Chronologie Das Öldrama im Golf von Mexiko

Es begann mit einem Knall: Am 20. April explodierte die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. Seitdem sind Tausende Tonnen Öl ins Meer geflossen. BP steht wegen der finanziellen Folgen des Debakels inzwischen am Rande des Abgrunds.
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21. April: Einen Tag nach der Explosion löschen Feuerwehrboote den Brand auf der Bohrinsel. Die brennende Bohrinsel sinkt anschließend. Zum Untergang trägt eine Serie technischer und menschlicher Fehler bei.

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28. April: Ein Teil des Ölfilms wird abgefackelt

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29. April: Die US-Regierung stuft die Ölpest als Katastrophe "von nationaler Bedeutung" ein.

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6. Mai: Das Öl erreicht Land, eine unbewohnte Insel vor der US-Südküste

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8. Mai: BP-Experten brechen den Versuch ab, das ausströmende Öl mit Hilfe einer großen Stahlkuppel abzusaugen

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28. Mai: Obama will die Zahl der Helfer verdreifachen. Rund 240 Kilometer der Küste sind bereits verseucht. Laut US-Ozeanbehörde NOAA darf bereits in einem Viertel des Golfs nicht mehr gefischt werden.

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29. Mai: Die Operation "Top Kill" scheitert. Durch Beschuss mit riesigen Schlammmengen sollte das sprudelnde Öl gestoppt werden. Nun soll ein Steigrohr zur Quelle am Meeresgrund abgesägt und auf die Öffnung eine Kuppel gestülpt werden. Dort soll ein Großteil des Öls aufgefangen und durch eine Leitung zu einem Schiff geleitet werden.

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30. Mai: BP-Chef Tony Hayward entschuldigt sich bei Anwohnern, verärgert sie zugleich aber mit der Äußerung: "Ich hätte gern mein altes Leben zurück." Zuvor hatte er die ausgetretene Ölmenge als "winzig" im Vergleich zum Ozean bezeichnet.

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4. Juni: Den Ingenieuren gelingt es, einen Behälter über dem Leck zu platzieren. Allerdings strömt weiterhin Öl ins Meer, nur ein kleiner Teil kann kontrolliert zu einem Schiff abgeleitet werden.

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10. Juni: Allein in Louisiana haben inzwischen mehr als 70 Menschen ärztliche Hilfe gesucht - wegen Übelkeit, Kopfschmerzen, entzündeten Augen und Atembeschwerden. Mindestens 1100 ölverschmierte Vögel wurden gefunden, der größte Teil von ihnen tot.

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11. Juni: Wissenschaftler der US-Geologiebehörde gehen mittlerweile davon aus, dass täglich bis zu 5400 Tonnen Öl aus dem Bohrloch schießen könnten

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15. Juni: Obama vergleich die Katastrophe in einer Rede an die Nation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und fordert Amerika zur Abkehr vom Öl auf

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25. Juni: Die BP-Aktie fällt unter 300 Pence und markiert damit den tiefsten Stand seit 14 Jahren. Seit Beginn der Ölpest ist der Börsenwert um 100 Milliarden Dollar geschrumpft.

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Am 12. Juli beziffert BP die bisherigen Kosten auf 3,5 Milliarden Dollar

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17. Juni: Hayward räumt vor dem US-Kongress eine "beispiellose Serie von Fehlern" ein. Zuvor hatte BP sich bereit erklärt, 20 Milliarden Dollar in einen Entschädigungsfonds einzuzahlen.

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20. Juni: Hayward gibt das Krisenmanagement an den geschäftsführenden Direktor Bob Dudley (links, beim Besuch einer Schildkröten-Rettungsstation) ab, Aufsichtsratschef Carl-Henrik Svanberg will sich stärker einmischen.

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23. Juni: BP muss das Auffangen des Öls wegen technischer Probleme unterbrechen. Bei einem Unfall kommen zwei Helfer ums Leben.

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29. Juni: Tropensturm "Alex" zwingt die Helfer, ihre Arbeit erneut zu unterbrechen.

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3. Juli: Der Supertanker "A Whale" ("Ein Wal") aus Taiwan soll öliges Wasser aufsaugen und reinigen. Wegen der schweren See verlaufen Tests zunächst ergebnislos. Das mit dem Wasser vermengte Öl ist nach BP-Angaben nicht dickflüssig genug, um es in dem Schiff sauber zu trennen.

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15. Juli: Mit einem 68 Tonnen schweren Zylinder gelingt es BP erstmals, das Bohrloch abzudichten - zumindest vorübergehend, denn zunächst muss der Druck geprüft werden

Foto: Bp Live Video Feed/ dpa