Fotostrecke Das sind die reichsten Männer Russlands

Roman Abramowitsch, Oleg Deripaska und Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow - alle drei wurden sie Reich, als in den neunziger Jahren in Russland die großen Stahl und Rohstoffkonzerne privatisiert wurden. Und sie sind längst nicht die einzigen.
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Wladimir Lissin: Der Chef des russischen Stahlproduzenten Novolipetsk Steel verfügt laut aktueller "Forbes"-Liste über ein Vermögen von 15,8 Milliarden Dollar und ist damit der reichste Russe. Anders als andere Oligarchen ist der Stahlmagnat allerdings nicht in der Privatisierungszeit in den neunziger Jahren schlagartig zu Reichtum gekommen. Er gilt vielmehr als Industrieller alter Schule und zudem als angesehener Ingenieur. Dafür spricht auch, dass Lissin zahllose wissenschaftliche Arbeiten über die Metallurgie verfasst und reihenweise Patente gesammelt hat.

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Michail Prochorow: Laut "Forbes" verfügt der ehemalige Chef des russischen Unternehmens Norilsk Nickel, der seit 2008 an der Spitze von Polyus Gold steht, über 13,4 Milliarden Dollar. Prochorow ist unter anderem Besitzer des amerikanischen Profi-Basketballteams New Jersey Nets, gemeinsam mit dem US-Bauunternehmer Bruce Ratner und dem Rapper und Musikproduzenten Shawn Carter - besser bekannt als "Jay Z".

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Michail Fridman: Der Mitgründer des Mischkonzerns Alfa Group bringt es laut "Forbes" auf 12,7 Milliarden Dollar. Als einer der größten Finanz- und Industriekonzerne Russlands reicht die Tätigkeit der Alfa Group vom Öl- und Gasgeschäft über den Rohstoffhandel bis hin zu Versicherungen und Einzelhandel. In die Schlagzeilen geriet Fridman vor einigen Jahren beim Schiffbruch des Öltankers "Prestige" vor Spanien. Ihm wurde vorgeworfen, technische Mängel an dem Schiff nicht rechtzeitig abgestellt zu haben - es sei ja versichert gewesen.

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Roman Abramowitsch: Den Menschen hierzulande ist er vor allem als Besitzer des englischen Proficlubs FC Chelsea und damit Ex-Chef von Michael Ballack sowie als Freund großer Yachten ein Begriff. Sein Geld machte Abramowitsch zusammen mit dem seinerzeitigen Tycoon Boris Beresowski in den Neunzigern mit einem Firmenimperium, zu dem Teile des Ölkonzerns Sibneft, des Aluminiumkonzerns Rusal sowie der Fluggesellschaft Aeroflot gehörten. Zuletzt wurde Abramowitsch von "Forbes" auf 11,2 Milliarden Dollar geschätzt, was ihn auf Platz 4 des russischen Reichstenrankings hievt.

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Oleg Deripaska: Der mit 43 Jahren jüngste unter den Oligarchen legte den Grundstein seines Reichtums Anfang der neunziger Jahre mit dem Handel von Aluminium und Aluminiumaktien. Später schuf er gemeinsam mit seinem Freund Roman Abramowitsch Rusal, einen der größten Aluminiumkonzerne der Welt. Mit Abramowitsch gemeinsam hat Deripaska offenbar auch das Faible für Fußball: 2006 wollte er für 350 Millionen Dollar den englischen Proficlub FC Arsenal übernehmen - die Offerte wurde aber abgelehnt.

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Wagit Alekperow: Der promovierte Ökonom war schon zu Sowjetzeiten eine große Nummer. In den achtziger Jahren führte er erfolgreich eine Ölgesellschaft in Sibirien. Als Energie- und Ölminister Michail Gorbatschows erlebte er dann die Wende, die zu seinem Vorteil nutzen konnte. Als führender staatlicher Privatisierer der Ölindustrie schuf Alekperow beispielsweise den Lukoil-Konzern, dessen Hauptaktionär und Chef er bis heute ist. Aktuelles Vermögen laut "Forbes": 10,6 Milliarden Dollar.

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Wladimir Potanin: Er ist so etwas wie der Vater aller Oligarchen, denn als Bankchef mit engen politischen Kontakten erfand er Mitte der neunziger Jahre das berüchtigte "Kredite-für-Aktien-Programm", über das die Anteile großer russischer Rohstoff- und Industriekonzerne für vergleichsweise wenig Geld in private Hände gelangten. Profiteure waren viele der heutigen Milliardäre Russlands, deren finanzieller Aufstieg ohne das Programm kaum möglich gewesen wäre. Potanin selbst, von 1996 bis 1997 stellvertretender russischer Ministerpräsident, sicherte sich auf Basis des Programms ein dickes Stück von Norilsk Nickel sowie der Erdölfirma Sidanko. Bis heute ist sein Vermögen laut "Forbes" auf mehr als zehn Milliarden Dollar angewachsen.

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Alexej Mordaschow: Auch der Großaktionär des Reisekonzerns Tui (aktueller Anteil: 20,45 Prozent) erlangte seinen Reichtum durch geschicktes Agieren in der Zeit der Privatisierung. Mordaschow bekam den Auftrag das Stahlkombinat im nordwestrussischen Tscherepowez in private Hand zu überführen. Er gründete eine Tochterfirma, die günstig den Großteil der Aktien erwarb. Mordaschow selbst hielt drei Viertel der Anteile dieser Tochtergesellschaft - nach dem Deal war er ein gemachter Mann. Mit knapp zehn Milliarden Dollar führt ihn "Forbes" derzeit auf Platz 8 der reichsten Russen - und auf Platz 70 der Milliardäre weltweit.

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Alischer Usmanow: Mit ihm setzt sich die Liste der Sportfans unter den Oligarchen fort. Usmanov, Kreml-naher Generaldirektor der Gazprom-Tochter Gazprominvest Holding sowie erfolgreicher Verleger, war früher Säbelfechter und steht heute als Präsident an der Spitze des Weltfechtverbands FIE. Laut "Forbes" beträgt sein Vermögen derzeit etwa 7,2 Milliarden Dollar.

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Viktor Wekselberg: Auf ihm ruhen in Russland viele Hoffnungen, denn Viktor Wekselberg, Gründer und Besitzer der Beteiligungsgesellschaft Renova Holding, soll als Kopf der jüngst ins Leben gerufenen Skolkowo-Stiftung die Wirtschaft des Landes modernisieren. Moskau unterstützt das Vorhaben mit politischem Rückhalt und einem Milliardenbetrag. Wekselberg selbst verfügt laut "Forbes" über ein Vermögen von 6,4 Milliarden Dollar.

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