Hochfrequenzhändler So erzielen sie Börsengewinne

1 / 6

High-Frequency-Trader verdienen mit jeder gehandelten Aktie nur eine kleine Summe. Da sie mithilfe von Computerprogrammen - sogenannten Algorithmen - voll automatisch handeln, können sie Wertpapiere innerhalb von Sekundenbruchteilen und damit sehr oft bewegen. Durch das hohe Handelsvolumen entstehen in der Summe hohe Gewinne. Die Handelsstrategien sind dabei vielfältig.

Foto: Corbis
2 / 6

Liquidity Rebate: Die Händler, die sich dieser Programme bedienen, erhalten von der Börse eine Prämie von rund 0,25 Cent pro Aktie nur dafür, dass sie an der Börse für Bewegung sorgen. Handeln sie ausreichend Aktien, fahren sie dank der Prämie auf jeden Fall einen Gewinn ein - unabhängig von der Kursentwicklung.

Foto: Corbis
3 / 6

Pinging: Die Computer lancieren eine Order, die sie in Millisekundenschnelle wieder zurückziehen, wenn niemand anbeißt. Nach minimalen Preisänderungen platziert das Programm so lange neue Orders, bis ein Marktteilnehmer zugreift. Auf diese Weise gewinnt der Algorithmus wertvolle Informationen über die Preisvorstellungen anderer Marktteilnehmer, und kann entsprechend reagieren. Wenn ein Käufer beispielsweise 20,10 Dollar für eine bestimmte Aktie zahlen will, kauft das Programm diese Papiere innerhalb von Millisekunden zu einem geringeren Preis und verkauft sie für 20,10 Dollar weiter.

Foto: Corbis
4 / 6

Liquidity Detection: Dieser Algorithmus platziert kleinere Angebote, um große Orderblöcke ausfindig zu machen. Geht ein Investor auf eines dieser Angebote ein, sendet der Algorithmus umgehend eine weitere Order aus. Werden die Aktien jedes Mal gekauft, so hat das Programm einen größeren Block identifiziert und kann nun entsprechend reagieren, etwa indem es dem Nachfrager zuvor billig erworbene Aktien teurer verkauft.

Foto: Corbis
5 / 6

Cross-Asset: Das Programm profitiert von Preisungleichgewichten zwischen verschiedenen Anlageklassen wie beispielsweise einem Future auf den S&P 500 und dem Index selbst. Cross-Asset-Strategien kaufen das unterbewertete Asset und verkaufen gleichzeitig das überbewertete.

Foto: Corbis
6 / 6

Pairs Trading: Nutzt gegenläufige Marktbewegungen bei verwandten Wertpapieren aus. Die Kurse von Pepsi- und Coca-Cola-Aktien beispielsweise entwickeln sich in der Regel ähnlich. Steigt jedoch Coca-Cola, während Pepsi fällt, dann kauft der Algorithmus Pepsi und tätigt so lange Leerverkäufe in Coca-Cola, bis sich die Kurse wieder angeglichen haben.

Foto: Corbis