US-Staatsfinanzen Das Schuldenproblem im Überblick

Die Staatsverschuldung der USA ist explodiert - unter anderem, weil die US-Regierung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise Milliarden aufgenommen hat. Ein Überblick über die aktuellen und künftigen Lasten der weltweit größten Volkswirtschaft.
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Jahrestag am Ground Zero: Neun Jahre nach den Anschlägen vom 11. September wachsen neue Wolkenkratzer Richtung Himmel. Die US-Regierung, die für die Kriege in Afghanisten und im Irak bereits Milliarden Dollar ausgegeben hat, musste im Kampf gegen die Wirtschaftskrise ab 2009 noch gewaltigere Summen aufwenden. Die Staatsverschuldung ist explodiert, und der US-Rechnungshof (CBO) zeichnet ein düsteres Bild ...

Foto: Andrew Mills/ dpa
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Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise sind die Ausgaben der US-Regierung stark gestiegen. Standen in den Jahren 2000 und 2001 noch Überschüsse zu Buche, dürfte das Staatsdefizit im Haushaltsjahr 2011 noch einmal rund 1,4 Billionen Dollar betragen. Die Schuldenquote der USA steigt dann auf fast 70 Prozent der Wirtschaftsleistung, wie Berechnungen der Commerzbank zeigen. Doch das ist noch nicht das Ende ...

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Beunruhigendes Szenario: Der US-Rechnungshof (Congressional Budget Office, CBO) geht davon aus, dass bei steigenden Ausgaben für die Krankenversicherungen Medicare und Medicaid und verringerten Steuereinnahmen die Schuldenquote des Staates bis 2030 auf 140 Prozent des BIP steigen könnte. Es wäre der höchste Schuldenstand in der Geschichte der USA.

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Fehlprognose: Doch die Budgetplaner lagen schon mehrfach kräftig daneben. Der Rechnungshof projektierte zum Beispiel für die Jahre 1997 und 1998 Defizite von jeweils mehr als 200 Milliarden Dollar - tatsächlich wies der Bundeshaushalt ab 1998 kräftige Überschüsse auf.

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Viele Ausgaben sind fix: Der Großteil der Ausgaben der USA wird durch diverse Leistungsgesetze vorgegeben, wie zum Beispiel die Ausgaben der Kranken- und Rentenversicherung. An ihnen ist nicht zu rütteln. Den USA bleibt also wenig Spiel, die Balance durch Ausgabenkürzungen wieder herzustellen. Hoffnung gibt dagegen ...

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Die Bevölkerungsentwicklung der USA: Mitte des 21 Jahrhunderts dürften die USA rund 440 Millionen Einwohner haben und damit 55 Prozent mehr als im Jahr 2000. Damit haben die Vereinigten Staaten eine günstigere Bevölkerungsprognose als viele schrumpfende, alternde Gesellschaften in Europa. Dies könnte nach Einschätzung der Commerzbank auch die wirtschaftliche Erholung der USA verstärken und helfen, die Staatsfinanzen wieder ins Lot zu bringen.

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