China Shopping Wo Firmen aus China zuletzt zulangten

Die Einkaufstour chinesischer Konzerne geht weiter. Längst zielen sie nicht mehr nur auf Rohstoffvorkommen. Ein Überblick über die jüngsten Milliardendeals.
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Auf Augenhöhe: Der Staatsbesuch von Chinas Staatschef Hu Jintao im Januar in den USA zeigte, dass sich die Gewichte der Weltwirtschaft verschoben haben. Chinesische Unternehmen gehen seit Monaten eifrig auf globale Einkaufstour, um die neuen Kräfteverhältnisse zu festigen. Vor allem Energie- und Finanzkonzerne aus China melden Übernahmen im Ausland, wie zum Beispiel ...

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ICBC: Die weltgrößte Bank Industrial Bank of China hat sich durch die Übernahme einer US-Brokertochter der ehemaligen Pleitebank Fortis im Oktober 2010 eine Basis für das Brokergeschäft in den USA verschafft. Dem Finanzgiganten aus Fernost geht es darum, durch Gemeinschaftsprojekte oder kleinere Transaktionen im Ausland Strukturen für das Investmentbanking aufzubauen. Noch gehen Banken aus China dabei sehr behutsam vor - doch westliche Investmentbanker halten es für gut möglich, dass Chinesen in ein paar Jahren tatsächlich auch mal eine westliche Großbank komplett übernehmen. Auch im Rohstoff- und Telekomsektor expandieren die Chinesen ...

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China Unicom: Die chinesische Telekomgesellschaft zahlte im Oktober 2010 rund 2,5 Milliarden Dollar für 75 Prozent der Anteile an der zuvor staatlichen Nigerian Telekom (Nitel). Renditeträchtig dürfte die Investition in Afrika kurzfristig kaum werden, doch China Unicom geht es vor allem um Marktanteile und Kunden im Ausland: Konkurrent China Mobile hatte bereits drei Jahre zuvor mit der Auslandsexpansion begonnen - in Pakistan zum Beispiel haben inzwischen rund 6 Millionen Kunden einen Vertrag mit China Mobile.

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CNOOC: Das staatliche chinesische Ölunternehmen CNOOC betrat im Oktober 2010 Neuland, als es in Südtexas ein Drittel eines gigantischen Schieferfeldes kaufte, das mit Öl und Gas versetzt ist. 2005 waren die Chinesen noch mit dem Versuch gescheitert, sich bei einer kalifornischen Ölfirma einzukaufen. Jetzt durfte CNOOC rund 2,2 Milliarden Dollar in das texanische Ölfeld investieren. Einige US-Kommentatoren sahen darin Anzeichen für einen "Ausverkauf amerikanischen Bodens an China."

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Sinopec: Der chinesische Mineralölkonzern nahm im Oktober 2010 sogar rund 7 Milliarden Dollar in die Hand, um sich Rohstoffanteile in Brasilien zu sichern. Die Kapitalerhöhung, die der spanische Repsol Konzern für seine brasilianische Tochter vornahm, wurde vollständig von den Chinesen gezeichnet. Repsol hatte ursprünglich eine Kapitalerhöhung über die Börse geplant - doch da Sinopec für die strategisch wichtige Partnerschaft eine üppige Prämie zahlte, den Chinesen den Vorzug gegeben.

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Petrochina: 3,1 Milliarden Dollar zahlte der chinesische Ölkonzern im August 2010 für eine Beteiligung am australischen Energieunternehmen Arrow Energy. Es war der Sommer der spektakulären Deals ...

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Geely: ... denn im August 2010 übernahm der chinesische Autobauer Geely für 1,5 Milliarden Dollar die schwedische Automarke Volvo. Der Deal hat Signalwirkung - Peking expandiert nicht nur im Rohstoffsektor, sondern zielt auch auf Schlüsselindustrien wie den Automobilsektor.

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Sinopec: Bereits vor dem 7 Milliarden Dollar schweren Einkauf in Brasilien war der chinesische Energieriese in Kanada erfolgreich. Sinopec erwarb für 4,7 Milliarden Dollar im Juni 2010 Anteile an dem kanadischen Bergbauunternehmen Syncrude. Die von Peking in Auftrag gegebene Expansion Sinopecs im Ausland dürfte mit diesen Deals noch lange nicht abgeschlossen sein.

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CNOOC: Der Ölkonzern (Foto: Hauptquartier in Peking) erwarb im März 2010 Anteile am argentinischen Rohstoffkonzern Bridas für umgerechnet 3,1 Milliarden Dollar.

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Sinopec: Den einstieg beim britischen Rohstoffkonzern Addax ließ sich der chinesische Firmenjäger im Juni 2009 knapp 9 Milliarden Dollar kosten. Getoppt wurde dieses Investment im Frühjahr 2008 vom inländischen Konkurrenten ...

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Chinalco: 14,3 Milliarden Dollar zahlte der chinesische Rohstoffkonzern Chinalco im Februar 2008 für eine Beteiligung am australischen Minenkonzern Rio Tinto. Es war der Beginn zahlreicher Milliardendeals chinesischer Einkäufer im Rohstoffsektor: Vor allem Sinopec und CNOOC, aber auch der mächtige Staatsfonds CIC sind seitdem auf globaler Einkaufstour.

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