Elektroautos im Aufwind Modelle und Meilensteine

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Lohner-Porsche: Der Urvater des Elektromobils wurde erstmals auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 gezeigt. Die in den Radnaben der beiden Vorderräder eingebauten Elektromotoren erbrachten eine Leistung von 2,5 PS, der Akkumulator erlaubte eine Fahrstrecke von 50 Kilometern pro Ladung.
Die Leistungswerte von Elektroautos veränderten sich über Jahrzehnte kaum, weil sich die Autoindustrie in den hundert Jahren nach dem Debüt des Lohner-Porsches ausschließlich auf Verbrennungsmotoren konzentrierte.

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EV1:1996 brachte General Motors in Kleinserie dieses Elektroauto auf den Markt. Nach einigen Jahren wurden die etwa 800 verleasten Fahrzeuge verschrottet und das Projekt eingestellt. GM führte betriebswirtschaftlicne Gründe an - der °Dokumentarfilm "Who killed the electric car" unterstellte jedoch, die Mineralöllobby habe dem Stromer den Garaus gemacht.

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Think City: Der norwegische Zweisitzer ist zurzeit das einzige in nennenswerter Stückzahl gefertigte europäische Stromvehikel. Der Think ist durchaus alltagstauglich, offenbart allerdings auch die Probleme vieler Stromer: Die meist in Kleinserie gefertigten Autos sind spartanischer als herkömmliche Pkw; Innenausstattung und Handling des Think erinnern an einen japanischen Kompaktwagen aus den siebziger Jahren.

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Tesla Roadster: Dass Elektroautos nicht freudlos daherkommen müssen, zeigt dieser kalifornische Sportwagen auf Lotus-Elise-Basis. Der Tesla Roadster ist mit 7000 Akkupacks vollgestopft und beschleunigt schneller als ein Porsche 911.
Allerdings kommt die Produktion des Kleinserienfahrzeugs nicht so richtig in Gang - zuletzt musste die von Silicon-Valley-Entrepreneuren finanzierte Firma staatliche Hilfe beantragen.

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Chevrolet Volt: Das derzeit wohl ambitionierteste Elektroauto-Projekt der Welt verantwortet General Motors. Ab 2010 will die US-Firma ein Auto fertigen, dass von einem Elektromotor angetrieben wird und nur auf längeren Strecken ein Verbrennungsaggregat als Generatoren zuschaltet.
GMs Ziel ist keine Kleinserie, sondern ein massenmarktfähiges Fahrzeug, das unter den Markennamen Chevy und Opel hunderttausendfach verkauft werden soll.

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Gehackter Toyota Prius: Einigen Ökoaktivisten dauert das Warten auf Volt und Co. zu lange - deshalb legen sie selbst Hand an. Die Serienversion des japanischen Hybridautos Prius etwa fährt im Stadtverkehr mitunter für einige Minuten elektrisch.
Das geht auch länger, wenn man die Software des Autos hackt, Extra-Akkus und eine Steckdose einbaut. Bei disziplinierter Fahrweise sind dann im Stadtverkehr 1,5 Liter je 100 Kilometer möglich.
Das kalifornische Unternehmen Google (im Bild die Gründer Sergej Brin und Larry Page) unterhält eine kleine Flotte dieser sogenannten Plug-In-Hybride.

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Elektro-Porsche von Ruf: Das wiedererwachte Interesse an strombetriebenen Fahrzeugen hat viele Bastler auf den Plan gerufen.
Der Allgäuer Porsche-Tuner Ruf entwickelt auf eigene Faust einen 911er mit E-Antrieb. Äußerlich ist dem Sportwagen nicht anzusehen, dass er mit Strom fährt.

Foto: Ruf
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Aptera Typ-1: Ein weiteres Tüftlerprojekt ist dieses besonders aerodynamische Vehikel von Aptera Motors aus dem kalifornischen Carlsbad.
Das Fahrzeug dürfte für den Einsatz im winterlichen Nordeuropa allerdings kaum geeignet sein. Deutlich bessere Chancen hat die bereits erprobte ...

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... Elektroversion des Smart. Nach einem erfolgreichen Testlauf in Großbritannien wird der Daimler-Kleinwagen nun auch in Berlin und Rom eingesetzt.
Im Jahr 2012 könnte das kleine E-Auto in Serie gehen. Auch die Mercedes-Modelle A- und B-Klasse könnten elektrifiziert werden. Daimler will zudem gemeinsam mit dem Mischkonzern Evonik ein eigenes Werk zu Akkuproduktion bauen

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Mini E: Die kürzlich vorgestellte Elektroversion des BMW-Lifestyle-Wägelchens fährt komplett elektrisch.
Die Münchner starten demnächst einen größeren Feldversuch in den USA, bei dem die Strom-Minis an 500 ausgewählte Beta-Tester verleast werden.

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Honda FCX Clarity: Auch Wasserstoffautos, wie dieser zurzeit in Kalifornien im Testlauf befindliche Wagen, sind im Prinzip Elektrofahrzeuge. Das Hydrogen wird in einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt.
Kritiker monieren, dass Wasserstofffahrzeuge ineffizient seien; zunächst müsse Strom aufgewandt werden, um Wasserstoff zu erzeugen - der dann wieder in Strom konvertiert wird.

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Solarenergie-Anlage: Viele Experten halten es deshalb für sinnvoller, Autos direkt an die Steckdose anzuschließen.
Eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung stützt diese Sichtweise. Die Wissenschaftler haben errechnet, ...

Foto: Solar Millennium AG
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... dass die Stromversorgung für Elektroautos auch ohne den Bau neuer Kraftwerke gewährleistet werden könne. Selbst wenn bis 2050 rund 17 Prozent des heutigen Fahrzeugbestandes durch Elektroautos ersetzt würden, sei der Bau neuer Kraftwerke nicht nötig.

Hintergrund ist, dass Elektroautos idealerweise über Nacht aufgeladen werden könnten (hier der Tankdeckel eines Mini E). Das ermöglichte es den Energieversorgern, zusätzlichen Strom auf Wind- oder Wasserkraftwerken ins Netz einzuspeisen, der bisher nächtens verloren geht, weil die Stromnachfrage zu niedrig ist.

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Ladestation für Elektroautos: Wo und wann der Autofahrer der Zukunft sein Auto einsteckt, ist noch offen. Die kalifornische Firma Project Better Place entwickelt ein Elektrotankstellennetz, hier im Bild eine Ladestation im Ramat Hasharon nahe Tel Aviv.
Firmenchef Shai Agassi schwebt ein Modell vor, das der Mobilfunkbranche entlehnt ist: Der Kunde soll den Strom abonnieren und sich per Vertrag langfristig an PBP binden. Im Gegenzug bekommt er sein Elektroauto mit Rabatt, vielleicht sogar umsonst.

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