Deutschlands Exporterfolge Wie der Export zur Gelddruckmaschine wurde

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Überdurchschnittliches Plus: Der deutsche Außenhandel ist in den Jahren von 1991 bis 2008 mit durchschnittlich 6,4 Prozent (Ausfuhr) sowie 5,4 Prozent (Einfuhr) schneller gewachsen als die deutsche Wirtschaft insgesamt. So ist der Anteil des Außenhandelssaldos am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) stark gestiegen: von 0,7 Prozent in 1991 auf 7,1 Prozent im Jahr 2008.

Foto: Statistisches Bundesamt
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Impulsgeber Export: Der Außenhandelssaldo zeigt, ob eine Volkswirtschaft mehr exportiert als importiert oder umgekehrt. Sein Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Bedeutung des Außenhandels für die entsprechendeVolkswirtschaft.

Für Deutschland zeigt der positive Saldo und hohe Anteil am BIP, dass der Export für die deutsche Wirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Ähnliches gilt für Russland, China und die Niederlande.

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Verblasster Glanz: Deutschland war sowohl 1990 als auch in den Jahren von 2003 bis 2008 Exportweltmeister, im vergangenen Jahr hat China diesen Titel für sich eingeheimst.

In den Jahren zwischen 1990 und 2008 musste Deutschland den Rang als Exportweltmeister über ein Jahrzehnt lang den Vereinigten Staaten überlassen. Die USA nahmen über den gesamten Zeitraum auch den ersten Platz unter den Importeuren ein.

Die stärkste Entwicklung aber hat der Außenhandel Chinas gemacht: Die chinesischen Ausfuhren stiegen von 62,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 1990 auf über 1,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2008. Die Einfuhren erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 53,3 Milliarden US-Dollar auf mehr als 1,1 Billionen US-Dollar. Damit sind sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren um mehr als das Zwanzigfache gestiegen.

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Verlierer Japan: Sah es Anfang der 90er Jahre vorübergehend so aus, als werde die deutsche Ausfuhr hinter die japanische zurückfallen, wurde 2008 fast doppelt so viel aus Deutschland exportiert wie aus Japan. Auch zuletzt konnten Japans Unternehmen den Trend nicht ändern, nicht zuletzt aufgrund des hohen Yen-Kurses.

Insgesamt wuchs der Welthandel in den Jahren 2003 bis 2008 besonders schnell mit jährlich deutlich zweistelligen Raten. Besonders davon profitieren konnte China, dessen Ausfuhr sich in dieser Zeit mehr als verdreifachte.

Der deutsche Export wuchs nicht ganz so schnell, legte aber mit höheren Raten zu als der japanische und amerikanische.

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Einflussfaktor Ölpreis: Steigt der Ölpreis, können rohstoffarme Staaten wie die meisten Industrieländer darauf nicht durch eine entsprechende Einschränkung ihrer Nachfrage nach Rohöl reagieren. Stattdessen führt die Verteuerung ihrer notwendigen Rohölimporte dazu, dass sie ihre Nachfrage nach anderen Importgütern verringern müssen, so dass auch weniger deutsche Exportgüter in diese Länder gehen.

Deshalb ist Deutschlands so genannte Export-Performance im Jahr 2000 niedrig, obwohl gerade in diesem Jahr die deutschen Exporte in die Partnerländer gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent gestiegen sind.

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