Sony Der Chef und das Unternehmen

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Howard Stringer, 1942 in Cardiff/ Wales geboren, studierte Geschichte in Oxford und ging 1965 nach New York. Er war Soldat im Vietnamkrieg und arbeitete danach als Produzent für das TV-Network CBS, dessen Präsident er später wurde. 1997 übernahm er die Leitung des US-Geschäfts von Sony, gliederte das Film (Columbia) und Musikgeschäft (CBS Records) ein. 1999 schlug ihn Königin Elizabeth zum Ritter. 2005 wurde Sir Howard CEO von Sony.

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Sony Corp. in Tokio gehört mit einem Umsatz von 56 Milliarden Euro zu den führenden Herstellern von Unterhaltungselektronik. Der Konzern verkauft Audio-, Video- und TV-Geräte, Rechner, Mobiltelefone (Sony Ericsson), Spielekonsolen, aber auch Finanzdienstleistungen. Sony Pictures ist eines der erfolgreichsten Hollywood-Studios. Im Sommer übernahmen die Japaner den bis dahin mit Bertelsmann betriebenen Musikkonzern Sony BMG.

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Stringer trat mit dem Ziel an, die Profitabilität zu steigern und das Firmengeflecht zu strukturieren. Im vergangenen Geschäftsjahr 2008 (zum 31. März) hatte sich der Gewinn auf 2,3 Milliarden Euro verdreifacht, das Margenziel von 5 Prozent wurde erneut verfehlt. Im laufenden Geschäftsjahr jedoch werfen Wirtschaftskrise und starker Yen die Firma weit zurück. Im Januar kürzte Sony das Gewinnziel bereits zum zweiten Mal in Folge drastisch und erwartet nun erstmals in der Unternehmensgeschichte einen operativen Verlust in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Nach früheren Meldungen sollen rund 16.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, die geplanten Investitionen um bis zu ein Drittel gekappt, die Kosten um etwa eine Milliarde Euro im Jahr gekürzt werden.

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