Sanfte Revolution Inder erobern die begehrtesten Chefposten

In die Vorstandsetagen weltweit führender Konzerne rücken neue Starmanager, und vielfach erobern Inder die Posten. Jetzt könnte der Trend auch Deutschlands berühmteste Unternehmen erfassen. Ein Überblick über die neuen Stars der Managerszene.
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Anshu Jain: Ein Inder auf dem Spitzenposten von Deutschlands größtem und bekanntestem Kreditinstitut? Was noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre, könnte schon in zwei Jahren Realität sein.

Anshu Jain, oberster Investmentbanker der Deutschen Bank, gilt als heißer Anwärter für die Nachfolge von Josef Ackermann als Chef der Deutschen Bank. Und selbst mancher Banker von der Konkurrenz unkt bereits, an dem Mann führe schlicht kein Weg vorbei. Eine Ausnahmeerscheinung ist Jain damit allenfalls noch in Deutschland. In New York, London und Zürich sind die indischen Finanzspezialisten längst nicht mehr wegzudenken.

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Vikram Pandit: Allein bei der Investmentbank Goldman Sachs soll es Schätzungen zufolge mehr 2000 indischstämmige Mitarbeiter geben. Auch beim Konkurrenten Citigroup sind indische Manager in praktisch allen Hierarchieebenen anzutreffen - bis ganz an die Spitze, wo Vikram Pandit seit Ende 2007 das Zepter schwingt.

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Ajay Banga: Wer die Führungsetagen der Finanzbranche scannt, wird inzwischen fast überall fündig. Ajay Banga etwa führt seit wenigen Monaten den Kreditkartenanbieter Mastercard.

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Ashwini Gupta: Beim Konkurrenten American Express sitzt mit Risikochef Ashwini Gupta ebenfalls ein Inder im Vorstand

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Raj Singh: Auch in Europa sind die indischstämmigen Manager nicht mehr wegzudenken. Raj Singh etwa ist Risikovorstand beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re.

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Venkatraman Anantha-Nageswaran: Bei der Schweizer Traditionsbank Julius Bär heißt der Chief-Anlagestratege seit dem vergangenen Jahr dagegen Venkatraman Anantha-Nageswaran, ebenfalls ein indischer Spezialist.

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Arshad Zakaria: Einige der Finanzsuperstars sind inzwischen bereits weitergezogen, und manch einer hat seine eigene Firma gegründet. So wie Arshad Zakaria.

Der ehemalige Chef der Investmentsparte und Global-Markets-Division von Merrill Lynch hat den New Vernon India Fund gegründet, der im Auftrag instititutioneller Anleger in Indien investiert.

Auch Citigroup-Boss Vikram Pandit hat einen eigenen Hedgefonds gegründet, ehe er noch einmal ins Banking zurückkehrte.

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Anil Kumar: Wo viel Licht, da ist freilich auch Schatten. Und so haben zwei Inder derzeit gute Chancen, als Teilhaber an einem wenig rühmlichen Wall-Street-Rekord in die Geschichte einzugehen: Sie sind beschuldigt, in den größten Hedgefonds-Insider-Skandal aller Zeiten verwickelt zu sein. Einer der Manager, der Ex-McKinsey-Mann Anil Kumar, hat sich bereits schuldig bekannt und 2,8 Millionen Dollar Strafe bezahlt.

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Rajat Gupta: Sogar gegen den Ex-McKinsey-Chef Rajat Gupta wurden im Zusammenhang mit dem Insider-Verfahren Vorwürfe laut. Diese scheinen sich jedoch nicht verfestigt zu haben. Eine Klage wurde nicht erhoben.

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