Richard Oetker Prominent wider Willen

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Herkunft: Richard Oetker (58) hat gelegentlich mit seinem Familiennamen gehadert. Er steht für eine stolze Unternehmerdynastie, belastet die Namensträger aber mit hohen Erwartungen und einer - wie sich bei ihm zeigen sollte - gefährlichen Prominenz. Oetkers Urgroßvater August Oetker startete 1891 mit einer Backpulverproduktion. Richard Oetkers Vater Rudolf August Oetker (1916 - 2007) führte die Firma nach 1945 in neue Dimensionen. Richard Oetker studierte Brau- und Agrarwissenschaften in Weihenstephan.

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Zäsur Im Dezember 1976 wurde Richard Oetker Opfer eines brutalen Verbrechens. Er wurde entführt und - schwer verletzt - erst gegen 21 Millionen Mark Lösegeld freigelassen. Sein Entführer Dieter Zlof konnte drei Jahre später gefasst werden, er wurde nach einem Indizienprozess zu 15 Jahren Haft verurteilt, der Höchststrafe. Beim Versuch, das Lösegeld zu wechseln, wurde Zlof 1997 in London erneut verhaftet und nach britischem Recht für weitere zweieinhalb Jahre inhaftiert. Richard Oetker mied nach der Entführung lange die Öffentlichkeit.

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Wiedergeburt Richard Oetker ist in zweiter Ehe verheiratet und hat zwei Kinder. Wie sein älterer Bruder August (Bild) und sein Vater sammelt er Oldtimer, die er gelegentlich bei nostalgischen Rallyes ausfährt. Ehrenamtlich engagiert sich Oetker als Vorstandsmitglied der Organisation Weißer Ring, die Verbrechensopfern beisteht und deren Lobby sein will. Für den Verein tritt er seit 2006 wieder in der Öffentlichkeit auf, unter anderem in der Talkshow "Johannes B. Kerner" oder vor den Studenten der Polizeihochschule im westfälischen Hiltrup.

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