Kapitale Inseln Die wichtigsten Steueroasen

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Cayman-Inseln: Die kleine Inselgruppe in der Karibik ist die Heimat der Hedgefonds. Zwar sitzt deren Management meist in London oder New York, doch die Caymans ermöglichen ihnen riskantere Geschäfte. Auch etliche Konzernfinanzierer haben hier Tochterunternehmen. Wie die Britischen Jungferninseln gelten die Caymans als Paradies für steuerfreie Scheingesellschaften.

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Bermuda: Die Nordatlantikinsel ist ein wichtiges Zentrum für Rückversicherer und konzerneigene Versicherungen. Die rund 1300 registrierten Versicherungen verwalten mehr als 300 Milliarden Dollar. Der Name der Insel ist unter Steuersparern ein Begriff. Die Finanzaufsicht warnt vor etlichen Betrügern, die mit einem Registereintrag auf Bermuda werben, den sie nicht haben.

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Jersey: Die Kanalinsel untersteht zwar der britischen Krone, regiert sich aber seit 800 Jahren selbst und gehört nicht zur EU - wie das benachbarte Guernsey. Die deutschen Besatzer begrenzten die Einkommensteuer im Zweiten Weltkrieg auf 20 Prozent. Seitdem führte Jersey noch niedrigere Steuersätze ein. Die Insel ist ein Paradies für Banken und Treuhänder.

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Malta: Eine als "Malta-Modell" bekannte Konstruktion macht das Land zu einer der wichtigsten Steueroasen innerhalb der EU neben Zypern. Holdings können maltesische Handelsgesellschaften gründen, die in Malta kein Geschäft betreiben, aber Steuern zahlen. Der Großteil wird vom maltesischen Finanzamt an die Holding erstattet.

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Liechtenstein: Der Kleinstaat in den Alpen hat erst seit 2005 eine eigene Finanzmarktaufsicht. Vor allem über Treuhänder und Stiftungen lassen sich geheime Geschäfte abwickeln. Aber auch mit geheimen Bankkonten und Briefkastenfirmen gerät das Fürstentum immer wieder in die Schlagzeilen.

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Hongkong: Das asiatische Finanzzentrum konkurriert mit Singapur um ausländische Investitionen. In der chinesischen Sonderwirtschaftszone ansässige Firmen müssen Kapitaleinkünfte aus dem Ausland nicht oder nur gering versteuern.

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Dubai: Der Wüstenstaat lockt als Freihandelszone und Steueroase Kapital für die Zeit nach dem Ölboom an. Nun versucht das ärmere Emirat Ras al-Cheimah, diese Strategie zu kopieren. Die Bundesregierung ist empört und droht, das Doppelbesteuerungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten nach 2008 nicht mehr zu verlängern.

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Schweiz: Warum in die Ferne schweifen? Nach wie vor ziehen die niedrigen Steuern und das Bankgeheimnis einen Großteil deutscher Steuerfluchtgelder in das nahe Nachbarland, das nicht zur EU gehört, aber schon seit 1972 ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland hat.

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