Immobilien, Aktien, Gold Was bei Inflation ins Depot gehört

Steigen die Preise, so verliert das Ersparte leicht an Wert, wenn es in den falschen Anlagen steckt. Experten raten in Inflationszeiten zu Sachwertinvestments. Doch damit ist die Auswahl noch längst nicht abgeschlossen. Ein Überblick über Investments in Inflationszeiten.
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Eigenheim: Viele Bundesbürger wollen sich die Miete sparen und streben das eigene Häuschen an - auch als Schutz vor Vermögensverlust. Der lässt sich aber nur erreichen, wenn die Lage stimmt. Denn nur, wo die Wirtschafts- und Infrastruktur stabil ist und steigende Bevölkerungszahlen erwartet werden, können auch die Preise steigen.

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Vermietete Eigentumswohnung: Das Investment in Wohnungen und ganze Mehrfamilienhäuser ("Zinshäuser") steht bei Anlegern derzeit hoch im Kurs. Der Vorteil: Bei richtiger Standort- und Objektwahl steigen die Preise und es gibt verlässliche Rückflüsse aus der Miete. Letztere kann langfristig sogar an die Inflation angepasst werden - es sei denn, der Staat legt in Extremphasen einen Deckel drauf.

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Gewerbeimmobilien: In Bürogebäude und Einkaufscenter können Privatanleger lediglich indirekt - über Fonds oder Immobilien-AGs - investieren. Dabei fallen jedoch in der Regel hohe Kosten und Gebühren an (geschlossene Fonds) oder es gibt andere Werteinflüsse, außer jenen des Immobilienmarkts (Immobilien-AGs). Offene Immobilienfonds stecken zudem zurzeit in einer Krise, weil sie Probleme mit dem Liquiditätsmanagement haben. Sie werden demnächst grundlegend neu reguliert.

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Aktien: Als Inflationsschutz eignen sich Experten zufolge vor allem Aktien von Unternehmen, die in der Lage sind, Preissteigerungen möglichst problemlos an ihre Kunden weiterzureichen. Der Lebensmittelkonzern Nestlé etwa gilt als Paradebeispiel für ein solches Unternehmen. Nestlé verfügt auch über eine geringe Verschuldung, was ebenfalls von Vorteil ist. Denn bei Inflation steigen in der Regel auch die Zinsen.

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Gold: Edelmetalle wie Gold haben sich im Laufe der Jahrhunderte als verlässlicher Zielort bei der Flucht vor der Geldentwertung erwiesen. Experten räumen dem Goldpreis trotz des Anstiegs der vergangenen Jahre noch Potenzial ein - sollte es tatsächlich zu einer massiven Geldentwertung kommen.

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Festverzinsliche Wertpapiere: Anleihen gelten als schlechtes Anlageprodukt für Inflationsphasen. Denn die Zinsen sind fix und werden von steigenden Preisen verzehrt. Die Folge: Steigt die Inflationsrate, verlieren laufende Anleihen in der Regel an Wert. Eine Ausnahme bilden inflationsgebundene Anleihen, deren Preis mit der Inflationsrate steigt. Davon gibt es aber keine allzu große Auswahl. Immer beliebter als Inflations-Schutzinvestments gelten ...

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Rohstoffe: Auch Rohstoffe werden als Anlageziel immer beliebter. Allerdings ist ein Investment speziell im Agrarsektor nicht ganz ohne. Denn das zunehmende Interesse der Investoren weltweit gilt als ein Auslöser der Preissteigerungen und damit letztlich auch der Inflation im Lebensmittelbereich, wie ein Überblick über die jüngsten Preisschübe bei Agrarrohstoffen zeigt. Anleger sollten sich dieser moralischen Komponente eines Engagements bewusst sein.

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