Bundesbank Wer folgt auf Weber?

Bundesbankchef Axel Weber will nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidieren. Ein Überblick über mögliche Nachfolger.
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Um ihn geht es: Bundesbankpräsident Axel Weber ist amtsmüde. Ende April 2011 will er als Bundesbankchef zurücktreten - ein Jahr vor Ablauf seiner Amtsperiode. Im Folgenden ein Überblick über mögliche Nachfolger.

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Andreas Dombret: Unter den Vorstandsmitgliedern der Bundesbank ist der Ex-Banker wohl der wichtigste Kandidat. Der 51-Jährige, ehemals Deutschland-Chef der Bank of America, gilt als Finanzprofi, international erfahren und exzellent vernetzt. Bei der Bundesbank verantwortet er derzeit den Bereich Finanzstabilität. In Sachen Geldpolitik und Makroökonomie ist er bislang allerdings nicht aufgefallen.

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Klaus Regling: Der 60-Jährige hat genau das richtige Alter für einen Notenbanker, den möglichst keine weiteren Ambitionen treiben sollen. Schließlich muss seine persönliche Unabhängigkeit gewährleistet sein. Dass Regling schon für viele Zentralbankpositionen - auch als möglicher EZB-Präsident - gehandelt wurde, ist verständlich: Der studierte Ökonom war in den neunziger Jahren im Bundesfinanzministerium aktiv mit den Euro-Vorbereitungen befasst und überwachte später als Generaldirektor der EU-Kommission die Mitgliedstaaten. Derzeit führt er den Rettungsfonds für die angeschlagenen Euro-Staaten.

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Jens Weidmann: Spekulationen über einen Wechsel Weidmanns an die Spitze der Bundesbank gibt es seit längerem, nun gilt er laut "Bild"-Zeitung als heißester Kandidat. Zuletzt wurde Weidmann noch als möglicher Vizepräsident der Bundesbank gehandelt. Der 42-jährige Weidmann, ein ausgewiesener Ökonom mit beruflichen Erfahrungen bei der Bundesbank und beim Internationalen Währungsfonds, ist derzeit einer der engsten Berater von Kanzlerin Angela Merkel; er leitet die Wirtschaftsabteilung im Kanzleramt und fungiert als Sherpa zu den G-8- und G-20-Gipfeln. Ein Top-Kandidat, allerdings sehr jung - und mit großer Nähe zur Kanzlerin. Als Bundesbankpräsident müsste er Zeichen setzen, um die Unabhängigkeit der Institution zu demonstrieren. Chancen auf den Topjob bei der Bundesbank hat aber auch ...

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Volker Wieland (ohne Bild): Der Frankfurter Professor ist ein Kandidat vom Schlage Axel Webers: ein Wissenschaftler, der direkt von der Uni an die Bundesbankspitze wechseln würde. Wieland ist einer der angesehensten Geldexperten in Deutschland. Er hat einen PhD in Ökonomie von der US-Eliteuni Stanford und arbeitete für die US-Notenbank Federal Reserve. Seit dem Jahr 2000 hat er einen Lehrstuhl an der Goethe-Universität Frankfurt. Jahrelang wirkte er nebenher als Direktor des Center for Financial Studies in Frankfurt. Nach wie vor ist er dort als Programmdirektor "Zentralbanken und Geldwirtschaft" tätig, organisiert insbesondere die alljährliche Konferenz der EZB-Beobachter. Als profilierter Geldtheoretiker dürfte er im Rat der Europäischen Zentralbank Gehör finden.