Helgoland Die trotzige Insel

Deutschlands einzige Felseninsel hat einiges mitgemacht: Sturmfluten, Weltkriege und zahlreiche Besitzer haben dem Eiland viel abverlangt.
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Die Insel aus leuchtend rotem Buntsandstein ist von über achtzig deutschen Inseln, die einzige Felseninsel. Vierzig Kilometer vom Festland entfernt ...

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... trotzt sie den Launen der Gezeiten. Dennoch haben die heftigen Sturmfluten das Gesicht Helgolands markant verändert: ...

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Bei der Silvesterflut 1720 wurde die Hauptinsel von der 500 Meter östlich gelegenen "Düne" aus Muschelkalk und Kreide getrennt.

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Helgoland zieht in den Sommermonaten neben Urlaubern auch viele Tagesgäste an, die außer der guten Seeluft, ...

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... der malerischen Insel und dem fangfrischen Hummer, der in bunten Buden angeboten wird, auch von der Zoll- und Steuerbefreiung Helgolands profitieren wollen

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Die Entstehung der Insel Helgoland begann vor circa 260 Millionen Jahren, als ein Zechsteinsalzkissen die darüberliegenden Schichten hochdrückte. Die trias-zeitlichen Felsen aus Buntsandstein ragen an manchen Stellen über fünfzig Meter senkrecht aus dem Meer auf. Strand ist auf der Hauptinsel dagegen Mangelware ...

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... und an dem einzigen Strand im Norden der Insel ist Baden wegen der starken Strömung nicht empfehlenswert. Wer in die Fluten springen will, lässt sich lieber auf die nahe gelegene "Düne" übersetzen, ...

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... auf die sich Erholung suchende Urlauber von den Tagestouristen zurückziehen können. Hier lässt es sich auch vortrefflich ...

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... in die Nordsee steigen und mit etwas Glück gesellen sich ein paar Seehunde dazu, die sich längst an die Badegäste gewöhnt haben. Mag man es dagegen lieber etwas luxuriöser ...

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... nimmt man stattdessen besser ein Meerwasserbad wie hier im mare frisicum spa. Hier kann man ...

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... das Meer, die Badedüne und die roten Felsen immerhin noch aus der Ferne bewundern ...

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... und mit einem Fernglas sieht man womöglich auch noch einen kulleräugigen Seehund in seinem Element.

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So friedlich und verschlafen wie Helgoland im Schnee war es jedoch nicht immer auf der Felseninsel. Das begehrte Eiland inmitten der Nordsee wechselte öfter den Besitzer. Im Jahre 1714 ...

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... wurde Helgoland dänisch, 1807 besetzten die Briten die Insel und in 1890 wurde das Eiland dank des "Vertrags über Kolonien und Helgoland" an Deutschland übergeben. In den beiden Weltkriegen war Helgoland ein strategisch günstiger Marinestützpunkt.

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Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bombardierten die Briten Helgoland. Wenig später geriet die Insel abermals unter Beschuss: Durch die Sprengungen der militärischen Bunkeranlagen büßte Helgoland einen Großteil an Fläche ein. Im Mittelland der Insel kann man die Sprengkrater noch deutlich erkennen. 1952 wurde Helgoland an Deutschland zurückgegeben.

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Heute ist glücklicherweise schon reichlich Gras über diese dunkle Epoche der Geschichte Helgolands gewachsen. Trotzdem droht Helgoland sich weiter zu verkleinern. Die Nordsee erodiert mit jeder Welle kleine Partikel der Felsen, ...

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... die dadurch nach und nach zurückverlagert werden. Um das Wahrzeichen, die 'Lange Anna' vor der zerstörerischen Kraft der Wellen zu schützen, wurde daher die wenig ansehnliche Schutzmauer gebaut. Die roten Felsen sind unverwechselbar für Helgoland. Daher hätte die Flagge der Insel auch passender nicht sein können: Sie spiegelt die drei Farben der "Düne" und der Hauptinsel wider ...

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... denn: "Grön is dat Land, rot is de Kant, witt is de Sand. Dat sünd de Farven vun't hillige Land."

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Helgoland bietet nicht nur Menschen einen Ort der Erholung. Die Felsen werden von Vögeln wie den Basstölpeln gerne als Nestplatz mit Meerblick genutzt. Auf der "Düne" hingegen ...

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... liegen an manchen Tagen bis zu 350 Seehunde und Kegelrobben am Strand und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Heute haben Seehunde auf Helgoland ...

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... auch nichts mehr zu befürchten. Touristen, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Insel kamen, sahen in der Seehundjagd noch eine willkommende Abwechslung zum Baden.

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Und wer sich auf Helgoland mit seinen 1,7 Quadratkilometern genug die Beine vertreten hat, hält es einfach wie der heimische Autor James Krüss: "Auf kleinen Inseln mit wenig Auslauf, da muss man sich die Zeit vertreiben, da kommt man von selber ins Geschichten erzählen" (aus: "Mein Urgroßvater, die Helden und ich").

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