klar. Libyen ist für Wintershall ein wichtiger Standort, das Unternehmen produziert dort pro Tag bis zu 100.000 Barrel Öl.

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RWE - Hat in Libyen bislang nur eine Niederlassung, in der rund 100 Mitarbeiter tätig sind. Der Konzern ist noch nicht operativ in Libyen tätig, sondern lediglich planerisch.

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BP - Das britische Unternehmen erklärte, seine Vorbereitung zu einer Bohrung in dem Wüstenstaat seien gestoppt worden. Ein Sprecher sagte, man sei Jahre von einer Förderung entfernt. BP hatte 2007 ein Abkommen über 900 Millionen Dollar geschlossen.

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Exxon Mobil: Das Unternehmen einigte sich 2008 mit dem libyschen Öl-Konzern auf die Investition von 97 Millionen Dollar. Seit 2005 besteht ein Abkommen über eine Erkundung und gemeinsame Produktion.

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OMV - Für den Konzern ist Libyen eines der wichtigsten Fördergebiete. Am Montag teilte das Unternehmen mit, seine Einrichtungen seien nicht betroffen. Trotzdem würden ausländische Mitarbeiter aus dem Land gebracht.

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Royal Dutch Shell - Das Unternehmen hat die Angehörigen seiner ausländischen Mitarbeiter außer Landes gebracht. Shell ist nur bei der Erkundung in Libyen tätig.
Weiterhin in Libyen engagiert sind

Total: Mit einem Anteil von 75 Prozent an zwei Feldern beteiligt. Ein Sprecher sagte am Montag, für die Sicherheit der Mitarbeiter werde alles Notwendige unternommen. Einzelheiten nannte er nicht.

Oasis Group - Das Konsortium aus ConocoPhillips, Amerada Hess and Marathon hatte sich 2005 bereiterklärt, 1,3 Milliarden Dollar für einen Ausbau bestehender Verträge in Libyen zu zahlen.

PGNiG - Der polnische Erdgas-Monopolist schloss 2008 einen Vertrag über mindestens acht Bohrstellen für 108 Millionen Dollar ab. Die Erkundungsbohrungen sollen 2012 beginnen.

(mit Material von reuters)

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